Feuer in Salzderhelden: Mutmaßliche Brandstifterin (30) festgenommen

Zwei Gartenlauben sind gestern Abend in Salzderhelden gleichzeitig ein Raub der Flammen geworden. Viele Beobachter hatten schnell Erinnerungen an die jüngsten Feuerwehr-Einsätze in dem Einbecker Ortsteil vor wenigen Wochen, bei dem unter anderem die Saline abbrannte. Wie die Polizei am Mittag mitteilte, konnte sie die mutmaßliche Brandstifterin in Salzderhelden festnehmen; die 30-Jährige habe die Taten eingeräumt und sei in eine psychiatrische Fachklinik zwangseingewiesen worden.

(Aktualisiert: 22.08.2020, 12:32 Uhr)

Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz. Foto: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr Northeim

Bei der sofort eingeleiteten Fahndung konnte laut Polizei eine für die Brandlegungen in Betracht kommende Frau in Salzderhelden angetroffen werden. Die 30-jährige steht im Verdacht, bereits vor mehreren Wochen mehrere Brände gelegt zu haben und saß dazu zwischenzeitlich in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl wurde in der vergangenen Woche unter Auflagen außer Vollzug gesetzt, die Frau war also wieder auf freiem Fuß, berichtet die Polizei. Zu den aktuellen Brandlegungen legte sie im Rahmen einer Vernehmung heute Nacht ein Geständnis ab. Die Frau wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen zunächst in eine psychiatrische Fachklinik zwangseingewiesen, teilten die Beamten mit.

Die zwei Gartenlauben in nur rund 200 Metern Entfernung standen gleichzeitig in Flammen, teilte die Feuerwehr in ersten Informationen mit. Die Rauchsäule und der Flammenschein waren weithin sichtbar. Das Feuer wurde gegen 21.45 Uhr gemeldet. Rund 120 Kräfte waren insgesamt im Einsatz. Die Brandbekämpfung haben Trupps unter schwerem Atemschutz übernommen. Vor Ort waren mehrere kleinere Explosionen, vermutlich durch Gasflaschen, zu hören. Die Feuerwehren Salzderhelden, Einbeck und Vogelbeck, das Technische Hilfswerk und das DRK aus Einbeck waren bis in die Nacht zum heutigen Sonnabend in Salzderhelden im Einsatz. Wegen der hohen Temperaturen und der drückenden Schwüle sowie der extremen Hitzestrahlung wurden die Einsatzkräfte mit Getränken versorgt. Durch die beiden Brände kam es zu keinem Personenschaden, es entstanden laut Polizei Sachschäden in Höhe rund 10.000 Euro.

(Mit Pressemitteilungen Polizeiinspektion Northeim und Kreisfeuerwehr Northeim)

Gartenlauben wurden ein Raub der Flammen. Foto: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr Northeim
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