Was die neuen Parkscheinautomaten können

Alle neun Parkscheinautomaten in Einbeck sind jetzt mit neuer Technik ausgestattet worden. Das Gehäuse blieb dabei erhalten, es wird in den nächsten Tagen noch neu angestrichen. Die Stadt Einbeck hat die neue Automatentechnik nicht gekauft, sondern least sie und lässt sie komplett durch den Dienstleister LVT Deutschland bewirtschaften. Das Unternehmen von Ingo Lemke füllt Papier nach, leert die Geldfächer und repariert die Geräte, sollten sie einmal gestört sein. Die Stadt, die jährlich rund 230.000 Euro durch Parkgebühren einnimmt, spart durch das neue Modell pro Jahr circa 10.000 Euro, sagen Rathaus-Sachgebietsleiter Thomas Kreykenbohm und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek.

An einem der Parkscheinautomaten mit neuer Technik am Möncheplatz (v.r.): Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Ingo Lemke vom Dienstleister LVT Deutschland und Thomas Kreykenbohm, Sachgebietsleiter Straßen- und Grünflächenmanagement im Rathaus. Foto: Frank Bertram

Die beliebte „Brötchentaste“ ist geblieben, sie sieht jetzt allerdings unscheinbarer aus und ist die Taste ganz rechts auf dem Display mit der Bezeichnung „Gratis“. In den kommenden Tagen werden außerdem noch Hinweisaufkleber angebracht, dass für Elektro-Fahrzeuge keine Parkgebühren anfallen. Neu bei den Automaten ist, dass jetzt Kartenzahlung neben dem Bezahlen mit Münzen möglich ist. Die Höhe der Parkgebühren ist unverändert, auch das Bezahlen der Parkgebühr mittels Handy-App EasyPark ist weiterhin möglich.

Ein Blick auf das Display der neuen Automaten, unten rechts die „Gratis“-Taste, landläufig Brötchentaste genannt. Foto: Frank Bertram

Der Verwaltungsausschuss des Einbecker Stadtrates hatte im April beschlossen, die neun aus dem Jahr 2008 stammenden Parkscheinautomaten in der Innenstadt nicht durch neue Geräte zu ersetzen, sondern neue Technik auf acht Jahre zu mieten. Vorteil für die Stadt: Reparaturen und Ersatzgeräte werden vom Dienstleister übernommen, auch die gesamte Bewirtschaftung erledigt die beauftragte Firma LVT Deutschland. Kein städtischer Mitarbeiter muss also mehr Papier nachlegen oder Münzenfächer entleeren. Die Stadt Northeim habe mit diesem Modell schon gute Erfahrungen gemacht, sagte die Bürgermeisterin.

Dort ist Ingo Lemke mit seinen vier Mitarbeitern ebenfalls im Einsatz, ebenso beispielsweise in Bad Gandersheim. Insgesamt 150 Parkscheinautomaten in Niedersachsen betreut das Unternehmen aus der Nähe von Walsrode. Alle Parkscheinautomaten sind dabei online mit der LVT-Zentrale verbunden. Dort laufen Störungsmeldungen auf, dort können Ingo Lemke und seine Mitarbeiter auch genau verfolgen, wann beispielsweise wieder neue leere Parkscheine nachgelegt werden müssen. Alle Daten sind auch im Einbecker Rathaus transparent bekannt.

Die Stadt Einbeck zahlt der LVT Deutschland für ihre Dienste eine monatliche Gebühr, insgesamt rund 14.000 Euro pro Jahr. Da die Stadtverwaltung bislang einen Aufwand für die Parkscheinautomaten in Höhe von 24.000 Euro eingeplant hatte, spart die Stadt jährlich rund 10.000 Euro durch das neue Leasing-Modell.

Alle neun Parkscheinautomaten in Einbeck wie dieser am Parkplatz Judenstraße wurden mit neuer Technik ausgestattet. Foto: Frank Bertram

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