Kräftige Farben von abstrakten Motiven treffen auf bunte Pop-Art-Bilder mit Gesichtern und Collagen: Die neue Ausstellung in der Reihe „arthouse im Rathaus“, die inzwischen 20. Schau dieser Reihe, bringt viele farbige Impulse in die Flure des Neuen Rathauses. Und die 32 meist großformatigen Bilder des Einbecker Künstlers Lars Kasper lassen die Gänge des Verwaltungsgebäudes wieder in anderem Licht erscheinen, freut sich Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek bei der Eröffnung. Bis Ostern sind Kapsers Werke unter dem Titel „PopArt trifft Abstrakte Kunst“ während der Öffnungszeiten des Neuen Rathauses im Obergeschoss zu sehen.

Lars Kasper, geboren 1976 in Einbeck, beschäftigt sich beruflich mit den Extremen der menschlichen Seele. Ruhe und Ausgleich findet er im Sport und der Vielfalt der Natur, die ihn auch zur Malerei gebracht hat. Vor etwa einem Jahr hat er begonnen, zu malen. Bei einem Besuch im Harz – es hatte gerade frisch geschneit – hätte er am liebsten direkt dort eine Staffelei aufgebaut, so stark war der Impuls, dieses sich ihm bietende Motiv festzuhalten. Seitdem ist die Küche Lars Kaspers Atelier, wie er erzählt, einige Farbspritzer an der Decke oder auf dem Fußboden zeugten von intensiver künstlerischer Arbeit, „das ist es mir wert“, sagt er augenzwinkernd.
Nahezu das gesamte Oeuvre des vergangenen Jahres ist jetzt auf den Fluren in der Ausstellung zu sehen – insgesamt 32 Bilder von Lars Kasper, bei denen Gedanken, Wünsche und Phantasien im Zusammenspiel intensiver Farben ihren Ausdruck finden. Gerade die grenzenlosen Möglichkeiten der abstrakten Kunst sind es, die Lars Kasper zu vielen seiner Werke inspirieren. Einen festen Stil hat er bislang noch nicht herausgearbeitet. Aus der Bildidee entstehen die Werke mal schneller, mal weniger zügig, sagt er. Er arbeitet gerne metallische Spuren in die Bilder ein, bei einem mit Schwamm getupften Bild leuchtet das Blattgold besonders intensiv.
Titel gibt der Einbecker seinen Bildern nicht. Bewusst nicht. Denn er möchte den Betrachtern keine Deutung vorgeben. Jede und jeder soll in seinen Werken das sehen, was sie oder er möchte. So lässt sich auch das Motiv des bunten Elefanten unterschiedlich interpretieren – vor allem die Mauerreste, die zu sehen sind, oder der Sonnenuntergang im Hintergrund. Bei einem Collage-Bild hat Lars Kasper Fotos (ein Selbstportrait) und Pop-Art-Motive auf die Leinwand drucken lassen und dann das Bild mit Farben ergänzt und vollendet. Bislang sei noch kein Bild am Ende so vollendet wie zu Beginn gedacht, erzählt Lars Kasper.


