Kulturkrafttage, die Zweite: Götz Alsmann, Eva Mattes, Nils Wülker und mehr

Foto: Frank Bertram

Volle Kulturkraft voraus: Die zweiten „Kulturkrafttage“ finden vom 17. bis 19. März in der PS-Halle in Einbeck statt. Karten für alle vier Veranstaltungen sind ab 1. Dezember im Ticketportal Reservix erhältlich. Sie kosten zwischen 35 und 50 Euro. Mit dabei sind: Götz Alsmann & Band zur Eröffnung mit dem aktuellen Programm „L.I.E.B.E.“, Eva Mattes und das Trio E.T.A. mit Lyrik und Prosa sowie Musik von Franz Schubert für Klavier, Violine und Cello zur „Blauen Stunde“ und Nils Wülker & Band in der „Late Night“ mit dem aktuellen Programm „GO“. Julia Hansen und Heikko Deutschmann mit den Musikern Rhani Krija, Jörg Siebenhaar und Thomas Zander werden das Festival in der Matinee mit dem Programm „Diotima & Hyperion: Eine Liebe – Hölderlin meets Jazz“ abschließen. Im Rahmenprogramm wird es wie im Vorjahr Bühnengespräche geben, die der Göttinger Fotograf Frank Stefan Kimmel moderiert.

Am zweiten Adventssonntag, 4. Dezember, sind Vertreterinnen der „Kulturkrafttage“ zwischen 17 und 19 Uhr auf dem Einbecker Weihnachtsmarkt vertreten und verlosen vor Ort mehrere Eintrittskarten.

„Wir freuen uns sehr darauf, im Jahr 2023 zum zweiten Mal in der wunderbaren PS-Halle in Einbeck unsere Türen zu öffnen und unsere Gäste begrüßen zu können“, sagt Julia Hansen, Künstlerische Leiterin der „Kulturkrafftage“. „Kultur ist gerade in diesen unsicheren, beunruhigenden Zeiten eine unverzichtbare Kraftquelle. Tatsächliche Begegnung, live und vor Ort, Austausch untereinander, gemeinsamer Genuss von wundervoller Musik und poetischer Sprache – das ist es, was so viele Menschen aufbaut und stärkt. Besonders dankbar sind wir unseren Unterstützerinnen und Unterstützern, die die Durchführung unseres Festivals erst möglich machen“.

Wer ist dabei?

Götz Alsmann & Band zur Eröffnung am Freitag, 17. März 2023, um 19.30 Uhr mit dem Programm „L.I.E.B.E.“
Götz Alsmann (Gesang, Piano und mehr) singt Lieder der Liebe. Tut er das nicht immer? Eigentlich ja. Aber nach seinen musikalischen Ausflügen nach Paris, New York und Rom widmet sich der König des Jazzschlagers wieder den Werken der großen Komponisten und Texter des deutschen Sprachraums. Deren Spezialität waren schon immer Liebeslieder – romantisch und zart, verträumt und verrucht – aber auch draufgängerisch und wild. Die Band, die Götz Alsmann bei den Konzerten zur Seite steht, besteht aus Musikern, die zum größten Teil seit Jahrzehnten zum Ensemble gehören: Altfrid M. Sicking (Vibraphon, Xylophon und mehr), Ingo Senst (Kontrabass), Dominik Hahn (Schlagzeug), Markus Paßlick (Congas, Bongos, Percussion).

Eva Mattes und das Trio E.T.A. zur „Blauen Stunde“ am Samstag, 18. März 2023, um 17 Uhr mit Lyrik und Prosa sowie Musik von Franz Schubert für Klavier, Violine und Cello
Eva Mattes steht seit ihrem zwölften Lebensjahr, immer noch fasziniert von ihrem Beruf, auf der Bühne und vor der Kamera. Seit 1966 spielte sie in ungefähr 200 Kinofilmen, Fernsehfilmen, Theaterinszenierungen in Haupt- und Nebenrollen und wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt. Ihre Regisseure waren unter anderen Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Michael Verhoeven und Peter Zadek. Von 2002 bis 2016 spielte sie die Tatortkommissarin Klara Blum in Konstanz am Bodensee. Mittlerweile hat sie an die 100 Hörbücher eingelesen, darunter das Gesamtwerk von Jane Austen, und reist mit ihren Liederabenden, die von Emigration und Verlust von Heimat erzählen, durch das Land.
Das Trio E.T.A. verneigt sich mit seinem Namen vor dem Schriftsteller, Komponisten und Kritiker E. T. A. Hoffmann: Elene Meipariani (Violine), Till Schuler (Violoncello) und Till Hoffmann (Klavier) haben ihr Triospiel mit romantischer Musik begonnen, lieben künstlerische Querverbindungen und beschäftigen sich mit dem kammermusikalischem Repertoire von der Klassik bis hin zur zeitgenössischen Musik. Ihr besonderes Interesse gilt neben den Meisterwerken für die Klaviertrio-Besetzung auch weniger gehörten, interessanten Neuentdeckungen sowie der Neuen Musik. Das junge Ensemble gewann bereits zahlreiche Preise: den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs, den Sonderpreis des Rotary-Clubs Bonn sowie den Preis der Freunde junger Musiker Deutschland. Sein Debüt gab das Trio 2021/22 unter anderem im Konzerthaus Berlin, beim Europäischen Kulturforum Mainau, im Beethovenhaus Bonn, bei den Weingartner Musiktagen und bei den Weilburger Schlosskonzerten.

Nil Wülker & Band in der „Late Night“ am Samstag, 18. März 2023, um 21 Uhr mit dem aktuellen Programm
„GO“
Nils Wülker schließt mit „GO“, einer energischer Exkursion in die elegante Elektronik, einen Kreis und komplettiert eine Album-Trilogie (erster Teil „UP“, zweiter Teil „ON“). Der charismatische Trompeter und Songschreiber wurde 2019 zum vierten Mal mit dem German Jazz Award in Gold dekoriert. „GO“ erschien im September 2020 und feierte im November 2021 endlich seine Bühnen-Feuertaufe mit einer umfangreichen Deutschlandtournee. Der Titel ist wie maßgeschneidert auf einen Musiker, einen Menschen wie Nils Wülker – immer in Bewegung, neugierig und vorwärtsdenkend, den Kopf voller musikalischer Ideen. Die zehn Stücke von „GO“ zeigen die bisher extremste und energischste Seite des vielfach preisgekrönten Musikers. Die Trompete ist im Programm „GO“ nicht nur Melodie- und Solo-Instrument, sondern übernimmt andere Funktionen – zu Flächen geloopt, gefiltert, rhythmisch zerhackt oder verfremdet. Nils Wülker hat bereits mit so unterschiedlichen Musikern wie Craig Armstrong, Jill Scott, Omara Portundo, Dominic Miller, Mocky, Peter Vetesse, Samy Deluxe, Marteria, Max Mutzke und vielen mehr zusammengearbeitet.

Julia Hansen und Heikko Deutschmann mit den Musikern Rhani Krija, Jörg Siebenhaar und Thomas Zander in der Matinee am Sonntag, 19. März 2023, um 11.30 Uhr mit „Diotima & Hyperion: Eine Liebe – Hölderlin meets Jazz“.
Julia Hansen, Heikko Deutschmann und die Musiker Rhani Krija, Jörg Siebenhaar und Thomas Zander feiern eine der größten Liebesgeschichten der Weltliteratur – die von Friedrich Hölderlin und Susette Gontard, als Hyperion und Diotima unsterblich. Sie folgen den Gesängen des Dichters und lassen Musik dazu sprechen. Sie sehnen und hoffen und träumen und schaudern, sie streben, sie schäumen, sie schluchzen und verschmelzen – im Jetzt, im Moment, in Akkorden. Denn das ist die Liebe – überraschend, riskant, voller Wunder – immer aber ohne Netz und doppelten Boden: die größte aller Improvisationen…
Heikko Deutschmann ist Autor, Regisseur und Produzent. Er drehte die international mehrfach preisgekrönte Tragikomödie „Noch ein Seufzer und es wird Nacht“. Neben Bühne und Film ist er auch Sprecher zahlreicher Hörbücher. Julia Hansen ist nach ihrem festen Engagement am Deutschen Theater Göttingen seit 2011 als freiberufliche Schauspielerin und auch als Sängerin auf deutschen Bühnen, Literaturfestivals und inKonzertsälen tätig. Sie ist die Künstlerische Leiterin der „Kulturkrafttage“. Der Perkussionist Rhani Krija ist bekannt für seine Kenntnisse und Fähigkeiten andalusische, arabische, afrikanische und lateinamerikanische Rhythmen zu spielen. Krija tourte und arbeitete im Studio u.a. mit Sting, Herbie Hancock, Al Di Meola, Placido Domingo, Peter Gabriel und dem Royal Symphonie Orchester of London. Thomas Zander ist gebürtiger Hannoveraner. In Roger Ciceros Bigband spielte er von Beginn an als Bariton-Saxophonist und spielt Tenor im Quartett von Bill Ramsey. Daneben arrangiert und komponiert er Kammer- und Orchestermusik. Jörg Siebenhaar ist als Pianist, Akkordeonist, Bühnenmusiker sowie Komponist tätig. Neben seinem Jazz-Trio Accordion Affairs spielt der blinde Musiker in unterschiedlichen Formationen, vom Duo mit Klassischer Gitarre bis hin zur sechsköpfigen Tango-Band.

Götz Alsmann, Eva Mattes, Trio E.T.A., Julia Hansen, Heikko Deutschmann und die Jazzer Rhani Krija, Thomas Zander und Jörg Siebenhaar sowie Nils Wülker (v.l.). Foto: Veranstalter/Agentur
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