Feuerwehr-Schlauchwagen aus Einbeck hilft jetzt in der Ukraine

Der Landkreis Northeim spendet ein Feuerwehrfahrzeug an die Ukraine. Der Schlauchwagen war zuletzt in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Einbeck stationiert und hätte eigentlich verkauft werden sollen, bevor die Entscheidung getroffen wurde, es dem ukrainischen Katastrophenschutz zur Verfügung zu stellen, teilte die Kreisverwaltung heute mit. Hierfür wurde das Fahrzeug extra noch mit 2000 Metern B-Schläuchen und einer Tragkraftspritze ausgestattet.

Der SW2000 ist ein Schlauchwagen, welcher insbesondere zur Löschwasserförderung über lange Strecken eingesetzt werden kann. Im Rahmen der „Feuerwehr-Hilfsbrücke Ukraine“, einer Initiative des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, wird der Schlauchwagen-Lkw heute (29. April) zunächst nach Polen gefahren und dann von dort weiter in die Ukraine gebracht. Zwei Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises Northeim, Volker Klinge und Sascha Böker, fahren den Lkw zunächst von Northeim nach Falkensee/Berlin, von dort wird er bis nach Polen gefahren. Ab Falkensee fährt ein Konvoi verschiedener Feuerwehren, die Spenden transportieren, bis nach Polen. Dort werden die Spenden und auch der Schlauchwagen aus dem Landkreis Northeim dann von ukrainischen Kräften weiter in die Ukraine gebracht. Für den Freitag erhalten die beiden Mitarbeiter, die das Fahrzeug fahren, einen Tag Sonderurlaub vom Landkreis. Die restliche Zeit am Wochenende wird von den Kollegen ehrenamtlich erbracht. Von Falkensee muss eine Strecke von rund 850 Kilometern zurücklegt werden.

„Ich freue mich sehr, dass wir als Landkreis Northeim gemeinsam mit der Kreisfeuerwehr Northeim einen Beitrag zur Unterstützung des ukrainischen Katastrophenschutzes leisten können“, erklärt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. „Der ungerechtfertigte Angriff auf die Ukraine hat nicht nur viele Menschenleben gekostet, sondern auch Gebäude und Infrastruktur zerstört. Es ist darum dringend nötig, auch den Katastrophenschutz und die Feuerwehr vor Ort zu stärken. Mein Dank gilt allen, die diesen Transport ermöglicht haben.“

Während der Landkreis und die Kreisfeuerwehr Northeim den Schlauchwagen samt Schläuchen und Tragkraftspritze spendet, werden die Kosten rund um die Überführung des Fahrzeuges von drei Spendern, Dr. Gisbert Vogt, Peter Funke und Michael Heraeus, gedeckt.

Die Stadt Einbeck und der Flecken Nörten-Hardenberg sowie weitere (Gemeinde Katlenburg-Lindau, Wäscherei Meyer und Kuhl aus Hardegsen sowie die Samtgemeinde Hoya (Landkreis Nienburg/Weser) haben zudem verschiedenste Ausrüstungsgegenstände gespendet, unter anderem Atemschutzgeräte und Einsatzbekleidung. Dieses Material ist bereits vom Kreisbrandmeister Marko de Klein sowie dem Feuerwehrkameraden Konstantin Mennecke gesammelt am vergangenen Mittwoch (27. April) nach Falkensee bei Berlin gebracht worden, wo es mit dem Fahrzeugkonvoi weiter in die Ukraine transportiert wird.

(Mit Pressemitteilung Landkreis Northeim)

Vor dem gespendeten Schlauchwagen (linkes Fahrzeug) v.l. Matthias Glowatzka (Zulassungsstelle Northeim), Holger Schulz (Fachbereichsleiter Brand- und Katastrophenschutz), Antje Sölter (stellvertretende Bürgermeisterin Einbeck), Jörg Richert (Erster Kreisrat), Astrid Klinkert-Kittel (Landrätin), Dr. Gisbert Vogt (Spender), Volker Klinge (FTZ), Sascha Böker (FTZ) und Kreisbrandmeister Marko de Klein. Foto: Landkreis Northeim

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