145 Sportlerinnen und Sportler sowie elf Mannschaften für Leistungen in den Jahren 2019 und 2020 geehrt

Sie sind im entscheidenden Moment über sich hinaus gewachsen, sie haben lange und intensiv trainiert, waren auf den Punkt genau fit, haben im Wettbewerb die Nerven behalten und ihre Bestleistung abgerufen: „Das ist die große Kunst des sportlichen Erfolgs“, sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Sportlerinnen und Sportler aus der Stadt Einbeck sind jetzt für ihre 2019 und 2020 erreichten Platzierungen von der Stadt Einbeck geehrt worden. Insgesamt 145 Sportlerinnen und Sportler haben in der Multifunktionshalle jeweils Urkunde und Medaille erhalten, 102 aus dem Jahr 2019 und 43 aus dem Jahr 2020. Hinzu kommen acht Mannschaften in 13 Wettbewerben im Jahr 2019 und drei Mannschaften in drei Wettbewerben im Jahr 2020. „Wir ehren Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Weltmeisterschaften, an Europameisterschaften, an Deutschen Meisterschaften, an Wettbewerben auf Landes- und Bezirksebene, Platzierungen in Bestenlisten auf Bundes- und Landesebene oder Erfolge beim Landeswettbewerb olympischer Nachwuchs“, sagte die Bürgermeisterin. Außerdem gab es zwei besondere Ehrungen.

Das Dreamteam des Rollsport-Vereins Einbeck gehörte zu den geehrten Mannschaften. Foto: Frank Bertram

„Wir wussten gar nicht, wie wir unsere vielen Sportlerinnen und Sportler ehren sollen“, gab Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek einen Einblick in die Überlegungen vor der traditionellen Sportlerehrung. Im vergangenen Jahr habe die Stadt die Veranstaltung coronabedingt absagen müssen, und auch in diesem Jahr sei man gar nicht sicher gewesen, wie die Sportler für die Leistungen ausgezeichnet werden sollten und könnten: „Sollten wir ihnen die Medaillen und Urkunden einfach zuschicken, sollten wir die Ehrung wieder verschieben auf das nächste Jahr?“ Letztlich seien sich Rat und Verwaltung einig gewesen, in diesem Jahr in einer der derzeitigen Corona-Lage angemessenen Weise mit großen Abständen in der großen Multifunktionshalle die Ehrung in würdigem Rahmen durchzuführen. Alle Teilnehmer trugen während der Ehrungen Mund-Nase-Bedeckung und saßen mit viel Abstand in der gut belüfteten neuen Multifunktionshalle. Auf das Umhängen der Medaillen musste verzichtet werden.

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek appellierte bei der Sportlerehrung, nach der coronabedingten Pause wieder mehr sportliche Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu bieten. Foto: Frank Bertram

Neben der Ehrung für die Sportler dankte die Bürgermeisterin im Namen der Stadt Einbeck den vielen Vätern und Müttern der sportlichen Erfolge: Trainer, Betreuer, Eltern, Vereinsvorstände, Übungsleiter und allen, die viel Zeit und Geld in die Leistungen investierten. In Corona-Zeiten sei lange Zeit gar kein Trainingsbetrieb möglich gewesen, oder nur unter erschwerten Bedingungen. Michalek: „Hier war Kreativitiät und ein hohes Maß an Eigeninitiative gefragt.“ Die Stadt werde unterstützend alles tun, nicht zwei verlorene Sportjahrgänge durch Corona hinnehmen zu müssen, appellierte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, mit Ideen an die Stadtverwaltung heran zu treten. Sporthallenöffnung in den Ferien und zusätzliche Schwimmkurse seien da nur die ersten Ideen, denen gerne weitere folgen könnten.

Zwei Sportlerinnen wurden bei der Veranstaltung besonders geehrt: Annika „Kiki“ Rose von der Turn- und Sportgemeinschaft Opperhausen für das Jahr 2019 und posthum Marga Krause aus Holtensen vom SV Ilmetal für das Jahr 2020.

Annika „Kiki“ Rose (Mitte) wurde als besondere Sportlerin 2019 von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (l.) und Sportausschuss-Vorsitzende Beatrix Tappe-Rostalski ausgezeichnet. Foto: Frank Bertram

Kiki“ Rose engagiert sich seit ihrem 14. Lebensjahr mit viel Herzblut für den Sport, würdigte Beatrix Tappe-Rostalski als Vorsitzende des Sportausschusses die Preisträgerin. Seit mehr als 20 Jahren leitet Rose die Jazzdance-Abteilung, unterstützt von sechs Übungsleiterinnen. Aktuell nehmen 120 aktive Tänzerinnen und Tänzer im Alter zwischen 2 und 40 Jahren aus elf Ortschaften aufgeteilt auf acht Gruppen das wöchentlich angebotene Training in Anspruch. Seit 2008 organisiert Annika Rose alle zwei Jahre ein „Jazz-Weekend“, bei dem die Gruppen die erlernten Tänze präsentieren können. Neben den Tänzen lernten die Kinder und Jugendliche Toleranz und Fairness und das Einhalten von Regeln, würdigte Tappe-Rostalski. Während der Corona-Lockdowns habe Annika Rose der Kontakt zu ihren Tänzerinnen und Tänzern sehr am Herzen gelegen, nach anfänglichen Zoom-Trainings gab es Training im Freien – bei jedem Wetter. „Es ist Dir gelungen, den Übungsbetrieb am Laufen zu halten“, ehrte Tappe-Rostalski das Engagement von Annika Rose. „Deinem großartigen Einsatz ist es zu verdanken, dass die Kinder und Jugendlichen nach über einem Jahr sozialer Distanz am 25. Juni beim Open-Air-Jazz-Weekend gemeinsam auf der Bühne stehen und ihr Können zeigen durften.“

Die Preisträgerin für das Jahr 2020, Marga Krause (80), ist vor wenigen Tagen gestorben. Die Teilnehmer der Sportlerehrung gedachten ihr mit einer Schweigeminute, nachdem die stellvertretende Bürgermeisterin Antje Sölter das sportliche Wirken gewürdigt und die Urkunde an Enkel Marius überreicht hatte. Marga Krause war 50 Jahre Mitglied des SV Ilmetal, aber sie war mehr als ein normales Mitglied. 32 Jahre im Vergnügungsausschuss hat sie im Vorstand mitgearbeitet, als „herzliches und fröhliches Standbein des Vereins“, würdigte Sölter die Preisträgerin. Sportliche Leistung habe für Marga Krause nicht im Mittelpunkt gestanden, „sie wollte einfach im Verein Sport machen“: Montag bei den Turn- und Gymnastikfrauen mit anschließendem Beisammensein, Dienstag in der Sauna, zwei Mal pro Woche ging sie walken, das Fahrrad war bis vor ein paar Monaten der wichtigste Begleiter. Vereinsmitglied zu sein habe für Marga Krause bedeutet, sich einzubringen und andere mitzureißen und zu begeistern, für den Sport, für die Dorfgemeinschaft und den Verein. „Mit Marga Krause verliert nicht nur der SV Ilmetal, sondern ganz Holtensen und auch wir als Stadt Einbeck einen liebevollen Menschen, der eine große Lücke hinterlassen wird, an den wir stets dankbar zurückdenken werden“, sagte Antje Sölter mit bewegter Stimme. „Wir sind dankbar für geleistetes Engagement, für ihre positive, offene, lebensbejahende, ehrliche Art, für jedes fröhliche Lachen und jeden herzlichen Gruß im Vorbeigehen, für jedes einzelne Gespräch.“

Die Sportlerehrung der Stadt Einbeck fand in der neuen Multifunktionshalle statt. Foto: Frank Bertram
Viele Eltern, Betreuer oder Vereinsevertreter machten bei der Ehrung ein Foto. Foto: Frank Bertram
Mit Urkunde und Medaille wurde 145 Sportlerinnen und Sportler geehrt. Foto: Frank Bertram

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