Privates Testzentrum entschuldigt sich: Nachfrage nach Tests hat sich mehr als vervierfacht

Die Schließung des Testzentrums in den Räumen der BBS Einbeck in Verbindung mit der Bundes-Notbremse, durch die für viele Geschäfte aktuelle Ergebnisse von Schnelltests notwendig wurde, nennt das private Testzentrum in der Marktstraße in Einbeck als Hauptgründe für eine deutlich höhere Nachfrage in den vergangenen Tagen. „Die Nachfrage nach Tests hatte sich vergangene Woche plötzlich mehr als vervierfacht“, sagt Leiter Bennet Borgiel, der sich für die längeren Wartezeiten entschuldigt. „Wir sind dabei, unsere Kapazitäten an die derzeitige Nachfrage anzupassen.“

Antigen-Schnelltests. Foto: Frank Bertram
Antigen-Schnelltests. Symbolfoto: Frank Bertram

„Leider konnten wir von einem Tag auf den anderen das Personal in der Zeit nicht vervierfachen“, erklärte Borgiel heute in einer Stellungnahme, nachdem es in den vergangenen Tagen zu Beschwerden über die langen Wartezeiten gekommen war. Ein korrekt durchgeführter, professioneller Tests benötige immer noch die gleiche Zeit und Aufmerksamkeit. So sei es zwangsläufig zu Wartezeiten im Testzentrum an der Marktstraße gekommen, erläuterte Borgiel.

Mehr Personal ermöglicht es dem privaten Testzentrum nach eigener Darstellung jetzt, mehr Bürger zeitgleich auf das Coronavirus zu testen. Außerdem werde es ab nun an der Anmeldung zu Stoßzeiten einen weiteren Computer geben, an dem Bürger registriert werden können, kündigte Borgiel an. Ein neuer, schnellerer Drucker werde den Druck von Zertifikaten verkürzen. Der Bereich vor dem Eingang werde nun außerdem in eine Reihe „Mit Termin“ und „Ohne Termin“ getrennt. Bürger ohne Termin erhalten erst Zutritt, wenn sich kein Bürger mehr in der Warteschlange mit Termin befindet, macht Borgiel deutlich.

„Zu Zeiten mit besonders hohem Aufkommen werden wir außerdem eine Ordnungsperson im Testzentrum positionieren, die noch mehr als sowieso schon auf die korrekte Einhaltung der Abstandsregeln achtet, den Verkehr im Testzentrum sowie die beiden Warteschlangen koordiniert“, erklärte der Leiter des Testzentrums.

Spontan entschlossene Bürger könnten auch noch vor dem Testzentrum ein Termin buchen, indem sie den QR-Code vor dem Testzentrum mit dem Smartphone scannen, oder sich über www.testzentrum-einbeck.de zum Test registrieren. Dies verkürze die Wartezeiten aller Bürger, da das Testpersonal die Daten nicht mehr händisch vor Ort einpflegen muss, rät Borgiel. „Deshalb würden wir gerne jeden Bürger darum bitten, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten vorher für einen Test zu registrieren.“

Des Weiteren sei es in Ausnahmefällen zu Unterschreitungen des vorgeschriebenen Mindestabstands innerhalb des Testzentrums gekommen, berichtet Borgiel. „Wir bitten jeden Bürger, sich an die geltenden und aushängenden Abstandsgebote zu halten und den Mindestabstand von 1,50 Meter auch eigenverantwortlich einzuhalten.“ Es befinden sich nun neue Markierungen auf dem Boden, die beachtet werden sollten. Die Markierungen gelten pro Person und nicht pro Haushalt, um die Anzahl der Personen im Testzentrum besser kontrollieren zu können.

Bennet Borgiel: „Es ist uns wichtig anzumerken, dass die Mitarbeiter im Testzentrum nicht für die verlängerten Wartezeiten verantwortlich waren. Alle Mitarbeiter des Testzentrums sind vergangene Woche an ihre persönliche Leistungsgrenze gegangen, um jeden interessierten Bürger einen Schnelltest zu ermöglichen. Wir erkennen an, dass wir mit dem Andrang in dieser Dimension nicht gerechnet hatten und möchten die Einbecker Bürgerinnen und Bürger um Entschuldigung für die teilweise langen Wartezeiten bitten.“

Bennet Borgiel und sein Team sind überzeugt, dass die neuen Maßnahmen künftig dazu beitragen werden, die Wartezeiten erheblich zu verkürzen und alle Termine pünktlich bedienen zu können.

Testzentrum-Betreiber Johannes Gabriel (l.), Bennet Borgiel und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Archiv-Foto: Frank Bertram

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