Für die Forschung: KWS erhält 200-Millionen-Euro-Darlehen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt dem Einbecker Saatguthersteller KWS ein Darlehen in Höhe von 200 Millionen Euro zur Verfügung. Die von der EU-Bank bereit gestellten Gelder sind gezielt für die KWS-Forschung und -Entwicklung in der Europäischen Union vorgesehen, heißt es in einer heute veröffentlichten Presseinformation. Die EIB will ebenso wie KWS nach eigenen Angaben mit dem Darlehen zu den Zielen des European Green Deal der EU- Kommission sowie besonders der von der Kommission entworfenen „Farm to Fork“- Strategie beitragen.

KWS setzt in der Pflanzenzüchtung und Saatgutproduktion auf moderne Methoden, um die Widerstandskraft von Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress, zum Beispiel durch vom Klimawandel verursachte extreme Wetterbedingungen, zu verbessern und die Erträge der Landwirte zu steigern. Mit elf der 13 wichtigsten Kulturpflanzen, darunter Mais, Zuckerrübe, Weizen, Roggen, Raps und Gemüse, verfügt KWS nach eigener Darstellung über eines der breitesten Saatgutportfolios der Branche.

Der für Innovation und das Geschäft der EU-Bank in Deutschland zuständige Vize-Präsident Ambroise Fayolle erklärte in einer Pressemitteilung: „Innovation ist mit Blick auf neue Saatgutsorten von herausragender Bedeutung, um die landwirtschaftliche Produktivität unter sich ändernden agroklimatischen Bedingungen sicherzustellen. Nur mit gezielter Forschung können wir Pflanzen selektieren, die in der Lage sind, sich verändernden abiotischen und biotischen Belastungen standzuhalten sowie eine effizientere Aufnahme und Nutzung von Nahrungsstoffen und Wasser aus dem Boden zu gewährleisten.“

Der EIB-Vizepräsident unterstreicht zudem: „Die Entwicklung verbesserter, nicht gentechnisch modifizierter Sorten landwirtschaftlicher Nutzpflanzen trägt zu einem verringerten Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln bei und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Als Klimabank der EU setzen wir uns nachdrücklich dafür ein, den Klimaschutz, die Anpassung an veränderte Bedingungen sowie zahlreiche weitere relevante klimabezogene Projekte zu finanzieren. Deshalb begrüße ich ausdrücklich die Zusammenarbeit mit KWS, um die Züchtung neuer Saatgutsorten für den Europäischen Markt voranzubringen.“

Eva Kienle, Finanzvorstand von KWS, ergänzt: „Wir freuen uns über das starke Engagement der Europäischen Investitionsbank für Innovation und Klimaschutz in der Landwirtschaft. Es bedarf großer gemeinsamer Anstrengungen, um die Herausforderungen in puncto Klimawandel und -schutz für die Landwirtschaft mit sich bringt, zu bewältigen. Als ein führendes Pflanzenzüchtungsunternehmen investieren wir jährlich rund 200 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung, um Landwirten kontinuierlich innovatives Saatgut zur Verfügung stellen zu können. Die attraktiven Konditionen des EIB-Darlehens tragen dazu bei, unsere Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren.“

(Mit Pressemitteilung KWS/EIB)