Weitere Anbieter: Parken mit einer Handy-App ist in Einbeck jetzt noch flexibler

(c) Foto: Frank Bertram

Wer auf einem der rund 250 öffentlichen, gebührenpflichtigen Parkplätze in Einbeck mit seinem Fahrzeug parken möchte, kann dieses jetzt noch einfacher und flexibler bezahlen. Seit Jahresbeginn ist das nicht allein wie bislang über die Handy-App von „EasyPark“ möglich, sondern jetzt außerdem über die Handyparken-Anbieter „mobilet“, „PayByPhone“, „Parkster“ und „Parco“. Die Stadt Einbeck ist dafür „smartparking“ beigetreten, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung, die es seit 2015 gibt. „smartparking“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Einführung von effizienten und bürgernahen Lösungen für das bargeldlose Bezahlen von Parkgebühren. Durch die Zusammenarbeit konnte die Stadt Einbeck – ohne Einzelverträge mit jedem Anbieter schließen zu müssen – rund 90 Prozent der auf dem deutschen Markt verfügbaren Handyparken-Dienste integrieren.

Am Ablauf ändert sich nichts: Den Parkvorgang startet der Autofahrer per App. Seine Parkzeit kann er dort ganz nach Bedarf einstellen, vorzeitig stoppen oder auch verlängern. So entfallen Überzahlung und auch Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets. Für diesen Komfort addieren die Anbieter unterschiedliche Zuschläge auf die kommunale Parkgebühr. An den zehn Parkscheinautomaten finden die Nutzer Informationen über die neuen Dienstleister und ihren Anleitungen für die ersten Schritte zum Handyparken. Autofahrer können sich für den Dienst entscheiden, der ihnen persönlich zusagt. Weiterhin ist es möglich, Parkscheine mit Bargeld an den Automaten zu lösen. Ob ein Auto ein digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes am Kennzeichen, das sie mit einem zentralen Online-System abgleichen. Die Nutzer sollten dabei immer darauf achten, dass in der App auch das richtige Fahrzeug angegeben ist, falls dort mehrere Autos hinterlegt sind, raten die Mitarbeiter vom städtischen Ordnungsdienst.

Separate Lösungen gibt es noch für die Parkplätze am Einbecker Bürgerspital (im Einsatz ist hier ausschließlich der Anbieter „mobilet“) und im Parkhaus der Stadtwerke am Brauhaus (ausschließlich mit „EasyPark“). Nutzer der App von „mobilet“ können beispielsweise jetzt sowohl am Krankenhaus als auch in der Stadt mit dem Handy parken, umgekehrt Nutzer anderer App-Anbieter aber nicht am Krankenhaus. Gleiches gilt für die 250 Stellplätze des Parkhauses am Brauhaus unweit des Neustädter Kirchplatzes, hier gilt nur die „EasyPark“-App.

Die Stadt Einbeck nahm zuletzt durch ihre gebührenpflichtigen Parkplätze jährlich rund 247.000 Euro mit Parkgebühren ein, hinzu kommen die Einnahmen durch Bußgelder. Rund 41.000 Euro haben 2025 den Gebührenhaushalt durch Parkgebühren via Handyparken (EasyPark) erreicht, dieser Anteil steigt seit Jahren an (2022 waren es lediglich rund 14.000 Euro). Ziel ist, im Jahr 2030 einmal rund 80.000 Euro über Handyparken einzunehmen und das Bargeld weiter deutlich zu reduzieren.

Durch die Elektro-Gebührenbefreiung entgehen dem Haushalt der Stadt jährlich circa drei Prozent an möglichen Einnahmen. Seit dem 1. Januar ist lediglich noch eine Stunde gebührenfreies Parken für E-Autos möglich. 2027 entfällt dieses komplett. Seit einem Ratsbeschluss im Mai 2023 sank die Höchstparkdauer 2024 auf auf sechs Stunden, 2025 auf drei Stunden.

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Parken mit Apps wird jetzt noch einfacher, nicht nur hier am Möncheplatz (v.l.): Jörg Rohmeyer und Simone Hornung-Schikorr vom städtischen Ordnungsdienst, Sachgebietsleiter Matthias Zaft und die für Smart City zuständige Stabsstellenleiterin Ulrike Lauerwald. Foto: Frank Bertram