Die Staatsanwaltschaft Göttingen führt ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags gegen einen 37 Jahre alten Mann aus Einbeck. Wie die Strafverfolgungsbehörde am Montag mitteilte, wird dem Beschuldigten zur Last gelegt, einen 30-jährigen Mann aus Northeim durch Gewalt mit einem Messer gegen den Kopf getötet zu haben. Der 37-Jährige war zunächst flüchtig, nach ihm wurde mit Hochdruck gefahndet. Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, hat sich der 37-Jährige noch am Montag Abend freiwillig gestellt. Er wurde dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Göttingen vorgeführt, wo er keine Angaben zur Sache gemacht hat. Es erging Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen Totschlags. Er befindet sich nunmehr in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf.
(Aktualisiert: 20.01.2026, 09:30 Uhr)
Vergangenen Freitag (16. Januar) gegen 23 Uhr soll der später Getötete im Fahrzeug sitzend in Einbeck von einem Pkw überholt und ausgebremst worden sein, während ein weiterer Pkw links neben dem Fahrzeug des Geschädigten fuhr. Wie die Staatsanwaltschaft berichtet, soll es dann zu einer Schlägerei zwischen dem 30-jährigen Northeimer, einem Jugendlichen im Alter von 17 Jahren und vier Heranwachsenden im Alter von 18 bzw. 20 Jahren gekommen sein. Als die fünf Männer mit ihren Fahrzeugen davon fahren wollten, soll der 30-jährige Geschädigte aus dem Kofferraum seines Autos einen Schlagstock oder einem Schlagstock ähnlichen Gegenstand geholt und mit diesem auf eines der beiden Fahrzeuge eingeschlagen haben, schildert die Staatsanwaltschaft den Ablauf. Einige Zeit später soll der Vater von einem der drei 18-Jährigen mit seinem Pkw den 30-jährigen Northeimer in Einbeck überholt haben. Nachdem beide Fahrzeuge angehalten hatten und sowohl der Vater des 18-jährigen als auch der 30-Jährige ausgestiegen waren, soll der 37-jährige Vater des 18-Jährigen unvermittelt mit einem Messer auf den Kopf des Northeimers eingestochen haben. Der 30-Jährige erlitt durch den Angriff eine tödliche Kopfverletzung und starb einige Stunden später im Krankenhaus, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.
Die Polizei hatte am frühen Sonnabend Vormittag von der Tat berichtet, mit Hinweis auf noch intensiv laufende Ermittlungen aber zunächst aber ohne Details. Am Sonntag Abend war dann die Rede davon, dass mehrere Menschen vorübergehend in polizeiliches Gewahrsam genommen worden waren, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen jedoch wieder entlassen worden seien. Die Identität eines Tatverdächtigen war der Polizei bekannt, nach diesem Mann werde seither mit Hochdruck gefahndet, hieß es. Zum Schutz der laufenden Fahndungsmaßnahmen verzichteten die Ermittler auf weitere Details; sie bitten weiterhin wegen der Komplexität des Geschehens und der laufenden Ermittlungen, die Privatsphäre der Beteiligten zu wahren und von Spekulationen in den sozialen Netzwerken abzusehen.
