Norwegen, Albanien, Ukraine, Mongolei: Musik mit internationalen Einflüssen im Sülbecker „Esel“

(c) Foto: Frank Bertram

Von der Mongolei bis zur Ukraine, von Albanien bis Norwegen reichen die internationalen musikalischen Einflüsse bei den kommenden Konzerten, die Vorsitzender Jörg Bachmann mit den Vorstandsmitgliedern Birgit Berger und Armin Klinke jetzt für den Verein „Kultur im Esel“ vorgestellt hat: Vier Veranstaltungen stehen bis Ende des Jahres auf dem Programm, bereits vorher startet der Verein ins zweite Halbjahr mit einem Doppelkonzert im Innenhof am kommenden Freitag, 15. August, sowie mit dem Jazz-Frühschoppen beim Einbecker Zelttheater im „La Casa“ am Sonntag, 24. August, um 11 Uhr. Für alle Veranstaltung gibt es Karten im Vorverkauf.

Während das erste Open-Air-Konzert des Sommers im Juni vor dem Wetter in den Saal weichen musste, sind die Veranstalter für den kommenden Freitag, 15. August, um 19.30 Uhr beim zweiten Konzertabend unter freiem Himmel optimistisch. Zu hören bei dem Doppelkonzert sind das Caro-Trischler-Trio, das gesangsgeprägte brasilianische Musik präsentiert, sowie das ebenso stimmlich überzeugende Trio Elisa, das vor sechs Jahren auf einer Rumänientour zusammenfand und lyrische Cellolinien auf Beatboxsounds treffen lässt.

In Anlehnung an den legendären Konzertfilm über das Newport-Jazz-Festival 1958 will zum Jazz-Frühschoppen am Sonntag, 24. August, ab 11 Uhr im „La Casa“ beim Einbecker Zelttheater die norddeutsche All-Star-Band mit Gabriela Koch (Gesang), Stephan Abel (Saxofon), Achim Kück (Piano), Peter Schwebs (Kontrabass) und Christian Schoenefeldt (Schlagzeug) den Geist jenes musikhistorischen Sommertages nach Einbeck bringen. Der Eintritt ist frei, Spenden in den Hut sind möglich. Gefördert wird der zum siebten Mal organisierte Jazz-Frühschoppen von der Bürgerstiftung Einbeck. Mit feinem Gespür für Klangfarben, Dynamik und musikalische Zwischentöne sowie mit mitreißendem Groove, Energie und großer Spielfreude interpretiert das auf Initiative des Hannoveraners Peter Schwebs kombinierte Quintett Klassiker des „Great American Songbook“: von Blues über Latin bis Swing. Im Zusammenspiel mit dem ausdrucksstarken Saxophonspiel von Stephan Abel entstehen mit der nuancenreichen Stimme von Gabriele Koch spannungsreiche Dialoge – die beiden Solisten werfen sich die musikalischen Bälle zu.

Das Halbjahresprogramm von „Kultur im Esel“ startet am Freitag, 5. September, um 20 Uhr mit der 2016 in Berlin gegründeten Band „Leléka“, einem jungen multikulturellen Quartett um die ukrainische Sängerin Viktoria Leléka. Jazzinnovative Interpretationen ukrainischer Volkslieder reichen von zarten Folk-Balladen bis zu dynamischen Grooves.

Die in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar geborene Komponistin und Pianistin Shuteen Erdenebaatar ist nach ihrem Studium der klassichen Musik in der Mongolei nach Deutschland gekommen, wo sie mit ihrem Quartett jetzt die Jazz-Szene begeistert. Am Freitag, 3. Oktober, um 20 Uhr spielen die vier im „Esel“. Jörg Bachmann und Birgit Berger haben die Musiker zuletzt bei der Jazz Baltica am Timmendorfer Strand gehört, wo sie gleich die ersten Tickets fürs Konzert im „Esel“ an der Ostsee an Stammkonzertgäste aus der Region vergeben konnten – da war die Band bereits verpflichtet.

Die schweizerisch-albanische Sängerin Elina Duni kombiniert gemeinsam mit einem jungen Star der Londoner Jazzszene, Rob Luft, am Sonnabend, 1. November, um 20 Uhr ihre eindringliche Stimme mit albanischen Volksliedern und Jazz, spielt auch Klavier und Gitarre und Trommel. Erweitert wird das Duo von Matthieu Michel an Trompete und Flügelhorn. Das Konzert findet im Rahmen des 48. Göttinger Jazzfestivals (31. Oktober bis 8. November) statt.

Tenorsaxophonist Karl Seglem aus Norwegen kommt am Freitag, 21. November, um 20 Uhr bereits zum fünften Mal in den „Esel“ nach Sülbeck. Der Musiker hat es sich zur Aufgabe gemacht, musikalische Traditionen seines Heimatortes mit zeitgenössischen Ausdrucksformen, Weltmusik und improvisiertem Jazz zu verschmelzen. Karl Seglem gilt als einer der großen Innovatoren und Visionäre der norwegischen Musik, setzt neben Ziegenhörnern auch anderen traditionelle Instrumente ein, insbesondere die Hardanger-Geige.

Und bis weit ins Jahr 2026 sind schon weitere Konzert-Termine gebucht: Am 24. Januar betätigt sich der junge norwegische Saxophonist Marius Nest aus dem Land der stillen Fjorde mit seinen vier Bandkollegen als Sprengmeister der Intensität. Die „Young Scots Trad Awards Winner“ gastieren am 28. Februar. Das „Jakob Bro Trio mit Thomas Morgan und Joey Baron“ spielt am 13. März im „Esel“. Für den 17. April ist das „Petros Klampanis Trio“ in Sülbeck angesagt. Für die bevorstehende „StadtpARTie“ vom 13. bis 17. Mai sind vom „Esel“-Team für die Alte Synagoge Einbeck bereits Christoph Reuter & Juri de Marco, Heinrich Sprink, Juli Malia & Don Ross, Nicole Johänntgen’s Henry sowie Daniel Stelter & Lulo Reinhardt verpflichtet.

Weitere Informationen zu den Konzerten und Karten im Vorverkauf unter www.kultur-im-esel.de

(c) Foto: Frank Bertram
Präsentieren das Programm von „Kultur im Esel“ für das zweite Halbjahr 2025: Jörg Bachmann, Birgit Berger, Armin Klinke (v.l.). Foto: Frank Bertram