Markante alte Buchen im Eigenheim-Viertel gefällt

Zwei markante, auf dem Rasendreieck Eigenheimstraße / Am Schillanger in Einbeck stehende große Buchen sind in der vergangenen Woche komplett gefällt worden. Die Bäume waren prägend für das dortige Stadtviertel und mutmaßlich nahezu 100 Jahre alt, stammten vermutlich noch aus der Gründungszeit der so genannten Eigenheim-Siedlung ab 1924. Warum mussten diese zwei großen Bäume gefällt werden?

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek erklärte auf meine Anfrage heute, dass die Bäume aufgrund von Rissen im Stammbereich gefällt worden seien, die Standsicherheit habe auch durch Seilsicherungen nicht mehr gewährleistet werden können. Die Entscheidung zu fällen wurde laut Bürgermeisterin in Abstimmung mit den Baumkontrolleuren und dem Naturschutzbeauftragten des Landkreises im Dezember getroffen. Da notwendige Baumpflegemaßnahmen und Fällungen nur zwischen Anfang Oktober und Ende Februar erfolgen dürfen (Nist- und Brutzeit), habe der beauftragte Dienstleister die Arbeiten im zulässigen Zeitraum nach Witterung und Verfügbarkeit vergangene Woche durchgeführt. Das sei auch der Grund, warum beispielsweise Anlieger nicht vorab informiert worden seien, weil sich Termine immer kurzfristig ändern könnten.

(c) Foto: Frank Bertram
Bis auf die Stubben wurden die zwei Buchen abgesägt. Foto: Frank Bertram

Bevor entschieden werde, solche Bäume zu fällen, werde ein Abwägungsprozess unter Beteiligung von Fachleuten durchgeführt, erläuterte Michalek. Ein Rückschnitt dieser Bäume wäre nur in Form eines Kopfbaumes auf circa drei bis vier Metern Höhe möglich gewesen. Die Bürgermeisterin: „Dies hätte zu folgenden Konsequenzen geführt: Neubildung ‚aufgesetzter‘ Äste mit schlechter Stammanbindung und hoher Bruchgefahr. Zudem hätten wir einen Verlust des baumtypischen Habitus und damit der prägenden Eigenschaft gehabt. Daher wurde sich für eine Fällung entschieden.“

Die Kosten für die Arbeiten (verkehrsrechtliche Genehmigung, Fällarbeiten, Abfuhr, Entsorgung und Vermarktung des Holzes und das noch folgende Stubbenfräsen) liegen bei 4.165 Euro. Das Holz kann der Auftragnehmer vermarkten.

Bei entsprechender Witterung soll es eine Ersatzbepflanzung auf der Grünfläche geben, berichtete die Bürgermeisterin.

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Die zwei Buchen sind gefällt. Auf dem Rasenplatz sollen neue Bäume gepflanzt werden. Foto: Frank Bertram
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Einer der abgesägten Baumstämme. Foto: Frank Bertram
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