Spatenstich für neues katholisches Gemeindehaus

Foto: Frank Bertram

Jetzt geht’s los: Nach langer Planungsphase hat nach dem Abriss des alten Pfarrheims nun mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Neubau eines katholischen Gemeindehauses in Einbeck begonnen. Nächsten Montag sollen die Tiefbauarbeiten starten. Nach Gebet und Segen für das Baugrundstück und alle beteiligten Handwerker sowie der Fürbitte, die Bauphase von Unfällen zu verschonen, durch Dechant Andreas Pape griffen die Beteiligten der an dem Projekt beteiligten Gremien zum Spaten. Ziel ist, den 1,5 Millionen Euro teuren Neubau zum Kirchweihfest im August 2024 einweihen zu können.

Foto: Frank Bertram
Erster Spatenstich (v.l.): Gerald Strohmeier, Bruno Morak, Paul Langer, Dechant Andreas Pape, Olga Kraus, Uwe Hilger, Gudrun Machens, Frank Kappei, Alois Kühn. Im Hintergrund das Pfarrhaus. Foto: Frank Bertram

“Heute bewegen wir mit dem ersten Spatenstich nur ein kleines Stück Erde, aber damit beginnen wir unser Jahrhundertprojekt, mit dem wir unsere Gemeinde zukunftsfähig machen und ihr eine religiöse Heimat bieten wollen”, sagte Gudrun Machens im Namen von Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand, Fundraisingteam und Neubauausschuss. “Das neue Gemeindehaus soll Zeugnis unseres Glaubens sein und unsere Zuversicht in die Zukunft unserer Gemeinde bekunden und stärken.” Das neue Gemeindehaus an der Ecke Stiftplatz/Hohe Münsterstraße solle in ökumenischer Weite ein neues Stück Einbeck für jede und jeden werden, durch ein architektonisch ansprechendes Gebäude die Attraktivität des Stadtbildes bereichern, wünschte sich Machens. Der Begriff “Gemeindehaus” statt “Pfarrheim” bringe diese Perspektive spürbar zum Ausdruck.

Nach dem Abriss des alten Pfarrheims war zunächst die östliche Fassade des Pfarrhauses – eines der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt aus dem Jahr 1655 – saniert worden. Ein neuer Holzbehang und neue Fenster und Türen sorgen dafür, dass das freistehende Haus wieder von allen Seiten ansehnlich ist. Die Kosten betrugen rund 145.000 Euro.

Das neue Gemeindehaus ist Ergebnis eines Architektenwettbewerbs, den das Architekturbüro Schilling (Köln) für sich entscheiden konnte. Die Baukosten von insgesamt rund 1,5 Millionen werden zu zwei Dritteln vom Bistum Hildesheim getragen, ein Drittel muss die Kirchengemeinde St. Josef selbst aufbringen. Sie wird hier von vielen Spendern sowie durch die Sponsoren Bonifatiuswerk Paderborn und AKB-Stiftung Einbeck unterstützt. Die Kostensteigerungen im Baugewerbe durch Pandemie, Ukraine-Krieg und Inflation haben die Gemeinde dazu gezwungen, den ursprünglichen Gebäudeplan zu überarbeiten. Das neue Gemeindehaus wird nun etwas kleiner ausfallen als 2020 geplant, die Grundfläche werde aber immer noch 50 Quadratmeter größer sein als das alte Pfarrheim, hieß es. An der Optik des Architektenwettbewerbs werde sich nichts ändern.

Parallel zu den am 19. Juni startenden Tiefbauarbeiten sollen archäologische Sondierungen des Baugrundstücks stattfinden. Geplant ist, am 4. August bei einem Gemeindefest feierlich den Grundstein zu legen. “Hoffnungsvolles Ziel”, so Gudrun Machens, ist die Einweihung des neuen Gemeindehauses im August 2024 – unter der Voraussetzung, dass es technisch und witterungsbedingt nicht zu nennenswerten Verzögerungen kommt.

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Dechant Pape (mit Stola) spendete mit Weihwasser den Segen für Grundstück und Bauarbeiten. Foto: Frank Bertram

Ein Kommentar zu „Spatenstich für neues katholisches Gemeindehaus

  1. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn alle christlichen Kirchen gemeinsam auf dem Stiftplatz ein Gemeindezentrum errichtet hätten als Zeichen: „das Christentum lebt und einig sind wir stark!“

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