Einbecker Seniorenpreis geht an „Einbecker Tafel“

Die „Einbecker Tafel“ ist mit dem Einbecker Seniorenpreis 2022 ausgezeichnet worden. Thomas Döhrel und Michael Weber nahmen den in der 14. Auflage ausgelobten Preis im Namen aller 36 Helferinnen und Helfer der Tafel aus den Händen des Seniorenrat-Vorsitzenden Jürgen Sörries und des stellvertretenden Einbecker Bürgermeisters Detlef Martin entgegen. „Die Jury hat eine gute Wahl getroffen“, sagte Martin. „Das, was bei der Tafel geleistet wird, kann man nicht hoch genug einschätzen.“ Mehr als 600 Menschen erhalten zurzeit wöchentlich Lebensmittel, die „Einbecker Tafel“ gibt es seit 2008. Auf Platz 2 wählte die Seniorenpreis-Jury Erhard Pavel als Initiator des Dorfladens Immensen. Den dritten Platz belegte Adolf Everlien aus Wenzen. Die Preisgelder (200 Euro für den ersten Preis, 150 Euro für den zweiten Preis, 100 Euro für den dritten Preis) wurden von der Bürgerstiftung Einbeck zur Verfügung gestellt, für die Vorsitzender Stefan Beumer gratulierte.

Nach längerer Pandemie-Pause konnte der 14. Einbecker Seniorenpreis wieder mit einer öffentlichen Veranstaltung verliehen werden. 2020 war der alle zwei Jahre ausgeschriebene Preis, mit dem Menschen geehrt werden, die sich ehrenamtlich für Senioren einsetzen, nur mittels individueller Hausbesuche bei den Preisträgern überreicht worden.

In diesem Jahr hatte es insgesamt acht Vorschläge gegeben. Seniorenrat-Vorsitzender Jürgen Sörries appellierte, beim nächsten Mal wieder mehr Kandidaten vorzuschlagen, das funktioniere sogar unkompliziert und online auf der Website der Stadt. Alle Nominierten hätten die Auszeichnung verdient, sagte Sörries. Dem schloss sich der stellvertretende Bürgermeister Detlef Martin an: Alle acht vorgeschlagenen Frauen und Männer seien Gewinner und Vorbilder. Und auch noch weitere wären es.

Erhard Pavel aus Immensen organisierte den Dorfladen „Alte Backstube“ im Ort, nachdem klar war, dass die Bäckerei aus Altersgründen schließen würde.

Adolf „Tannen“ Everlien aus Wenzen unterstützt seit Jahren soziale und kirchliche Projekte sowie die Vereinsarbeit. Das war der Jury der dritten Platz wert.

Sieger und Nominierte: Für den 14. Einbecker Seniorenpreis gab es acht Vorschläge, die Jury entschied sich für die „Einbecker Tafel“ als Gewinner. Foto: Frank Bertram

Vorgeschlagen worden waren außerdem:

  • Helga Eulenstein und Karin Habenicht aus Opperhausen, die den Frauenkreis Opperhausen leiten und sich immer wieder neue Veranstaltungen für weibliche Senioren einfallen lassen.
  • Rosemarie und Günter Jacob aus Greene, die sich für das Heimatmuseum engagieren und Ausstellungen wie die „Greenania“ oder das Museumscafé organisieren.
  • Wilfried Kappei aus Vardeilsen setzt sich seit Jahren in vielen Funktionen für seinen Ort ein, ist im Dorf unterwegs und bietet seine Hilfe an.
  • Heinz Meyer aus Naensen kümmert sich im Sportverein nicht nur um die Seniorenbetreuung, sondern auch um die sportlichen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen.
  • Kurt Meyerholz aus Salzderhelden engagiert sich seit Jahren für den Leinepolder, bringt mit Führungen den Menschen als Naturscout die Natur und die Tiere im Naturschutzgebiet nahe.
Foto: Frank Bertram

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