Impfangebote sollen ausgebaut werden

Symbolfoto/Archiv: Frank Bertram

Die Impfangebote im Landkreis Northeim sollen vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Corona-Lage ausgebaut werden. Die Kreisverwaltung plant unter anderem eine Impfstation in Einbeck. Der neue Gruppensprecher der CDU/FDP/Unabhängige-Gruppe im Kreistag, Christian Grascha (FDP), forderte heute einen Impfgipfel für den Landkreis Northeim, bei dem mit allen Beteiligten der notwendige Kraftakt besprochen werden soll.

Laut der Landkreis-Zahlen sind bis Ende des Jahres laut Grascha mehr als 80.000 Auffrischungsimpfungen notwendig. Diese Aufgabe könnten nur alle gemeinsam bewältigen: Ärzte, Hilfsorganisationen inklusive DRK, das das Impfzentrum erfolgreich gemanaget habe, und Freiwillige. „Wir müssen alle Kapazitäten zusammenziehen“, forderte Christian Grascha. Ziel müsse sein, mit sechs Impfteams im Kreisgebiet die Impfungen angehen zu können. Hinzu komme eine erweiterte Teststruktur, denn durch die neue 3G-Regel am Arbeitsplatz hätten besonders kleine Unternehmen Probleme, dieses selbst zu organisieren, sagte der FDP-Politiker.

Planungen laufen

In Abstimmung mit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sind die zusätzlichen vom Land bewilligten Mittel dazu verwendet worden, die beiden mobilen Impfteams personell aufzustocken, teilte heute die Northeimer Kreisverwaltung mit. Die neu geschaffenen Kapazitäten sollen dazu genutzt werden, um stationäre Impfangebote im Landkreis Northeim zu etablieren. Derzeit laufen deshalb die Planungen zur Errichtung einer Impfstation in Einbeck betrieben durch die Johanniter sowie eine Impfstation in Wolbrechtshausen, betrieben durch den ASB. Bei den aktuell ins Auge gefassten Standorten handelt es sich um die BBS Einbeck und das Dorfgemeinschaftshaus Wolbrechtshausen. „Mit diesen zusätzlichen Impfangeboten schaffen wir eine gute Basis, um die Ärztinnen und Ärzte beim Impfen zu unterstützen und so gemeinsam der vierten Welle zu begegnen“, erklärte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Mit den beiden geplanten Einrichtungen könne sowohl der Norden als auch der Süden des Kreisgebietes mit einem stationären Impfangebot abgedeckt werden „Ein großer Dank geht vor allem an die JUH und den ASB, welche durch ihr Engagement schon jetzt zahlreiche Impfwillige erreicht haben.“  

Die konkrete Detailplanung und weiteren Vorbereitungen zur Umsetzung der Impfangebote laufen laut Kreisverwaltung. Der Start der Aktion ist aktuell für Anfang Dezember geplant. Über Details zur Umsetzung und den genauen Starttermin will die Kreisverwaltung nach eigenen Angaben zeitnah informieren.

Aktuelle Zahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat heute eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 179,9 (237 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen) für den Landkreis Northeim veröffentlicht. Für die Aufnahme in den Krankenhäusern gilt heute ein Wert von 4,8, die Intensivbetten sind zu 6,9 Prozent belegt.

Aktuell sind im Landkreis Northeim 359 (Veränderung zum Vortag +3) akut infizierte Personen bekannt, die aus dem Raum Bad Gandersheim 53 (-4), Bodenfelde 1 (0), Dassel 14 (+3), Einbeck 58 (+9), Hardegsen 42 (-6), Kalefeld 12 (-1), Katlenburg-Lindau 25 (+2), Moringen 34 (0), Nörten-Hardenberg 34 (-8), Northeim 65 (+7) und Uslar 21 (+1) stammen.

Mit einer ersten Impfdosis wurden 97.139 Personen oder 73,8 Prozent geimpft. Vollständig geimpft wurden bisher 93.927 Personen oder 71,3 Prozent. Mit der Auffrischungsimpfung wurden 5.780 Personen oder 4,4 Prozent geimpft. (Stand: 11.11.2021).

Weiteren Informationen rund um das Coronavirus, die Schutzimpfung sowie Testmöglichkeiten veröffentlicht die Kreisverwaltung online unter www.landkreis-northeim.de/coronavirus

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