Einbecker Bürgerspital: Wann eine Schilddrüsen-OP in Frage kommt

Jeder dritte Deutsche ist schilddrüsenkrank, jeder Vierte hat Knoten in der Schilddrüse – so lautet das Zwischenergebnis der bislang größten deutschen Ultraschall-Reihenuntersuchung der Schilddrüse, bei der die Initiative „Papillon“ die Daten von 12.690 Personen ausgewertet hat. Menschen mit Problemen an der Schilddrüse werden häufig zunächst konservativ, also medikamentös behandelt. „Das kann lange Zeit die richtige Therapie sein, aber man muss sehr genau die Medikamenteneinstellung kontrollieren“, erläutert Dr. med. Christian Kley. Denn sei der Patient medikamentös nicht richtig eingestellt, könne es zu einer Vergrößerung der Schilddrüse kommen. Und das sei fast immer ein zwingender Grund, die Schilddrüse operativ zu entfernen.

Dr. Christian Kley, Anja Engelke und Dr. Katharina Teuteberg-Kley (v.l.). Foto: Einbecker Bürgerspital

Die Medikamenteneinnahme über lange Zeit berge zudem ein anderes Risiko, sagt Kley: „Manche Medikamente können erhebliche Nebenwirkungen haben.“ Blutgerinnungs- und Leberfunktionsstörungen gehören zum Beispiel dazu. Dennoch könne die medikamentöse Therapie für manche Patienten der richtige Weg sein.

In seiner Zeit am Göttinger Uniklinikum hat Dr. Christian Kley große Erfahrung in der Schilddrüsenchirurgie erwerben können und bereits viele Schilddrüsen operiert. Der Eingriff gilt als Routineeingriff. Dennoch gehört Dr. Kley nicht zu den Chirurgen, die immer und sofort operieren. „Ich treffe gerne mit den Patienten die Entscheidungen“, sagt der Mediziner. Wichtig sei, dass die Patienten kontinuierlich betreut seien und so engmaschig kontrolliert werden, dass sofort eine OP durchgeführt werden könne, wenn es sein müsse. „Wir haben an unserem Krankenhaus eine hervorragende Expertise und Ausstattung“, betont Kley. Die Menschen hier in der Umgebung müssten nicht extra den Weg nach Göttingen oder Hildesheim auf sich nehmen, sagt er.

„Du gehst zum Chirurgen, wenn Du medizinische Fragen hast?“, solche erstaunten Ausrufe hört Anja Engelke häufig, wenn sie erzählt, dass sie sich in vielen Fragen ihrer Gesundheit an Chefarzt Dr. Christian Kley wendet. Der Chef der chirurgischen Abteilung am Einbecker Bürgerspital betreut die Patientin seit einer schweren Erkrankung vor sechs Jahren regelmäßig. Mittlerweile geheilt, steckt ihr der Schreck über die einstige Erkrankung noch in den Knochen. Mindestens einmal im Jahr lässt sie sich regelmäßig von Ärzten untersuchen, darunter auch von dem Chirurgen, der ihr bei der Gelegenheit aber auch immer Rede und Antwort steht, wenn sie Befunde anderer Kollegen nicht versteht.

Vor Kurzem klagte Anja Engelke über Schluckbeschwerden und Druckgefühl im Hals. In einer Schilddrüsen-Szintigraphie und im neu angeschafften und hochmodernen CT des Bürgerspitals war zu sehen, was Dr. Kley befürchtet hatte: Eine Veränderung an der Schilddrüse. „Knappe Tasche“ sei das gewesen, erzählt Anja Engelke. Denn die Veränderungen des Halsorgans waren so genannte „kalte Knoten“. Und die können sich in bösartige Tumore verwandeln; außerdem mussten Metastasen ausgeschlossen werden. „Wir haben beide richtig reagiert“, bewertet die 54-Jährige. Dr. Kley und sie entschlossen sich auch vor dem Hintergrund ihrer Vorerkrankung, die Schilddrüse ganz zu entfernen. Die OP ist mittlerweile vier Wochen her, und so langsam wolle sie sich wieder an die Arbeit wagen. Damit endlich wieder das Leben im Vordergrund steht, nicht die Krankheit.

(Mit Pressemitteilung Einbecker Bürgerspital)

Ein Kommentar zu „Einbecker Bürgerspital: Wann eine Schilddrüsen-OP in Frage kommt

  1. Herr Dr.Kley ist ein hervorragender Arzt und guter Freund.Auch ich kann zu ihm kommen,wann immer ich Probleme habe. Er kennt meine ganze Krankengeschichte von vorn bis hinten. Zu Ihm hab ich vollstes Vertrauen

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