Künstliche Intelligenz in der praktischen Pflanzenzüchtung: KWS erhält Bundesförderung

Künstliche Intelligenz in der praktischen Pflanzenzüchtung: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert KIBREED der KWS mit rund 200.000 Euro. Das teilte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne heute mit. Grundlage für das Projekt ist die Ackerbaustrategie 2035 des Landwirtschaftsministeriums.

Biodiversität erhöhen, den wachsenden Herausforderungen des Klimawandels trotzen, chemischen Pflanzenschutz reduzieren und die Nutzung von Ressourcen wie Wasser weiter effizienter gestalten – das sind Grundpfeiler des Programms, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Team um Patrick Thorwarth, der für das Projekt verantwortlich zeichnet, arbeitet an der Weiterentwicklung der etablierten Züchtungstechniken. „Wir müssen in unserer heutigen Forschung bereits die klimatischen Voraussetzungen, die es in 10 bis 15 Jahren geben wird, mit berücksichtigen“, erklärte Thorwarth laut Pressemitteilung im Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne. Künstliche Intelligenz soll die Züchtung standortangepasster Sorten durch die Weiterentwicklung etablierter Züchtungstechniken ermöglichen. Der Weg dorthin wird unter Verwendung von Methoden aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz und neuer Datenquellen möglich. Für KIBREED gibt es dazu eine Zusammenarbeit der KWS mit dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung. Im Fokus steht die Forschung zu Weizen und Weizenhybriden. Zig tausende Versuchsdaten werden analysiert, eine so genannte Leistungsvorhersage getroffen und so an den Sorten für Morgen gearbeitet. Wegen der sich in den nächsten Jahren regional total unterschiedlich verändernden klimatischen Bedingungen sei das keine leichte Aufgabe, meint der Bundestagsabgeordnete in seiner Pressemitteilung.

„Beeindruckend ist die hohe Dichte an Experten und die kurzen Wege in Gewächshäuser, zu Daten-Spezialisten und die für dieses Projekt umfangreich notwendige IT, die durch den KWS-Standort in Einbeck möglich werden“, erklärte Dr. Roy Kühne. „Die KWS arbeitet direkt vor unserer Haustür so an Lösungen für Morgen, die nicht nur für uns, sondern weltweit von hoher Relevanz sind. Die Ernährung der wachsenden Bevölkerung bei immer schwierigeren klimatischen Rahmenbedingungen ist eine der größten Herausforderungen. Diese Forschung unterstützen wir als Bund gerne.“

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne (Mitte) im Gespräch mit den Verantwortlichen der KWS in Einbeck. Foto: Büro Kühne MdB

(Mit Pressemitteilung MdB Dr. Roy Kühne)

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