Jetzt geht’s barrierefrei in den „Esel“

Seit dem 7. März gibt es im Sülbecker „Esel“ keine Konzerte. Corona. Der Kulturverein in der Einbecker Ortschaft hat diese Zwangspause genutzt und eine ohnehin geplante Modernisierung ohne laufenden Konzert-Betrieb abschließen können: Nach fast fünf Monaten Bauzeit ist der „Esel“ jetzt durch eine Außen-Rampe und neue Pflasterung barrierefrei erreichbar. Innen wurde der Eingangsbereich verändert, vor allem aber sind die Sanitäranlagen auf einen zeitgemäßen Stand gebracht worden. Außerdem wurden die Künstler-Garderoben umgebaut.

Neuer Eingang mit Rampe am „Esel“ in Sülbeck. Foto: Frank Bertram

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagt Jörg Bachmann vom „Esel“ zufrieden. Rund 160.000 Euro hat der Kulturverein investiert, 75 Prozent der Kosten wurden vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur durch das Programm „Regionale Kultureinrichtungen in kleinen Gemeinden“ gefördert. Die übrigen 25 Prozent stammen von der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim, von der Stadt Einbeck, der Bürgerstiftung Einbeck, der AKB-Stiftung Einbeck sowie vom Ortsrat Sülbeck-Drüber. Außerdem haben private Sponsoren geholfen. Nicht geplante Mehrkosten haben die Eigentümer Birgit Berger und Jörg Bachmann übernommen.

Denn seit Beginn der Bauarbeiten im Mai habe es durchaus Überraschungen im Bauablauf gegeben, berichtete Jörg Bachmann jetzt bei einer Danke-Veranstaltung vor Handwerkern, Unterstützern, Sponsoren und Vereinsmitgliedern. Schiefe Wände, morsche Balken und auch unbekannte Wasserleitungen haben Flexibilität bei den Arbeiten erfordert. „Ich hoffe, Ihr behaltet die Baustelle in guter Erinnerung“, sagte Bachmann.

Ortsbürgermeister Rolf Metje machte die Bedeutung des „Esel“ deutlich: „Wir wissen alle, dass der Saal für die Dörfer Sülbeck und Drüber eine wichtige Kulturstätte ist.“ Diese müsse erhalten bleiben, zumal sie auch bei Konzerten viele Gäste aus entfernten Städten nach Sülbeck anziehe, ergänzte Albert Behrens vom Heimatverein, der regelmäßig plattdeutsche Nachmittage im „Esel“ durchführt. Metje hatte ein Kompliment für den Kulturverein dabei: Der „Esel“ sei jetzt früher barrierefrei erreichbar geworden als das Sporthaus und die Schule in Drüber; dort diskutiere man noch. Der Ortsbürgermeister dankte für das stetige Engagement.

Das erste Konzert nach langer Pause ist am 7. November um 20 Uhr geplant: Das Quintett „Der Weise Panda“ spielt im Rahmen des Jazzfestival Göttingen im „Esel“ in Sülbeck. Durch die Corona-Auflagen können nur 60 Zuschauer dabei sein. Es gibt noch wenige Karten ausschließlich online unter www.kultur-im-esel.de.

Die Aktiven des Vereins „Kultur im Esel“ im neuen Eingangsbereich. Foto: Frank Bertram
Das Ringelnatz-Trio, das sich erst in Corona-Zeiten gefunden hat: Gregor Kilian (Piano), Wolfgang Beisert (Banjo), Jochen P. Beyer (Cello). Foto: Frank Bertram
Künstler-Garderobe. Foto: Frank Bertram
Künstler-Garderobe. Foto: Frank Bertram
Jörg Bachmann begrüßt die Besucher zum Danke-Nachmittag. Foto: Frank Bertram