Wie der regionale Arbeitsmarkt reagiert

(c) Agentur für Arbeit

Im März hatte sich eine Frühjahrsbelebung auf dem regionalen Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht – bis die Corona-Pandemie ausbrach. Die Agentur für Arbeit gab heute nicht nur die aktuellsten Arbeitslosenzahlen bekannt, sondern nannte auch erste Zahlen bei der Kurzarbeit.

Im Geschäftsstellenbezirk Einbeck waren im ablaufenden Monat 1164 Menschen arbeitslos, 60 weniger als im Februar und 20 weniger als im Vorjahresmonat März. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 5,5 Prozent. Die Agentur für Arbeit hat darauf hingewiesen, dass diese Daten auf dem Stichtag 12. März basieren. „Die März-Daten werden in einigen Monaten vermutlich der Ausgangspunkt für die Bewertung sein, wie gut unsere arbeitsmarktpolitischen Instrumente und Maßnahmen funktioniert haben“, erklärte heute Klaus-Dieter Gläser, Leiter der Göttinger Agentur für Arbeit Göttingen. „Ich denke da insbesondere an die erweiterten Bezugsmöglichkeiten von Kurzarbeitergeld für Beschäftigte und Sonderregelungen in der Grundsicherung für Soloselbständige, die der Gesetzgeber geschaffen hat,“ erläuterte der Arbeitsmarktexperte in einer Pressemitteilung. Zum Stichtag ließen sich noch keine spürbaren Folgen der Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt der Region erkennen.

Die Agentur für Arbeit hat heute außerdem erste vorläufige Zahlen für die Kurzarbeit in der Corona-Krise veröffentlicht – mit der Einschränkung, dass Mehrfachmeldungen enthalten sein können und auch noch nicht alle Anzeigen erfasst seien, so hoch sei die Zahl der eintreffenden Meldungen über verschiedene Kanäle, hieß es. „Wir gehen derzeit von rund 2000 Anzeigen auf Kurzarbeit in unserem Agenturbezirk aus, die seit dem 16. März bei uns eingegangen sind“, erläutert der Chef der Göttinger Agentur für Arbeit. Einzelne Zahlen für die Geschäftsstellen nannte er nicht. „Trotz der Vorläufigkeit der Erhebung zeigt diese Zahl schon, welche Relevanz das Instrument für die Betriebe unserer Region hat. Denn im Krisenjahr 2009 gingen insgesamt 797 Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld (für 17.413 Personen) ein. Wie hoch die Zahl der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer letztlich sein wird, ist noch nicht abzusehen.“  Die konkreten Zahlen für Kurzarbeit werden erst mit der konkreten Abrechnung des Arbeitsausfalls vorliegen. Im Jahr 2009 waren laut Arbeitsagentur im Jahresdurchschnitt insgesamt 6.554 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen.

Für die kurzfristige Mehrarbeit in der Agentur für Arbeit in der Beratung der Arbeitgeber und der Antragsbearbeitung des Kurzarbeitergeldes ist das Personal massiv aufgestockt und die Beratungskapazitäten für die Betriebe ausgeweitet worden. „Wir arbeiten in allen Bereichen daran, dass die Arbeitgeber schnellstmöglich ihre Anträge stellen, die Leistungen beantragen und ihr Geld bekommen können“, versicherte Klaus-Dieter Gläser.

(Mit Presseinformationen Agentur für Arbeit Göttingen)

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