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(c) Foto: Frank Bertram

Einbecker Woche 26/2025


Was war? Was wird? Wer wird was? Wer sagt was? Die „Einbecker Woche“ bietet den Überblick – als Rückblick und Ausblick für den Durchblick. Von Frank Bertram

Was war?

Es existiert ein böser Spruch in Journalistenkreisen: "Ich lasse mir die schöne Geschichte doch nicht durch Recherche kaputt machen..." Leider gibt es immer weniger Journalisten, die recherchieren und welche die goldenen Regeln dieses Handwerks beherzigen, für jede Geschichte beide Seiten zu hören. Auch auf die "Gefahr" hin, dass die schöne Story sich dann in Luft auflöst, weil an ihr nichts dran ist. Oder jedenfalls nicht so viel, wie die schnelle Schlagzeile verspricht. Doch erst mit Recherche ist es wirklich Journalismus, der diesen Namen verdient. Alles andere ist Verlautbarung oder "Copy and paste", auch hier in der Region gibt es Portale, die alles, aber auch alles 1:1 online stellen - sogar mit Rechtschreibfehlern. Warum erzähle ich das (mal wieder) und hole so weit aus? Weil mich in dieser Woche einmal wieder eine "Aktion" des Ratsherrn Alexander Kloss (parteilos) beinahe sprachlos gemacht hat. Dass er kein Freund des Fahrstuhls am Alten Rathaus ist, ist bekannt. Nun hat er, so beschreibt er es selbst, beim Sommerempfang vor einer Woche in der Rathaushalle Risse im Mauerwerk gesehen. Und nach mehreren schlaflosen Nächten, wie er selbst schreibt, am Sonntag Abend maximal Alarm geschrien - mit dramatisch formulierter, mit Fotos von den Rissen garnierter Pressemitteilung an Bürgermeisterin, Kommunalaufsicht, Landesdenkmalbehörde, Medien, Fahrstuhl-Gegner und seine Ratskollegen. Ich habe daraufhin einfach (mal wieder) meinen Job gemacht, habe mir die Risse selbst vor Ort angesehen, habe im Rathaus nachgefragt und um eine Einschätzung und Stellungnahme zu den Fragen des Ratsherrn Kloss gebeten. Mehr dazu hier. Ergebnis: Die Sache ist offenbar nicht so dramatisch wie Kloss sie darstellt. Das hätte er auch bereits vor seiner Alarmmail wissen können als Ratsmitglied (wenn er Protokolle lesen würde). Er hätte auch einfach nur beim Sommerempfang direkt jemanden aus der Rathausspitze fragen können oder spätestens am nächsten Tag mal zum Telefonhörer greifen (oder meinetwegen auch zur Tastatur für eine Mail) und erstmal nachfragen. Wer zu oft Alarm ruft und der Alarm stellt sich immer wieder als Fehlalarm heraus, dem traut man irgendwann nicht mehr über den Weg. So weit, so schlecht. Was mich an der Sache am Meisten ärgert: Wie ein trotziges Kind akzeptiert Kloss nicht einfach, dass er daneben gelegen hat, wie es jedem mal passieren kann, sondern bläst noch am gleichen Abend in die Welt hinaus, dass er den Ausführungen aus dem Rathaus nicht traut. O-Ton Kloss zu den Infos aus der Stadtverwaltung: "Der Riss ist (natürlich...) bekannt; es war (selbstverständlich...) schon ein Statiker vor Ort, der (wie zu erwarten...) keine Gefahr für das Gebäude bescheinigte. Der angeblich 3 Millimeter breite Riss ist nicht so schlimm - das komme bei derartigen Bauarbeiten an so alten Gebäuden eben vor. Der Riss soll nach Abschluss der Arbeiten verfüllt werden. Also alles tutti...!" Wer so abschätzig und arrogant schreibt, betreibt Populismus pur. Und zwar einen, der Behörden grundsätzlich Böses unterstellt und das Vertrauen in unsere staatlichen Institutionen angreift. Viele Schritte sind es da nicht mehr, eine rote Linie zu überschreiten.
Sirenalarm, Blaulicht und Martinshörner schreckten am Mittwoch Abend viele Einbecker auf. Hintergrund war eine Großübung u.a. am neuen Elite-Speicher der KWS, es war die drei Stunden dauernde „Abschlussübung“ des scheidenden Stadtbrandmeisters Lars Lachstädter, die dieser mit insgesamt vier „Lagen“ ausgearbeitet hatte. Mehr als 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten waren im Einsatz. Unter anderem wurden ein Feuer bei KWS mit im Elite-Speicher vermissten Personen angenommen, außerdem gleichzeitig ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten, schwer verletzten Personen sowie vermissten Wanderern im nahegelegenen Waldstück und ein Waldbrand dort. Ein Video gibt es hier. Wer nicht genug von Blaulicht und Martinshorn bekommen kann, für den ist der „Blaulicht-Action-Day“ am Sonnabend, 28. Juni, auf dem Festplatz richtig. Hier informieren die Blaulichtorganisationen im Landkreis, ab 15.30 Uhr findet das Abschluss-Szenario statt: Es wird mit Knallgeräuschen und Rauchentwicklungen gerechnet - beides ist Teil der geplanten Darstellung und stellt keine Gefahr dar, informiert die Polizei vorab. Um die Sicherheit während des Szenarios zu gewährleisten, wird der simulierte Aufzug durch die Polizei begleitet. Hierdurch kann es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen in Ivenstraße und Kohnser Weg kommen.
Neues vom Ersatz-Neubau für die Goetheschule: Wie Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) im Kreistag mitteilte, soll das Ergebnis der in Auftrag gegebenen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung mit dem Vergleich der Realisierung durch eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP-Modell) und der klassischen Eigenrealisierung am 3. September in die politischen Gremien des Landkreises Northeim zur Beratung eingebracht werden. Bereits im Oktober 2023 hatte der Kreistag einstimmig den Abbruch und Neubau des Anbaus sowie die Sanierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes der Goetheschule am Standort Schützenstraße beschlossen. Nachdem das Büro VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH (Berlin) im November vergangenen Jahres den Zuschlag für die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung erhalten hatte, fand im Januar ein erster Termin zwischen Auftraggeber und dem beauftragten Büro statt, um die wesentlichen Inhalte der Untersuchung und den zeitlichen Ablauf abzustimmen. Zwischenzeitlich haben laut Landrätin zwei Workshops mit der Schule sowie der Eltern- und Schülervertretung der Goetheschule Einbeck stattgefunden, um das Raumprogramm aufzustellen und abzustimmen. Zudem wurden in einer Besprechung mit der Stadt Einbeck und den Stadtwerken Einbeck insbesondere bauordnungs- und denkmalschutzrechtliche Fragestellungen erörtert, informierte die Landrätin. Wann ein Baubeginn sein könnte, sagte sie nicht.

Was wird?

Der Fachbereich Bürgerservice der Stadtverwaltung Einbeck ist am heutigen Freitag, 27. Juni, aus innerbetrieblichen Gründen nicht erreichbar. Geschlossen sind an diesem Tag das Bürgerbüro in Einbeck, das Standesamt im Alten Rathaus, das Sachgebiet „Sicherheit und Ordnung“ und das Sachgebiet „Bildung Familie, Soziales“. Nicht betroffen von der Schließung sind das Einbecker Stadtmuseum, die Stadtbibliothek, das Haus der Jugend / Multifunktionshalle, das Bürgerbüro in Kreiensen und das Einbecker Kinder- und Familienbüro.
„Sommer-Yoga“ beim Kneipp-Gesundheits-Dienstag am 1. Juli um 17 Uhr im Haus der Sozialarbeit in den Räumen der AWO, Grimsehlstraße 10. Zum Yoga im Fluss der Jahreszeiten mit Yoga-Lehrerin und Physiotherapeutin Barbara Neuhaus-Schwind lädt der Kneipp-Verein Einbeck vor dem Abschied in die Sommerferien-Pause ein: in der traditionellen chinesischen Medizin werden dem Sommer die beiden Meridianpaare Herz/Dünndarm und Pericard/Dreifacher Erwärmer zugeordnet. Das dazugehörige Element Feuer lässt den Sommer vor Energie, Lebendigkeit und Lebensfreude strotzen. Das „Sommer-Yoga“ wird am Stuhl angeleitet und die Energie der Meridianpaare aktiviert und harmonisiert, um somit die Feuer-Energie ins Gleichgewicht zu bringen. Das Angebot dauert etwa 90 Minuten. Mitzubringen sind etwas zu trinken, dicke Socken, bequeme Kleidung und eine Isomatte. Die Angebote sind für Mitglieder des Kneipp-Vereins kostenfrei. Gäste sind willkommen, Spenden zur Unterstützung des Kneipp-Vereins sind möglich.
Konstantin Kuhle spricht in Northeim über hybride Bedrohungen: Die FDP im Landkreis Northeim lädt zu einer sicherheitspolitischen Abendveranstaltung mit dem Landesvorsitzenden der Freien Demokraten, Ex-MdB Konstantin Kuhle, am Mittwoch, 2. Juli, um 19 Uhr im Hotel Goldener Löwe in Northeim ein. Unter dem Titel „Hybride Kriegführung – Bedrohungen im 21. Jahrhundert“ spricht Kuhle über neue Gefahrenlagen durch Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und gezielte Einflussnahme auf die Demokratie. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch und zur Diskussion.

Wer sagt was? Das Zitat der Woche

„Flächendeckende Unruhe beendet.“

SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender Uwe Schwarz kurz vor der Wahl
des neuen Kreisbrandmeisters. Mehr hier im Einbecker Politikblog.

Foto der Woche

Was bedeutet Glück in einer Zeit, in der Selbstverwirklichung zwischen Likes und Leistungsdruck zur Zerreißprobe wird? Das Kooperationsprojekt „EinTanz“ der Jugendkirche „marie“ und der Multifunktionshalle ging dieser Frage in „Glückssachen“ mit choreografischer Erzählkraft auf den Grund. Was das Publikum in der „Multi“ erlebte, war weit mehr als eine Tanzshow – es war ein tiefgründiges Generationenporträt in Bewegung, bilanzieren die Veranstalter. Die Resonanz sprach für sich: Rund 600 Menschen besuchten die drei öffentlichen Aufführungen, die Schulvorstellungen lockten 900 Schülerinnen und Schüler aus der Region an – ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie stark „EinTanz“ in der Bildungslandschaft verankert ist. Mehr hier. Foto: Spieker Fotografie

Namen sind Nachrichten

Kay Weseloh.
(c) Frank Bertram
Kay Weseloh wird zum 1. Juli neuer Geschäftsführer der Einbeck Marketing GmbH. Der 46-jährige gebürtige Einbecker war bislang Eventmanager in der GmbH und übernimmt die Geschäftsführung von Ulrike Lauerwald, die übergangsweise während der Gespräche über eine Bündelung der Stadtmarketing-Aktivitäten die Leitung der GmbH neben ihrem Job im Rathaus als Stabsstellenleiterin PBR (Public and Business Relations) wahrgenommen hatte. Kay Weseloh ist seit Juli 2024 Projektmanager Events bei Einbeck Marketing. Der bisherige Zeitungsjournalist (u.a. Gandersheimer Kreisblatt) hatte hier die Nachfolge von Svea Bode angetreten. Ab dem 1. August bekommt die Einbeck Marketing GmbH mit Leonie Scheer zusätzliche personelle Verstärkung unter anderem für die vorbereitende Buchhaltung, das Content Management und die Veranstaltungsorganisation.
Beim traditionellen jährlichen Ämterwechsel im Rotary-Club Einbeck-Northeim übergab der bisherige Amtsinhaber Andreas Oppermann aus Einbeck den „Staffelstab“ an die neue Präsidentin Sylvia Gerl aus Northeim, damit steht erstmals eine Frau an der Spitze des Clubs, der aktuell 70 Mitglieder hat.
Personalveränderungen bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Einbeck: Hauptbrandmeister Tobias Krawietz aus Wenzen wurde vom Stadtrat als neuer Stadtbrandmeister für die Stadt Einbeck für die Dauer von sechs Jahren ernannt. Er löst Lars Lachstädter ab, dessen Amtszeit nach drei Wahlperioden zum 30. Juni endet. Der bisherige Stadtbrandmeister Lars Lachstädter wurde vom Stadtrat zum Ehren-Stadtbrandmeister ernannt. Seit 2007 hatte er die Stadtfeuerwehr ohne Unterbrechung geführt. „Lachstädter hat während seiner Amtszeit die Feuerwehr vorbildlich geleitet und immer auf dem neuesten Ausbildungsstand gehalten. Er setzte sich während seiner Amtszeit auch über den örtlichen Bereich hinaus immer für die Belange der Feuerwehr ein. Durch seine stetige Einsatzbereitschaft hat sich Lars Lachstädter große Verdienste im Bereich des kommunalen Brandschutzes erworben“, heißt es in dem Beschluss. Zu neuen stellvertretenden Stadtbrandmeistern ernannt hat der Einbecker Stadtrat Hauptbrandmeister Sascha Böker (Bereich Mitte), Brandmeister Thomas Rost (Bereich Nord) und Brandmeister Sascha Scharf (Bereich Ost). In den Ortsfeuerwehren wurden folgende Personalvorschläge durch den Stadtrat bestätigt und die entsprechenden Feuerwehrleute für die auer von sechs Jahren zu Ortsbrandmeistern ernannt: Torsten Kruse (Ahlshausen/Sievershausen), Henning Armgart (Einbeck), Lars Nitschke (Erzhausen), Holger Prinz (Holtensen), Holger Schikorr (Negenborn), Marc-Davis Zanettin (Stroit), Marcel Wagener (Wenzen).

+++ Blaulicht-Nachrichten +++

(c) Foto: Frank Bertram
Symbolfoto.
Was die Polizei berichtet:
Zu einem Verkehrsunfall mit einer verletzten Person kam es am Mittwoch (25. Juni) gegen 15 Uhr in Einbeck. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 42-jähriger Mann aus Einbeck mit seinem Pkw die B 3 von Alfeld kommend in Fahrtrichtung Einbeck. Im Bereich der Hansestraße wollte er die B 3 nach links verlassen. Hierbei übersah er den Pkw eines entgegen kommenden 33-jährigen Mannes aus Northeim. Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Hierbei wurde der 33-jährige Mann leicht verletzt und musste in ein umliegendes Krankenhaus gebracht werden. Der 42-jährige Mann blieb unverletzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Wann und wo wird geblitzt?

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Symbolfoto.
Wann und wo finden im Raum Einbeck Geschwindigkeitskontrollen statt?
Montag, 30. Juni: Raum Einbeck / Dassel.
Die semistationäre Messanlage Alice wird voraussichtlich nicht im Raum Einbeck eingesetzt. Mehr hier.

Aktuelle Straßensperrungen und Baustellen im Raum Einbeck

(c) Foto: Frank Bertram
Symbolfoto.
Zur Sanierung von Asphaltfahrbahnen wird die Stadt Einbeck zwischen dem 27. Juni und dem 8. Juli in mehreren Bereichen Oberflächenbehandlungen durchführen. Die Arbeiten umfassen laut Mitteilung aus dem Rathaus Straßenabschnitte am Kohnser Weg, Tiedexer Tor, in Greene die Fritz-Mackensen-Straße, Modersohn-Becker-Straße und Worpsweder Straße, in Negenborn die Wendebornstraße, in Stroit die Straße Windmühle, in Vardeilsen die Pappelfeldstraße und in Vogelbeck die Straße Am Zementwerk, Mittelstraße und Hagebuttenstraße. Nach Vorbereitung der Fahrbahnen werden diese mit bituminösen Bindemitteln besprüht und anschließend mit Splitt abgedeckt. Die Arbeiten werden überwiegend unter laufendem Verkehr voraussichtlich bis 8. Juli ausgeführt. Nach einer Einfahrzeit von etwa zehn bis 14 Tagen wird der überschüssige Splitt abgekehrt. Witterungsbedingt sind zeitliche Verschiebungen im Bauablauf nicht auszuschließen, schreibt die Stadtverwaltung und bittet um Verständnis.
Die Sertürnerstraße in Einbeck ist bis Ende September wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Die Stadtentwässerung Einbeck führt in Zusammenarbeit mit der Stadt Einbeck und den Stadtwerken Einbeck umfassende Sanierungsarbeiten durch. Eine Umleitung (über Beverstraße und Dr.-Friedrich-Uhde-Straße) ist ausgeschildert. Mehr hier.
In Opperhausen ist die Ahlshäuser Straße (K 652) für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert, diese verläuft ab der L 592 über die B 445 (Osterbruch – Kalefeld) sowie über die K 403 und K 618 (Kalefeld – Eboldshausen – Ahlshausen). Für den innerörtlichen Pkw-Verkehr in Opperhausen bleibt trotz der Sperrung eine Verbindung zur L 592 bestehen. Diese führt über die Gemeindestraße „Bössel“ und wird mit einer Ampelanlage geregelt. Mehr hier.
Der Landkreis Northeim informiert auf seiner Website hier, wo Straßen gesperrt sind.
Haben Sie eine Baustelle oder Straßensperrung gesehen? Teilen Sie mir gerne mit, wo Sie eine bemerkt haben: newsletter@frank-bertram.info

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