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(c) Foto: Frank Bertram

Einbecker Woche 33/2024


Was war? Was wird? Wer wird was? Wer sagt was? Die „Einbecker Woche“ bietet den Überblick – als Rückblick und Ausblick für den Durchblick. Von Frank Bertram

Was war?

Seit langer Zeit war im Einbecker Stadtrat in dieser Woche mal wieder eine klassische FDP-Position zu hören. Für die Freien Demokraten muss es eben immer der Markt regeln, selbst das Schwimmen. Neu-Ratsfrau Margharet Feldgiebel positionierte sich (aber nicht ihre komplette Fraktion) auf einem Standpunkt, den ich mal überspitzt so zusammenfassen würde: Lehrschwimmbecken in der Geschwister-Scholl-Schule? Für den 37 Jahre alten, maroden Hubboden hätte man längst eine Rückstellung bilden müssen, damit einen die Kosten jetzt nicht überraschen. Den absenkbaren Boden brauchen wir nicht, und falls er für medizinisch notwendige Anwendungen doch notwendig sein sollte, dann soll das bitte die Krankenkasse zahlen, aber nicht die Kommune, und ein Schwimmbad darf man nur betreiben, wenn das wirtschaftlich geht. Ende der Zusammenfassung. Bei den Vertretern der klassischen Daseinsvorsorge biss Feldgiebel damit auf Granit: Eine Kommune sei dafür da, auch mal nicht kostendeckend arbeitende Einrichtungen vorzuhalten, argumentierte die SPD/CDU-Gruppe. Und selbst Feldgiebels Fraktionschef Alexander Kloss (parteilos) folgte den FDP-Argumenten nicht, sondern stimmte für die Sanierung und den Erhalt des Lehrschwimmbeckens. Mehr im Einbecker Politikblog hier.
Wie hoch wird künftig die (bundesweit neu geordnete) Grundsteuer in Einbeck sein? Wer das aktuell meint sagen zu können, liest auch täglich im Kaffeesatz. Kämmerer Christian Rohner gab im Finanzausschuss in dieser Woche der Ratspolitik und der Öffentlichkeit einen kurzen Sachstand, wie komplex die Sachlage ist. Für die Grundsteuerreform wird ein enormer Datenbestand aktualisiert und verarbeitet, für Einbeck sprechen wir über rund 14.000 Datensätze und etwa 12.000 Steuerbescheide, das lässt sich nicht mit einer Excel-Tabelle kalkulieren und manuell abgleichen. Die Stadt Einbeck wartet gerade auf ein entsprechendes Update des Finanzprogramms Infoma, das für September/Oktober angekündigt ist. Das Problem: Ab dem 1. Januar 2025 soll die Grundsteuer nach der neuen Systematik erhoben werden, bei der es zwischen den bisherigen Grundsteuerarten A und B Verschiebungen gibt. Damit die Grundsteuer erhoben werden kann, muss rechtzeitig von der Ratspolitik ein neuer Hebesatz beschlossen werden. Damit dieser „aufkommensneutral“ ist, also keine versteckte Steuererhöhung bedeutet, müsste dieser Hebesatz valide ausgerechnet werden, dafür fehlen aber momentan noch die Daten. Hinzu kommt, dass mit jeder von der Stadt per Post verschickter Neuveranlagung rund 20.000 Euro Portokosten anfallen. Es ist also nicht nur unpraktikabel, sondern auch teuer, so lange den Hebesatz anzupassen, bis es passt. Kämmerer Christian Rohner hofft, im Oktober mehr zu der Thematik sagen zu können – rechtzeitig zu den Haushaltsberatungen für 2025.

Was wird?

Die Stadtwerke Einbeck und die Musikschule M1 veranstalten am Freitag, 23. August, ein Open-Air-Konzert im Einbecker Freibad. Ab 18 Uhr werden dort Schülerinnen und Schüler sowie Bands und Lehrende der Musikschule M1 auftreten. Mit dabei sind „Die Kapriolen“, „Portraits of time“, Veronica Stebner und verschiedene andere junge Künstler. Zum Abschluss werden die M1-Lehrerinnen und Lehrer Tatjana Kusheva, Marcus Kümmerling, Stephan Ohst und Tacki Gatsios, auch bekannt als „Chair-o-plane“, auftreten. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Ab 17 Uhr müssen auch Freibadbesucher an dem Tag keinen Eintritt mehr bezahlen. Der Badebetrieb läuft parallel zum Konzert weiter. Das Freibad-Team wird mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten, Stehtischen und einer gemütlichen Beleuchtung für eine angenehme Atmosphäre sorgen, heißt es in einer Ankündigung. Das Bistro „Mampf“, übernimmt die Bewirtung.
Frauen, die in öffentlichen Ämtern und Funktionen aktiv sind, haben oft mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Um sie dabei zu unterstützen, organisiert der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Northeim einen Workshop, der am Sonnabend, 4. September, von 9 bis 17.30 Uhr im Einbecker Neuen Rathaus stattfindet. Das Angebot unter dem Motto „Mit Strategie und Authentizität“ richtet sich an Frauen, die bereits im Fokus der Öffentlichkeit stehen, wie zum Beispiel Kommunalpolitikerinnen, Dorfmoderatorinnen und Projektverantwortliche. Unter der Leitung von Lorenz Wohanka vermittelt der Workshop den Teilnehmerinnen praxisnahe Strategien, um Hindernissen wie mangelnder Kooperationsbereitschaft und direkter Konfrontation erfolgreich und souverän zu begegnen. Interessierte können sich unter 05551/708-319 oder per E-Mail an gleichstellungsstelle@landkreis-northeim.de anmelden.
Das Stadtmuseum zeigt aktuell als Sommerpräsentation die Ausstellung „Faszination Fahrradtour: Von großen Abenteuern und kleinen Alltagsfluchten“ zum Thema Radreisen. Die Ausstellung ist ein Beitrag des Stadtmuseums zum Jahr der Mobilität 2024. Vorgestellt werden sechs Touren-Radlerinnen und Touren-Radler mit ihren Fahrrädern und Geschichten. Dabei geht es sowohl um weite als auch kürzere Ausflüge mit dem Rad in die nähere Umgebung. Besucher der Ausstellung haben die Gelegenheit, ihre eigenen Touren auf einer Welt- und Europakarte zu markieren und ihre schönsten Touren mit den anderen Gästen zu teilen. Im Rahmen der Ausstellungslaufzeit bis zum 20. Oktober wird es an besonderen Terminen die Gelegenheit geben, die Radler persönlich kennenzulernen und mit ihnen Fahrraderlebnisse auszutauschen.
Am 24. August (Sonnabend) findet von 13 bis 18 Uhr das diesjährige Museumsfest „Rollende Räder - Rund um Mobilität“ im Stadtmuseum statt. Es gibt Kurzführungen für Geschichtsinteressierte, viele Bastel- und Kreativaktion sowie einen Verkehrsparcours für Kinder. Im Rahmen des Museumsfestes werden auch die Gewinner des Malwettbewerbs für Kinder vorgestellt, deren Bilder im Museum zu sehen sein werden. Im Jahr der Mobilität präsentiert das Stadtmuseum im Foyer und Treppenaufgang besondere Objekte zur Mobilitätsgeschichte, darunter mit Unterstützung des Einbecker Geschichtsvereins instandgesetzte Fahrräder der Heidemann-Werke Einbeck (HWE).
Wenn der Deutsche Evangelische Kirchentag am 30. April 2025 in Hannover mit dem „Abend der Begegnung" eröffnet wird, wollen auch Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kirchenkreis Leine-Solling als Gastgeber dabei sein. Bei einem ersten Planungstreffen in Stöckheim u.a. mit Pastorin Annegret Kröger (Salzderhelden) wurden erste Ideen ausgetauscht. Dazu gehören Angebote aus der Diakonie, „Selfies mit Verkleidungen“, ein Stand zum Thema „Fest der Demokratie“, außerdem Einbecker Blaudruck und „Segen to go“. Auch die Landfrauen wurden angefragt. Unter dem Titel „Wir gründen ein Kirchentags-Dorf" könnte es zum Beispiel auch regionale Themen wie um regionale Braukunst in Einbeck („Luther-Bier"), Salz (wie in „Salzderhelden") sowie um die Köhlertradition (wie im Solling) gehen. Weitere Angebote kommen aus der Evangelischen Jugend und der Kirchenmusik. Die Stände sollen möglichst als „gemeinsames Kirchentags-Dorf“ beieinanderstehen.

Wer sagt was? Das Zitat der Woche

„Die Kostenschätzungen werden laufend überprüft. Von einer Kostenreduzierung gehen wir aber nicht aus.“

Smart-City-Managerin Rebecca Spaunhorst auf meine Frage, ob
die Sanierung der „Denkmal!“-Häuser in der Knochenhauerstraße
im Kostenrahmen von 1,7 Millionen Euro bleiben wird.

Namen sind Nachrichten

(c) Foto: Frank Bertram
Johannes-Peter Herberhold.
(c) Frank Bertram
Benjamin Dippel.
(c) Leine-Solling
„Unfassbar!“ kommentierte Literturherbst-Geschäftsführer Johannes-Peter Herberhold den Blitzstart des Göttinger Festivals. „Ich hätte nicht gedacht, dass das letzte Jahr sich nochmal toppen lässt.“ Nach vier Tagen waren bereits mehr als 5500 Tickets weg. Das sei nochmal eine Steigerung von rund 25 Prozent gegenüber dem bereits sehr erfolgreichen Vorverkaufsstart im Vorjahr, berichtete Herberhold. Er freut sich besonders darüber, dass sich schon in den ersten Tagen ein themenübergreifender Run auf die Tickets abzeichnet. Die Lesungen mit Campino und Hape Kerkeling sind bereits komplett ausverkauft. Der Abend mit Jörg Hartmann („Tatort“) musste jetzt schon in die Sheddachhalle verlegt werden, um dem großen Andrang gerecht zu werden. Auch die fünf Einbecker Veranstaltungen sind bereits gut nachgefragt. Wer dabei sein möchte, sollte sich in jedem Falle ranhalten. Tickets und Infos unter www.literaturherbst.com
Benjamin Dippel (44) wird Landeskirchenmusikdirektor der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Dippel ist zurzeit Kirchenkreiskantor im Kirchenkreis Leine-Solling sowie Kantor und Organist an der St. Sixti-Gemeinde Northeim. Er folgt auf Hans-Joachim Rolf, der in den Ruhestand verabschiedet wird. Der Landeskirchenmusikdirektor vertritt die Kirchenmusik innerhalb der Kirche und in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Er ist zuständig für die konzeptionelle Fortentwicklung und verantwortliche Begleitung landeskirchlicher Prozesse und hat die oberste Fachaufsicht inne. Dienstsitz ist das Michaeliskloster Hildesheim.
„Sie berichten gerade aus einer vertraulichen Sitzung.“ Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek fiel Ratsherr Hilmar Kahle (FDP) ins Wort, um ihn quasi vor sich selbst zu schützen. Denn der Landwirt aus Vardeilsen hatte in öffentlicher Ratssitzung gerade damit begonnen, einige Zahlen zu einem mutmaßlichen Neubau des Betriebshofs der Ilmebahn GmbH zu nennen. Diese sind bislang noch nicht öffentlich. Ratsmitglieder haben eine Verschwiegenheitserklärung abgegeben.

+++ Blaulicht-Nachrichten +++

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Symbolfoto.
Was die Polizei berichtet:
Eine 24 Jahre alte Autofahrerin aus Alfeld erstattete eine Anzeige bei der Polizei in Einbeck wegen Straßenverkehrsgefährdung. Vergangenen Montag (12. August) befuhr sie gegen 20.25 Uhr die B 3 / Talbrücke Salzderhelden in Richtung Einbeck. Hierbei ist sie ihren Angaben zufolge von einem grauen Opel Insignia überholt worden, obwohl Fahrzeuge entgegen gekommen sind. Die junge Frau musste ihr Auto stark abbremsen und an den rechten Fahrbahnrand lenken, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Nur mit Mühe konnte sie einen Zusammenstoß mit der Leitplanke vermeiden. Sie war dann in der Lage, dem anderen Fahrzeug zu folgen und beobachtete, dass noch andere Autos überholt wurden und konnte schließlich in der Hansestraße mit dem Fahrer sprechen. Das Polizeikommissariat Einbeck sucht Zeugen, die zu den Überholmanövern des Opel-Fahrers Hinweise geben können: 05561 31310.

Wann und wo wird geblitzt?

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Symbolfoto.
Wann und wo finden im Raum Einbeck Geschwindigkeitskontrollen statt?
Freitag, 23. August: Raum Dassel / Einbeck.
Die semistationäre Messanlage Alice wird voraussichtlich von Freitag (23. August) bis Donnerstag (29. August) im Raum Einbeck eingesetzt. Mehr hier.

Aktuelle Straßensperrungen und Baustellen im Raum Einbeck

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Symbolfoto.
Der Landkreis Northeim informiert auf seiner Website hier, wo Straßen gesperrt sind.
Haben Sie eine Baustelle oder Straßensperrung gesehen? Teilen Sie mir gerne mit, wo Sie eine bemerkt haben: newsletter@frank-bertram.info

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