Wenn der Altkleider-Container mal wieder überfüllt ist

Im gesamten Stadtgebiet von Einbeck gibt es nur noch drei Container für Altkleider, seit der jüngsten Änderung der Getrenntsammelpflicht 2025 haben sich private Entsorger an anderen Standorten zurückgezogen, was die Situation an den bestehenden Standorten verschärft hat. Zum Beispiel in Drüber, wo ein Container für Altkleider und Schuhe direkt neben der Einfahrt zum Schulhof steht. Immer öfter biete sich dort eine nicht akzeptable Situation, weil neben den vollen Container weitere Altkleidersäcke gestellt werden, bemängeln Anwohner und auch Ortsbürgermeister Andreas Mann.

(c) Foto: Frank Bertram
Einer von drei Altkleider-Containern im Stadtgebiet Einbeck ist der in Drüber. Foto: Frank Bertram

Bereits jetzt werde der Container wegen der in den vergangenen Monaten gestiegenen Mengen einmal wöchentlich geleert, erklärte eine Landkreis-Sprecherin auf Anfrage. „Bei Bedarf erfolgen zusätzlich außerplanmäßige Leerungen.“ Angesichts der aktuell hohen Sammelmengen sei eine weitere generelle Verkürzung der Abstände zwischen den Leerungen personell und logistisch nicht umsetzbar. Der Altkleidercontainer gehört der Texaid Collection GmbH (Apolda). Das Unternehmen hat nach einer öffentlichen Ausschreibung für drei Jahre den Auftrag des Landkreises Northeim erhalten, die Altkleider und Schuhe zu sammeln und zu verwerten. Vertraglich vereinbart ist eine Leerung mindestens alle 14 Tage. „Konkrete Beschwerden über das beauftragte Unternehmen liegen nicht vor“, erklärte die Sprecherin der Kreisverwaltung. Bürgerinnen und Bürger würden jedoch Hinweise geben, wenn Container voll sind. Diese würden dann an Texaid weiter gegeben. Zur Situation am Standort in Drüber stehe der Landkreis zudem regelmäßig mit dem Ortsbürgermeister im Austausch. Derzeit werde geprüft, ob dort ein weiterer Altkleidercontainer aufgestellt werden könne.

Aus abfallwirtschaftlicher und rechtlicher Sicht führe die unmittelbare Nähe zum Schulhof grundsätzlich zu keiner anderen Bewertung als bei anderen öffentlich zugänglichen Containerstandorten, erklärte der Landkreis Northeim auf eine entsprechende Frage. Unabhängig davon würden unzulässig abgestellte Säcke und andere Abfälle bei den Leerungen vollständig mit eingesammelt und entsorgt, ergänzte eine Sprecherin der Kreisverwaltung.

In der Kernstadt Einbeck sowie in Dassel wurden Altkleider bislang auch von privaten und gemeinnützigen Anbietern gesammelt, beispielsweise über Container auf Supermarktparkplätzen sowie durch Angebote von Caritas und DRK. Infolge der schwierigen Marktsituation bei der Verwertung von Alttextilien haben verschiedene Anbieter ihre Sammlungen nach und nach eingestellt, berichtet der Landkreis Northeim. Im Stadtgebiet Einbeck gibt es daher derzeit noch die von der Kreisabfallwirtschaft betreuten Containerstandorte in Greene, Edemissen und Drüber. Zu möglichen zusätzlichen Containerstandorten steht der Landkreis nach eigenen Angaben bereits mit der Stadt Einbeck im Austausch. Die Stadt sei gebeten worden, hierfür geeignete Standorte in der Kernstadt zu benennen.

Hat die ausdrückliche Nennung der drei Standorte zu einem Run auf diese verbliebenen Standorte geführt? Die bestehenden Standorte der Altkleidercontainer werden bereits seit mehreren Jahren auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht, damit Bürgerinnen und Bürger wissen, wo sie ihre Altkleider ordnungsgemäß abgeben können, antwortet der Landkreis. Die Nennung sei damit bereits vor der seit 2025 bestehenden Pflicht zur getrennten Sammlung von Alttextilien erfolgt. „Ob und inwieweit die Veröffentlichung zu einer verstärkten Nutzung beiträgt, lässt sich nicht beurteilen“, erklärte die Landkreis-Sprecherin.

Die Container, wie dieser in Drüber am Eingang zum Schulhof, sind häufig überfüllt. Foto: Andreas Mann

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