Update | Hainberg in Kreiensen ohne Wasser: Was darüber bekannt ist und was nicht

(c) Foto: Frank Bertram

(Aktualisiert: 29.05.2026, 09:12 Uhr)

Das Wohngebiet am Hainberg in Kreiensen ist seit der Nacht wieder mit Frischwasser versorgt. Insgesamt waren etwa 80 Haushalte betroffen. Wie die Stadtwerke Einbeck am Freitag früh auf Nachfrage berichten, sei die Wasserversorgung gestern Abend gegen 21 Uhr wieder langsam hochgefahren worden. Da viel Luft in den Leitungen war, habe dies mit großer Sorgfalt passieren müssen, was mehrere Stunden in Anspruch nahm. Gegen 0 Uhr seien alle Betroffenen wieder versorgt gewesen. Da es nicht nur einen Schaden an der Leitung gab, sondern einen weiteren, haben sich die Stadtwerke entschlossen, die B64 neu zu unterqueren und die Versorgung damit auch künftig sicher zu stellen, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Cranen.

(Aktualisiert: 28.05.2026, 20:32 Uhr)

Nach einem Wasserrohrbruch ist das Wohngebiet am Hainberg im Einbecker Ortsteil Kreiensen ohne Wasserversorgung. Wie die Stadtwerke Einbeck auf ihrer Website mitteilen, ist die Wasserversorgung in folgenden Straßen in Kreiensen unterbrochen: Mühlenweg, Fichtenweg,  Zum Mühlenberg, Tulpenweg, Hainbergstraße, Nelkenweg, Rosenweg, Hainbergshöhe, Hainbergring, Karl-Burgsmüller-Straße, Rathenaustraße, Parkstraße, Arnsdorfer Straße. Über Ursache und Dauer des Schadens gab es zunächst keine Informationen. „Die Arbeiten an der Schadstelle werden fortgesetzt, bei geplanter Abarbeitung aber noch den heutigen Tag andauern“, hieß es am Donnerstag auf der Website. Eine Presseinformation aus dem Hause Stadtwerke gab es zunächst nicht. Am Nachmittag waren Bauarbeiten an der B64 zu beobachten, bei denen eine Leitung unter der Straße gebohrt werden sollte; nähere Einzelheiten sind dazu bis dato nicht bekannt.

An der Kreuzung Hainbergstraße / Rathenaustraße wurde eine Wasserausgabestelle eingerichtet. Zwei weitere Wasserausgabestellen (jeweils 1000-Liter-Tanks) sind im Hainbergring und am Ende der Hainbergstraße am Spielplatz eingerichtet. Für das bereitgestellte Wasser gilt eine Abkochempfehlung.

Wie die Stadt und die Stadtwerke Einbeck in einer gemeinsamen Antwort auf meine heutige Anfrage mitteilen, sei Schaden am Dienstag (26. Mai) gegen 2 Uhr festgestellt worden. Mitarbeitende der Stadtwerke hätten sofort mit der Schadensbehebung begonnen und seien hierfür in zwei Schichten im Einsatz, um die Wasserversorgung zu sichern und schnellstmöglich wieder herzustellen, teilte Bürgermeisterin-Stellvertreter Dr. Florian Schröder für die Stadt und die Stadtwerke mit. „Die Reparaturarbeiten gestalteten sich aufgrund der großen Verlegetiefe der Leitung sowie der Schadenssituation sehr aufwändig.“ Das defekte Rohr habe am Mittwoch repariert werden können. „Leider kam es bei der Befüllung der reparierten Leitung zu einem neuen Rohrbruch derselben Leitung, nur wenige Meter weiter“, erklärte Schröder. „Auch diese Schadensstelle musste zur Reparatur freigelegt werden. Bei einer Verlegetiefe von mehr als vier Metern und einer massiven Betonoberfläche in der Nähe zur B 64 war auch dies herausfordernd.“ Mittlerweile sei die Schadstelle gefunden worden, sodass die eigentlichen Reparaturarbeiten laufen. Wann sie abgeschlossen sein sollen, nannte Dr. Schröder nicht.

Bei der Kommunikation des Schadens räumen Stadt und Stadtwerke inzwischen Versäumnisse ein. „Die vor Ort entstandenen Unannehmlichkeiten bedauern wir sehr“, erklärte Dr. Schröder. Lediglich auf der Website der Stadtwerke ist seit dem 26. Mai vormittags eine Meldung zu finden. Im Nachgang werde es Gespräche zwischen Stadtwerken und Stadt geben, wie die Kommunikation in alle Richtungen (Presse, Social Media-Kanäle, Betroffene vor Ort, Ortsbürgermeister/innen bzw. -vorsteher/innen, andere Behörden inkl. örtlicher und Kreis-Feuerwehr etc.) künftig verbessert werden könne. Die Stadtwerke waren nach eigenen Angaben davon ausgegangen, dass mit einer Meldung über die WarnApp BIWAPP am Dienstag Mittag (die laufend aktualisiert werde) automatisch auch die genannten Einrichtungen informiert würden. Das war jedoch nicht so. Mittlerweile habe der städtische Ordnungsdienst mit allen betagten Bewohnerinnen und Bewohnern der betroffenen Straßen, die über 80 Jahre alt sind, persönlich Kontakt aufgenommen und die Versorgungssituation geklärt. Vereinzelt notwendige Wasserkanister seien von den Stadtwerken zur Verfügung gestellt worden, so dass die von den Stadtwerken bereits seit Dienstag eingerichteten Versorgungsstellen problemlos genutzt werden könnten, heißt es aus dem Rathaus.

Unterdessen kündigte die CDU-Ratsfraktion ein politisches Nachspiel für den Wasserrohrbruch an. Die Christdemokraten bemängeln vor allem die seit Tagen fehlende oder mangelhafte Informationspolitik von Stadtwerken und Stadt Einbeck. „Dass Wasserrohrbrüche oder Stromausfälle passieren, ist die eine Sache. Wenn sich in der Situation aber niemand in der Verantwortung sieht, mit den betroffenen Bürgern oder auch den Multiplikatoren vor Ort zu kommunizieren, dann ist das inakzeptabel“, kritisierte CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Ebrecht. Man habe Stadtwerke und Stadtverwaltung aufgefordert, den Betroffenen besser zu helfen und werde die Situation zum Anlass nehmen, um die Thematik in der nächsten Ratssitzung am 10. Juni aufzuarbeiten, um für zukünftige Risikolagen besser gewappnet zu sein.

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Unter der B64 am Ortsausgang Kreiensen in Richtung Bad Gandersheim soll eine Leitung gebohrt werden. Foto: Frank Bertram