Tonnenschwerer MRT-Magnet für neue Radiologie-Praxis in Einbeck angeliefert

(c) Foto: Frank Bertram

Sechs Tonnen schwer ist allein die Magnet-Spule, die über sechs Stunden und mit Augenmaß durch den Eingangsbereich Zentimeter für Zentimeter in denjenigen Raum geschoben und millimetergenau bugsiert wurde, in dem es bald im Einsatz sein wird. In den nächsten Wochen bauen die Techniker der Forchheimer Spezialfirma GMED Healthcare Solutions die angelieferten verschiedenen Einzelteile zu einem Magnetresonanztomographen (MRT) zusammen, der Fußboden ist extra schallgedämmt worden, die Wände speziell abgeschirmt. Ab Mitte Mai kann der Northeimer Radiologe Dr. Wolf-Henning Dörner dann seine neue Praxis in Einbeck eröffnen.

(c) Foto: Frank Bertram
Wurden sich schnell einig: Vermieter Karl-Heinz Rehkopf (l.) und Radiologe Dr. Wolf-Hennig Dörner. Foto: Frank Bertram

Am Hullerser Tor unweit der BBS hat Wolf-Henning Dörner die 500 Quadratmeter großen Räume der einstigen Lernwerkstatt des PS-Speicher gemietet, die jetzt in anderen Gebäuden untergebracht ist. Kaum zwei Wochen brauchte er, um mit Vermieter Karl-Heinz Rehkopf einig zu werden, erzählte der Radiologe begeistert. Die Überlegung, in Einbeck ein MRT-Gerät zu installieren, hat der Northeimer Radiologe schon länger, ursprünglich wollte er dieses am Einbecker Bürgerspital aufbauen, wo er bereits die Radiologie besorgt. Vor fast zwei Jahren hat er das rund 500.000 Euro teure, volldigitale MRT mit einer Magnetfeldstärke von 1,5 Tesla auch bereits gekauft, doch die Gespräche zogen sich hin.

Jetzt findet die Praxis Dörner am Hullerser Tor optimale Voraussetzungen – und hat sogar noch Räume für eine spätere Erweiterung: ein Computertomograph (CT) und ein Röntgengerät würden noch passen, berichtet Dörner. Vor der Tür hat der Vermieter extra einen neuen Trafo mit 630 kVA Leistung gebaut, allein 200 kVA davon benötigt die Praxis. Aufs Dach wird noch eine Photovoltaik-Anlage installiert, die wenigstens einen Teil des benötigten Stroms einspeisen kann. Den größten Teil des Stroms benötigt ein MRT übrigens, um mit 270 Grad kaltem Helium den Magneten zu kühlen, erzählt Dörner.

Ab dem 10. Mai sollen erste Patienten zur Einarbeitungsphase im MRT untersucht werden können, eine Woche später sollen nach aktuellen Planungen erste Termine vergeben werden. Dr. Wolf-Henning Dörner mit seinem Team ist für die Radiologie an den Krankenhäusern Northeim, Einbeck und Eichsfeld (Heiligenstadt) zuständig, hat außerdem noch eine Radiologie-Praxis in Northeim.

(c) Foto: Frank Bertram
Die Magnetspule des MRT schwebte vom Lkw, anschließend wurde das Gerät Zentimeter für Zentimeter in den vorbereiteten Raum geschoben, sechs Stunden dauerte das Procedere. Foto: Frank Bertram
(c) Foto: Frank Bertram
Die Tonnen schwere Magnetspule des MRT wurde ins Gebäude geschoben, erst dann konnten die Tischler die Eingangstür wieder einsetzen. Foto: Frank Bertram
(c) Foto: Frank Bertram
Dr. Wolf-Henning Dörner beobachtete die Arbeiten.
(c) Foto: Frank Bertram
Die sechs Tonnen schwere Magnetspule des MRT wurde über Stunden Zentimeter für Zentimeter in den vorbereiteten Raum geschoben. Foto: Frank Bertram