Vom Gitarren-Quartett über irischen Gesang bis zu Pianisten aus der Schweiz, Schweden und der Ukraine reicht die Konzert-Palette, die Vorsitzender Jörg Bachmann mit den Vorstandsmitgliedern Birgit Berger und Armin Klinke jetzt für den Verein „Kultur im Esel“ vorgestellt hat: Sieben Veranstaltungen stehen bis Juni auf dem Programm, dazu kommt ein Doppelkonzert open air im Innenhof am 15. August, für das ebenso bereits der Vorverkauf begonnen hat.
Hinzu kommt der traditionsreiche Plattdeutsche Nachmittag am 9. März um 14.30 Uhr im „Esel“ sowie eine (bereits ausgebuchte) Bildungsfahrt nach Auschwitz im April mit Neuntklässlern der Rainald-von-Dassel-Schule sowie weiteren Teilnehmern. Der Verein freut sich außerdem über die inzwischen zum sechsten Mal verliehene Applaus-Auszeichnung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien in der Kategorie „Beste kleine Spielstätten und Konzertreihen“ und setzt das Preisgeld u.a. für höhere Gagen bei den Künstlern ein.
Um einige internationale Künstler bemüht sich „Kultur im Esel“ seit Jahren, bis ein Termin gefunden ist. Andere Musiker kommen zum wiederholten Mal gerne in den Saal der ehemaligen Sülbecker Dorfgaststätte. Und dann gibt’s da Georg Ringsgwandl. Der bayerische Liedermacher und Kabarettist hat sich zu seinem mittlerweile achten Auftritt quasi selbst eingeladen, er spielt nur noch wenige Konzerte. Charmant hat der 76-Jährige vor Jahren mal Sülbeck als „das Vorkaff vom Kaff“ bezeichnet. Wobei Einbeck dabei als Kaff verstanden werden soll; die Bürgermeisterin ist trotzdem Fan, war schon 2001 beim ersten Konzert des Bayern in Sülbeck dabei. Sie wie auch alle anderen sollten schnell sein, gut der halbe Saal für Ringsgwandl am 7. Februar ist bereits verkauft.
Genau: Schawumm!
…so tut es, wenn der Paketbote die Seitentür seines Transporters zuschiebt und zwar schnell, der Zeittakt ist eng.
Schawumm. Davon gibt es ein Soundsample in einem Song über den Arbeitstag eines Paketausfahrers. Ein anderes Stück ist mehr eine Art Rave, in dem drei Milliarden Klimaschützer die Energiewende schaffen. Auch eine Sensation: Schorschi Ringsgwandl kommt dieses Mal Klimaneutral nach Einbeck in den Esel. Zwei vegane Musiker/Innen ziehen das Bühnengenie in einer dreirädrigen Kutsche. Ist genügend Wind werden die Segel gesetzt und die Band gleitet abgasfrei durch die Landschaft.Ob das neue Programm große Kunst ist oder die Leute nur deswegen zuhören, weil es draußen um diese Jahreszeit noch ungemütlicher ist, darüber werden die Besucher zu befinden haben. Sie sind (weltweit!) die ersten Zeugen dieser Show. Wie auch immer, die Klugen, Pfiffigen mit Geschmack und achtersinnigem Humor gesegneten, halten sich den Abend des 7. Februar frei für das neue Bühnenprogramm
von: Georg Ringsgwandl: Gesang, Ausdruckstanz, Gitarre, Zither, Dudlkeyboard
Georg Ringsgwandl
Daniel Stelter: Gitarre, Mandoline
Christian Diener: E-Bass, Moog

Schon am 18. Januar startet die Programmreihe des „Esel“ in dieses Halbjahr: Unverkrampft und mit Schönheit und Tradition geht der Schweizer Pianist Christoph Stiefel mit seinem Quintett „Full Tree“ zu Werke – alles ist möglich von minimal bis orchestral, mit einigen der besten Musiker der europäischen Jazzszene.
Odessa trifft Berlin am 14. Februar: Das Duoprojekt des Berliner Multiinstrumentalisten Sebastian Studnitzky und des in der Ukraine lebenden Pianisten Andrii Pokaz entstand mitten in herausfordernden Zeiten. Beide verbindet das virtuose und unprätentiöse Spiel auf ihren Instrumenten und die neugierige Erkundung verschiedener Stile wie Jazz, Klassik und Electronica.


Ihre Zusammenarbeit entstand am Rande eines Festivals vor mehr als zwölf Jahren, und weil alle vier gut beschäftigt sind, entstand jetzt erst zehn Jahre nach dem Debüt eine neue Produktion: „Fortune“ des European Guitar Quartet ist akustischer Vielklang auf 24 Saiten: Thomas Fellow und Reentko Dirks (aus Bad Gandersheim) spielen am 14. März mit Pavel Steidl (Tschechien) und Zoran Dukić (Kroatien) von Klassik bis Jazz und Crossover.
Das Trio um die Jazz-Pianistin und Komponistin Clara Haberkamp kommt am 4. April in den „Esel“. Die junge Künstlerin hat mit Oliver Potratz einen vielseitigen deutschen Bassisten und mit Jarle Vespestad einen gefragten Schlagzeuger als Skandinavien an ihrer Seite.
Der schwedische Pianist Petter Bergander hat am 10. Mai den Ehrgeiz, mit seinem Trio Hörer unterschiedlichster Musikgenres zu erreichen. Sie spielen Jazz, bei dem Tradition und Moderne aufeinandertreffen; 2019 war das Trio schon einmal in Sülbeck zu Gast.
Mit einem Open-Air-Konzert im Garten hinter dem „Esel“ endet das erste Veranstaltungshalbjahr am 7. Juni: Auf vielfachen Wunsch gastiert das irische Duo Kieran Goss und Annie Kinsella erneut in Sülbeck. Ihre Musik steht für gefühlvolle Sounds und harmonische Songs. Im Innenhof unter freiem Himmel findet auch am 15. August das Doppelkonzert mit dem Caro-Trischler-Trio, das gesangsgeprägte brasilianische Musik präsentiert, sowie dem ebenso stimmlich überzeugenden Trio Elisa statt, das vor sechs Jahren auf einer Rumänientour zusammenfand und lyrische Cellolinien auf Beatboxsounds treffen lässt.
Weitere Informationen zu den Konzerten und Karten im Vorverkauf unter www.kultur-im-esel.de

