Massiver Polizeieinsatz in Einbeck: Mann (42) bedroht seine Nachbarn mit Waffe

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Weil ein 42-jähriger Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Einbeck am Dienstag Nachmittag seine Nachbarn nach verbalen Streitigkeiten im Hausflur mit einer Schusswaffe bedroht hat, gab es am Abend einen massiven Polizeieinsatz im Bereich des Wohngebiets am Zentralfriedhof. Wie die Polizei heute berichtete, wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Der 42-Jährige wurde noch am Abend nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft aus dem Polizeigewahrsam wieder entlassen. Eine Beeinflussung durch berauschende Mittel hat sich bei dem Mann nicht bestätigt. Während des Einsatzes habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, hatte die Polizei am Abend erklärt.

(Aktualisiert 28.08.2024, 13:49 Uhr)

Der Mann war nach der Drohung gegen seine Nachbarn gegen 17.30 Uhr wieder in seine Wohnung gegangen. Weil sich laut Polizei bei ersten Befragungen der Verdacht bestätigte, dass der 42-Jährige eine Schusswaffe besitzt und zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich dabei um eine scharfe Schusswaffe handelte, wurde der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt. Eine Kommunikation mit der Verhandlungsgruppe der Polizeidirektion Göttingen wurde von dem 42-jährigen Mann verweigert. Daraufhin wurde eine Spezialeinheit der Polizei Niedersachsen angefordert.

Wie die Beamten heute berichten, ist der 42-jährige Einbecker um 20.15 Uhr unbewaffnet aus seiner Wohnung in den Hausflur getreten. Durch Kräfte der Polizei Göttingen konnte er widerstandslos in Gewahrsam genommen werden. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung fanden die Polizeibeamten nach eigenen Angaben zwei Schreckschusswaffen sowie diversen Hieb- und Stoßwaffen. Aktuell finden dazu waffenrechtliche Prüfungen statt.

Trotz wiederholter Aufforderung durch die Polizei, sich aus dem Sperrbereich zu entfernen, zeigten sich einige Menschen uneinsichtig und leisteten der polizeilichen Weisung wenig bis gar nicht Folge, teilte die Polizei heute mit. Am Abend hatte die Polizei dazu aufgerufen, keine Fotos oder Videos von dem Einsatz zu posten, weil das den Einsatz gefährden könnte.

Die Ermittlungen dauern an.

Facebook-Post der Polizei Northeim.
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Symbolfoto Polizeifahrzeuge. (c) AdobeStock / Ralph Hoppe – http://www.FooTToo.de