Der Bundesstaat Rio Grande do Sul in Brasilien ist nach heftigen Regenfällen seit Wochen überschwemmt, die Menschen dort werden von einem Hochwasser heimgesucht wie sie es seit mehr als 80 Jahren nicht kennen. Die brasilianische Community im Ausland versucht, die Landsleute in Rio Grande do Sul zu unterstützen. In Einbeck rufen die Brasilianerinnen Eunice Schenitzki, Jane Delgado und Soenia Palomba zur Hilfe für die von der Flutkatastrophe heimgesuchten Menschen und zu Spenden auf. „Aus der Ferne können wir nicht selbst mit anpacken, wohl aber durch Geldspenden helfen“, sagen sie. „Wir wollen gerne helfen und zeigen, dass wir zwar weit weg leben, aber sie nicht vergessen haben.“
Der Bundesstaat Rio Grande do Sul ist mit 282.000 Quadratkilometern größer als Neuseeland, liegt im Süden Brasiliens zwischen Argentinien, Uruguay und dem Atlantik. Dort beginnt jetzt im Juni/Juli die kalte Jahreszeit, teilweise mit Temperaturen unter 0 Grad. Im Süden Brasiliens leben die meisten europäischen Einwanderer, weil dort das Klima angenehmer ist. Eigentlich würde in diesem Jahr 200 Jahre deutsche Einwanderung nach Brasilien gefeiert, denn 1824 verließen Menschen aus der Westpfalz und dem Hunsrück ihre Heimat in Richtung Südamerika. Doch zum Feiern ist den Menschen in Brasilien zurzeit nicht.
Eunice Schenitzki, die seit 46 Jahren in Einbeck lebt, Jane Delgado, die seit 15 Jahren in Deutschland lebt, und Soenia Palomba, Ehefrau des italienischen Gastronomen Vincenzo Palomba, haben sich entschieden, einem speziellen Spendenkonkto des brasilianischen Roten Kreuzes, des „Cruz Vermelha Brasileira“, die Spenden zugutekommen zu lassen, zu denen sie aufrufen. Jan Störmer vom DRK Einbeck ist informiert und wird von den drei Frauen auf dem Laufenden gehalten.
Jane Delgado von „Da Terra Mercado“ in Einbeck hat bereits über eine Facebook-Gruppe „Artes e Manhas na Alemanha“ (Kunsthandwerk in Deutschland) zu Spenden aufgerufen: Brasilianische Frauen, die in Deutschland leben und ein kleines Geschäft betreiben, haben eine Aktion gestartet, um ihren Landsleuten in den überschwemmten Gebieten zu helfen. Innerhalb von fünf Tagen kamen 3000 Euro zusammen, mit der Summe könne etwa 100 Familien in den Flutgebieten geholfen werden, sagt Delgado. „Aber wir müssen mehr tun.“
Spenden können (entgegen der hier ursprünglich genannten Kontonummer!) über folgendes Spendenkonto geleistet werden, Verwendungszweck „Rio Grande do Sul“ bleibt.
Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33XXX
SozialBank
www.caritas-international.de
Anmerkung: Die Organisatorinnen haben sich entschieden, zu Spenden nicht mehr über das ursprünglich von ihnen genannte Konto bei der Commerzbank, sondern ausschließlich über das oben genannte Konto der Caritas zu Spenden aufzurufen.
(Aktualisiert 28.05.2024, 15:00 Uhr)


Eine Spende über das angegebene Konto ist nicht möglich. Die IBAN gehört leider zu dem brasilianischen Konto des Roten Kreuzes und ist gesperrt. Es fehlt die Kontonummer der Frankfurter Commerzbank.
Die Organisatorinnen haben sich entschieden, zu Spenden nicht mehr über das ursprünglich von ihnen genannte Konto bei der Commerzbank, sondern ausschließlich über das oben genannte Konto der Caritas zu Spenden aufzurufen. Der Text ist entsprechend aktualisiert.