Was „Kultur im Esel“ im ersten Halbjahr 2024 auf die Bühne bringt

(c) Foto: Frank Bertram

Im Saal der ehemaligen Sülbecker Dorfgaststätte greifen in den nächsten Monaten wieder internationale Künstlerinnen und Künstler zu unterschiedlichen Instrumenten: Von der Violine und der siebensaitigen spanische Gitarre bis zu Tastenarbeitern, Mandolinen und Oboe ist die Palette reichhaltig, die Vorsitzender Jörg Bachmann mit den Vorstandsmitgliedern Birgit Berger und Armin Klinke vom Verein „Kultur im Esel“ jetzt mit dem dazu gehörigen Programm vorstellen. Und auf Vokaljazz und vertonte norwegische Gedichte können sich die Zuschauer ebenfalls freuen.

Acht Veranstaltungen stehen bis Juni auf dem Programm, hinzu kommen weitere vier Konzerte beim Kulturfestival „Stadtpartie Einbeck“, bei dem vom 8. bis 11. Mai der Verein „Kultur im Esel“ zum wiederholten Mal in der Alten Synagoge in Einbeck zu Gast ist und dort von der Lesung mit Heinrich Sprink (Dassel) aus dem lyrischen Werk von Hilde Domin über Mandolinen-Klänge bis zur Jazz-Session ein vielfältiges Programm präsentiert.

Am gleichen Ort startet die Programmreihe des „Esel“ auch in dieses Halbjahr: Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am Sonnabend, 27. Januar, begrüßt um 19.30 Uhr der Verein mit mehreren Kooperationspartnern die Zeitzeugin Rozette Kats. Die 81-Jährige ist nicht das erste Mal in Einbeck, die Niederländerin wird am Vormittag wieder mehrere Schulen besuchen und am Abend mit Gesprächen und jüdischen Liedern gemeinsam mit ihrer Tochter, der Jazz-Sängerin Mirjam van Dam und Pianist Ed Boekee, in der Alten Synagoge gastieren.

Die in Berlin lebende Schweizerin Lucia Cadotsch, ausgezeichnet mit dem Deutschen Jazzpreis, präsentiert mit ihrer Band „Aki“ Vokaljazz. Am 3. Februar steht laut Ankündigung „ihre Liebe zu unentdeckten Songs im intimen kammermusikalischen Kontext“ auf dem Programm der Sängerin.

Ein legendärer Musiker, der Jazzgeschichte mit geschrieben hat, stellt am 10. März bei einem Solokonzert seine neue CD „At First Light“ vor: der amerikanische Gitarrist und Komponist Ralph Towner. Der 84-Jährige hat vor zehn Jahren in der Einbecker Mendelssohn-Musikschule eine Masterclass angeboten und kommt seitdem gerne aufs Land.

Nordische Musiktraditionen treffen am 21. April bei „Ljodahått“ auf Folk, Jazz und Rock, sobald die sieben Musiker und Schauspieler mit den markanten Bowler Hats die Bühne des „Esel“ betreten und ihr Publikum mit auf eine lyrisch-wilde Reise durch skandinavische Wälder und das Dunkel der Sagenwelt nehmen. Ihr Bandname bedeutet so viel wie „Gesang der Trolle“.

Da das präsentierte Repertoire so umfangreich ist, spielt „Monk’s Casino“ an zwei Abenden am 24./25. Mai im „Esel“. Das Quintett um den Pianisten Alexander von Schlippenbach hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gesamtwerk des 1982 gestorbenen amerikanischen Jazzmusikers Thelonious Monk einzuspielen und benötigt dafür zwei Konzert-Abende. Im Neu-Deli-Kino ist am 25. Mai zudem in Anwesenheit des Pianisten ein Film über den „Tastenarbeiter Alexander von Schlippenbach“ zu sehen, der als einer der Urväter des europäischen Freejazz gilt.

Mit einem Open-Air-Konzert im Garten hinter dem „Esel“ endet das erste Veranstaltungshalbjahr am 8. Juni: Das Quartett um den Latin-Grammy-Gewinn Quique Sinesi, der als wichtigster Gitarrist Südamerikas gilt, präsentiert argentinische Gitarrenkunst auf höchstem Niveau, verbindet klassische mit Weltmusik.

Weitere Informationen zu den Konzerten und Karten im Vorverkauf unter www.kultur-im-esel.de

(c) Foto: Frank Bertram
Präsentieren das Programm im Sülbecker „Esel“: Armin Klinke, Jörg Bachmann und Birgit Berger (v.l.). Foto: Frank Bertram