Standesamt-Statistik 2023: Weniger Hochzeiten, weniger Kirchenaustritte

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Einbeck war zwar auch 2023 als Ort für eine Eheschließung bei Paaren beliebt, die nicht in Einbeck leben, und die in Einbeck geschlossenen Ehen halten laut Statistik offenbar länger als in den Vorjahren. Dennoch hat es insgesamt im vergangenen Jahr signifikant weniger Eheschließungen im Einbecker Standesamt gegeben. Das machen die statistischen Zahlen für 2023 deutlich, die das Standesamt Einbeck heute veröffentlicht hat. Außerdem haben im vergangenen Jahr insgesamt weniger Menschen einer Kirche den Rücken gekehrt.

Insgesamt wurden 2023 im Einbecker Standesamt 165 Ehen geschlossen, das sind 26 weniger als im Vorjahr und unter den Werten der vorherigen Jahre (2022: 191, 2021: 181, 2020: 185, 2019: 213, 2018: 171). Gefühlt habe es gleich viele Eheschließungen als im Vorjahr gegeben, sagte Standesbeamter Lars Engelke augenzwinkernd. Vermutlich habe zu diesem Gefühl beigetragen, dass es mehr Gesprächs- und Beratungsbedarf für die Paare als in der Pandemie-Zeit gegeben habe. 51 Brautpaare (2022: 75, 2021: 55, 2020: 80, 2019: 74, 2018: 59) hatten ihren Wohnsitz außerhalb von Einbeck, das sind 31 Prozent. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es 39 Prozent, vor zwei Jahren 30 Prozent, vor drei Jahren waren es 43 Prozent, im Jahr 2016 waren es dagegen nur 25 Prozent.

132 Ehepaare entschieden sich im vergangenen Jahr, einen gemeinsamen Ehenamen zu führen, davon wählten 81 Prozent der Paare den Namen des Ehemannes aus, berichtete Standesbeamter Lars Engelke. Im vergangenen Jahr wählten noch 88 Prozent der Paare den Namen des Mannes (2021: 90 Prozent, 2020: 85 Prozent, 2019: 88 Prozent, 2018: 87 Prozent). Das Standesamt erhielt nur 75 Mitteilungen (2022: 165, 2021: 203, 2020: 257, 2019: 203) über die Auflösung einer in Einbeck geschlossenen Ehe durch Tod oder Scheidung.

Im Standesamt Einbeck wurden im vergangenen Jahr 391 Sterbefälle beurkundet (2022: 392, 2021: 355, 2020: 357, 2019: 329, 2018: 344), davon waren 192 Frauen und 199 Männer. Die älteste Verstorbene war 101 Jahre alt, der älteste Verstorbene war 99 Jahre alt.

Bei Kirchenaustritten wurden im vergangenen Jahr 195 Austritte aus der evangelisch-lutherischen Kirche (2022: 192, 2021: 145, 2020: 154, 2019: 146, 2018: 128) registriert, 38 Austritte aus der römisch-katholischen Kirche (2022: 51, 2021: 39, 2020: 22, 2019: 38, 2018: 39) sowie ein Austritt aus der evangelisch-reformierten Kirche. Insgesamt waren es damit weniger Austritte als noch 2022.