Wieder eine Mischung von Neuentdeckungen und Stammgästen bringen die Konzerte aufs Land, die Jörg Bachmann und Armin Klinke vom Verein „Kultur im Esel“ im Einbecker Ortsteil Sülbeck heute vorgestellt haben: Vier Veranstaltungen stehen bis Ende dieses Jahres auf dem Programm, dabei geht’s musikalisch unter anderem nach Norwegen, Afghanistan und Florida. Für alle Konzerte gibt es Karten im Vorverkauf – jetzt auch online. Das Halbjahresprogramm von „Kultur im Esel“ startet am kommenden Freitag, 18. September, um 20 Uhr mit der norwegischen Tenor-Saxophonistin Marthe Lea und ihrer Band. Das Quintett spielt sein einziges Deutschland-Konzert in diesem Jahr und vereint dabei spirituellen Jazz, die Folkmusik Skandinaviens und äthiopische Soulmusik mit marokkanischen Gnawa-Grooves.
Bereits zum dritten Mal im „Esel“ gastiert der „Gesang der Trolle“, wie der Bandname Ljodahatt frei übersetzt werden kann, am Sonnabend, 3. Oktober, um 20 Uhr in Sülbeck. Die verwegenen acht Musiker mit dem schwarzen Bowler-Hut spielen Jazz, Rock und Folk, singen auf Norwegisch und haben zeitgenössische norwegische Gedichte vertont. Kurze Moderationen und an die Rückwand geworfene Projektionen helfen dabei, die Texte zu verstehen.
Im Rahmen des 49. Göttinger Jazzfestivals (29. Oktober bis 7. November) findet im Sülbecker „Esel“ der Auftritt des Simin-Tander-Quartett am Sonnabend, 31. Oktober, um 20 Uhr statt. Die Sängerin spannt mit ihrer zarten und zugleich ausdrucksstarken Stimme einen faszinierenden Bogen zwischen abendländischem Jazz und ihrem nahöstlichen Erbe, indem sie auch Afghaani/Pashto singt, die Sprache ihres verstorbenen Vaters.
In der Vorweihnachtszeit kommt an einem Sonntag Nachmittag ein Duo in den „Esel“ nach Sülbeck, das bereits mehrfach in der Region zu hören war, zuletzt 2024 beim StadtpARTie-Festival in Einbeck: Caterina Lichtenberg und Mike Marshall holen aus dem Saiteninstrument der Mandoline alles heraus. Caterina Lichtenberg hat die weltweit einzige Professur für Mandoline inne (Hochschule Köln, Standort Wuppertal), ihr Mann Mike Marshall stammt aus Florida und ist im Bluegrass zuhause, der US-amerikanischen Spielweise der Mandoline: Am Sonntag, 13. Dezember, um 15 Uhr bringen sie Klassik, Barock und Folk zusammen.

Und bis weit ins Jahr 2027 sind schon weitere Konzert-Termine in Sülbeck gebucht: Am 22. Januar kommen die vier Musiker von „Masaa“ zurück an den Ort, an dem sie im März live ihr neues Album „Terre Humaine“ eingespielt haben: den Saal in Sülbeck. Ihr Sound verbindet Jazz mit arabischen Klangwelten und improvisierter Musik. Am 13. Februar betreten die diesjährigen Preisträger des „Young Scots Trad Awards“ die Bühne des „Esel“, die nächste Generation des schottischen Folk. Am 26. Februar sind mal wieder Constanze Friend und Thomas Fellow zu Besuch, sie stehen seit 35 Jahren gemeinsam auf der Bühne. Am 10. April zelebrieren Anne de Wolff, Stefanie Hempel und Iris Romen („The Joni Project“) die Musik der kanadischen Ikone Joni Mitchell.
Und im nächsten Sommer soll es auf vielfachen Publikumswunsch auch wieder Open-Air-Konzerte im Innenhof geben, kündigen Jörg Bachmann und Armin Klinke an.

