Einbecker Ausbildungsmesse: Erstmals an zwei Tagen informieren 130 Aussteller über 13 Berufsfelder

(c) Foto: Frank Bertram

Erstmals an zwei Tagen findet in diesem Jahr die Einbecker Ausbildungsmesse statt: Am 24. September (Donnerstag, 16.30 bis 18 Uhr) und am 25. September (Freitag, 8.30 bis 13.30 Uhr) informieren auf dem Gelände der Berufsbildenden Schulen am Hullerser Tor 130 Aussteller über 13 Berufsbilder und zeigen die Vielfalt der regionalen Arbeitswelt in Südniedersachsen. Neu in diesem Jahr ist auch eine spezielle, webbasierte Messe-App fürs Handy, die zum digitalen Begleiter vor und während der Ausbildungsmesse werden soll. „Es gibt viele Neuigkeiten für Jugendliche, die Orientierung suchen und ihre berufliche Zukunft planen“, lädt BBS-Schulleiter Renatus Döring ein, die Möglichkeit zu nutzen, Kontakte für die berufliche Zukunft zu knüpfen. Veranstalter ist bei der 14. Auflage der Messe wieder die Wirtschaftsförderung der Stadt Einbeck, die den Kooperationspartnern dankt und mit den Vorbereitungen sehr zufrieden ist. „Es klappt wie am Schnürchen“, sagt Ines Naleppa.

Seit 15 Jahren gibt es die Ausbildungsmesse bereits, weil in einem Jahr die Messe ausgefallen und in einem Jahr nur digital möglich war, findet seit 2011 jetzt erst die 14. Präsenz-Veranstaltung statt. „Level up your future“ lautet am 24./25. September das Motto. Was so viel heißt wie, die eigene Zukunft aufs nächste Level zu bringen. Gamification ist das Schlagwort dieser Ausbildungsmesse. Insgesamt 43 Mitmachaktionen warten auf die jungen Besucherinnen und Besucher, um Berufe und die Tätigkeiten praktisch kennenzulernen. Beispielsweise können die neuen alkoholfreien Sorten der Einbecker Brauerei bei einem Blind-Tasting probiert werden, es gibt einen Rollstuhl-Parcours und einen Buchstabensalat. Fragen können bei vielen Ausstellern direkt an die Azubis gestellt werden.

Die Einbecker Ausbildungsmesse zeige wieder die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten, betonen die Veranstalter. Neben vielen Unternehmen und Einrichtungen aus Einbeck selbst sind Aussteller aus dem gesamten Landkreis Northeim, aus Göttingen, dem Harz und dem Weserbergland vertreten. Stark repräsentiert sind insbesondere technische, industrielle und handwerkliche Berufe – von Maschinenbau, Energie und Produktion über Bau, Logistik und IT bis hin zu Gesundheitswesen, Bildung und öffentlichem Dienst.

„Viele wissen gar nicht, welche Berufe es in der Region gibt“, sagt Berufsberater Matthias Floringer von der Agentur für Arbeit. Das soll die Veranstaltung ändern, der Zeitpunkt für Bewerbungen ist gut. Die Messe biete übersichtlich so viele Möglichkeiten wie noch nie, sich beruflich zu orientieren, ergänzt Arbeitsagentur-Teamleiter Alfred Rother. Der Donnerstag Nachmittag und Abend biete sich gut dafür an, dass Eltern oder Freunde die Jugendlichen bei der Informationsschau begleiten können. Auf Wunsch der Aussteller findet die Ausbildungsmesse erstmals an zwei Tagen statt. Der Freitag wurde dafür etwas verkürzt, damit am Donnerstag ab 16.30 Uhr bereits viele der Aussteller auf dem Gelände der BBS bereitstehen. Die Messescouts mit Schülern aus dem Bereich der angehenden Erzieher ist an drei Stellen auf dem Gelände präsent (Haus 5, Sporthalle, Parkplatz) und hilft gerne dabei, auf dem großen Areal bestimmte Angebote oder Aussteller zu finden.

Neu in diesem Jahr ist eine Messe-App fürs Handy. Auf ihr können sich alle vor und während des Messebesuchs informieren, welche Aussteller es wo gibt. „Wir wollen die Jugendlichen dort abholen, wo sie unterwegs sind – auf dem Smartphone“, sagt Lara Siegers von der Stadt Einbeck. Auf dem digitalen Begleiter können Favoriten vorab oder während des Messebesuchs angelegt werden. Die App bietet ein Ausstellerverzeichnis mit Filterfunktion und einer interaktiven Karte, Informationen zu Mitmachaktionen und nützlichen Hinweisen für den Messebesuch sowie einen digitalen Lageplan. Auf der webbasierten App läuft in diesem Jahr auch das Gewinnspiel mit attraktiven Preisen. Den spielerischen Ansatz weiterverfolgt haben die Veranstalter, indem die Teilnahme am Gewinnspiel mit der App möglich ist: An den verschiedenen Ständen gilt es, den Highscore zu erreichen. Für einen Messebesuch gibt es 50 Punkte, für ein Gespräch mit den Ausstellern 150 Punkte, wer sich intensiv austauscht und dann noch an einer Mitmachaktion teilnimmt, kann 250 Punkte erhalten. Dafür gibt es unterschiedliche QR-Codes, die gescannt werden müssen. Wer auf der Rangliste gerade vorne liegt, wird als Ansporn vor Ort auf großen Leinwänden zu sehen sein.

Nach einem anstrengenden Messebesuch oder während des Besuchs gibt es wieder vielfältige Gelegenheiten, sich zu entspannen und sich kulinarisch zu stärken. Die Schülerinnen der Heilerziehungspflege bieten am Donnerstag freies Snoozelen, am Freitag findet mehrere Workshops zu verschiedenen Themen im Snoozelen-Raum statt. Die Schüler der Hauswirtschaft haben in Haus 5 und in der Sporthalle Fingerfood und mehr (Obstbecher, Brezel und Laugenstangen, Nudelsalat, Waffeln und Kuchen) in ihrem Catering-Angebot. Der Biohof Berner (Opperhausen) bietet eine Bio-Kartoffelpfanne mit verschiedenen Dips, außerdem ist „Ronny’s Burger“ und Fleischerei/Partyservice Breitzke mit Burger-Varianten, Curry- und Bratwurst sowie Pommes und Eis vor Ort.

Alle Standpläne, weitere Infos und den QR-Code zur Messe-App gibt es hier.

Am Freitag (25. September) wird das Angebot durch die zeitgleich stattfindende Jobmesse unter anderem in Haus 4 der BBS ergänzt. Während die Ausbildungsmesse junge Menschen bei ihrem Einstieg ins Berufsleben unterstützt, richtet sich die Jobmesse an Menschen, die eine neue berufliche Perspektive suchen. Sie bietet regionalen Arbeitgebern und Arbeitssuchenden die Gelegenheit, unmittelbar miteinander ins Gespräch zu kommen und offene Stellen vorzustellen. Durch die räumliche Nähe beider Messen entsteht so eine Verbindung verschiedener Zielgruppen und Lebensphasen: Jugendliche auf der Suche nach Ausbildung oder Studium, Eltern und Lehrkräfte als wichtige Begleitpersonen sowie Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten.

(c) Foto: Frank Bertram
Freuen sich auf die erstmals zweitägige Einbecker Ausbildungsmesse: Veranstalter, Berufsberater, Lehrer und Schüler vor der BBS Einbeck. Foto: Frank Bertram

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