Wie geht es nach der Schule weiter? Welche Berufe passen zu den eigenen Interessen und Stärken? Und wie sieht der Arbeitsalltag tatsächlich aus? Antworten auf diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des achten Rotary-Berufsinformationstags (RoBIT) in Einbeck stattfand. Rund 140 Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufen der Goetheschule Einbeck, der Paul-Gerhardt-Schule Dassel und der BBS Einbeck nahmen an der Veranstaltung teil. Der RoBit zeigte auch in diesem Jahr, wie Berufsorientierung besonders wirksam werden kann: persönlich, lebensnah und mit Menschen, die nicht über Berufe reden, sondern als Praktiker aus ihnen heraus berichten.
Begrüßt wurden die Jugendlichen von Renatus Döring, Berufsdienstbeauftragter des Rotary-Clubs Einbeck-Northeim und Schulleiter der BBS Einbeck. In seinen Grußworten unterstrich er die Bedeutung beruflicher Orientierung für junge Menschen und verwies zugleich auf das gesellschaftliche Engagement des Clubs. Als Beispiel nannte er die derzeit laufende Glücksei-Lotterie, deren Reinerlös dem Kinder- und Jugendhospiz „Sternenlichter“ in Göttingen zugute kommt. Rotary engagiere sich nicht nur international, sondern ganz konkret auch vor Ort für Bildung, Jugend und soziale Projekte.
Anschließend folgte der Impulsvortrag von Dorte Simon von der KraussMaffei Extrusion GmbH unter dem Titel „Und dafür wollen die mich auch noch bezahlen!“. Darin sprach sie über ihren eigenen Berufsweg, die „Qual der Wahl“ zwischen Ausbildung und Studium und die Frage, wie junge Menschen ihre Talente entdecken können. Ihre zentrale Botschaft: Wer einen Beruf findet,für den er wirklich „Bock“ hat, bringt auch die nötige Energie für Routinen und schwierige Tage mit.
Im Anschluss wurde es praktisch. In zwei Workshop-Runden konnten die Jugendlichen unmittelbar mit Berufspraktikerinnen und Berufspraktikern ins Gespräch kommen. Dabei reichte das Spektrum von Einblicken in akademische Berufe – etwa mit der Frage, wie der Alltag als Architekt tatsächlich aussieht – bis zu Angeboten zum dualen Studium und zum Bundesfreiwilligendienst. Genau diese Mischung aus konkreter Berufsrealität, persönlichen Erfahrungen und individuellen Nachfragen machte den Reiz der Veranstaltung aus. Der RoBIT setzt bewusst nicht auf abstrakte Informationsvermittlung, sondern auf Begegnungen „in echt“. Jugendliche sollen Berufe nicht nur aus Broschüren oder von Webseiten kennen, sondern aus erster Hand erfahren, was sie erwartet, worauf es ankommt und welche Wege dorthin führen. Das Format trifft damit einen Nerv in einer Lebensphase, in der viele wichtige Entscheidungen noch offen sind.
Dass der Vormittag bei den Teilnehmenden gut ankam, zeigte das abschließende Feedback: Die Veranstaltung wurde insgesamt sehr positiv bewertet. Besonders hervorgehoben wurden die gute Organisation, die offene Atmosphäre und die hilfreichen Einblicke in Berufe, die viele zuvor so noch nicht kennengelernt hatten.
(Mit Pressemitteilung Rotary-Club Einbeck-Northeim)

