Dreikönigssingen: Vier Sternsingerinnen aus Einbeck fahren zum Bundeskanzler nach Berlin

Vier Sternsingerinnen aus Einbeck vertreten das Bistum Hildesheim beim Sternsinger-Empfang im Bundeskanzleramt: Edda Heise, Lotte Jurkutat, Rugile Esemann und Lena Ilsemann gehören zu insgesamt 108 Mädchen und Jungen aus allen 27 katholischen Diözesen, die in Berlin mit dabei sind. Sie hatten sich für die Teilnahme beworben und bei der Ziehung der Gewinner das nötige Losglück; 1998 waren bereits einmal Sternsinger aus Einbeck beim Kanzler, damals noch in Bonn. Aus allen Himmelsrichtungen reisen am 6. Januar die Sternsinger in ihren bunten Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen nach Berlin zum Bundeskanzler.

Edda Heise, Lotte Jurkutat, Rugile Esemann und Lena Ilsemann sind erfahrene Sternsingerinnen, ein bisschen aufgeregt sind sie trotzdem, den Kanzler persönlich zu treffen. Edda und Lotte, beide 16 Jahre alt, sind schon seit zehn Jahren bei der jährlichen Aktion dabei, Lena (17) seit neun Jahren. Rugile Esemann (14) macht seit fünf Jahren mit beim Dreikönigssingen. „Mit Freunden in der Gruppe gemeinsam etwas erleben“, das hat Rugile zum Sternsingen gebracht und das mache Spaß, erzählt sie. Für den Empfang beim Bundeskanzler haben sie ein neues Lied einstudiert, das alle gemeinsam im Kanzleramt singen werden.

In der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef in Einbeck und Dassel läuft seit einer Woche das traditionelle Dreikönigssingen, bei dem die Sternsinger ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ in die Haushalte bringen. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lautet das Motto der mittlerweile bereits 68. Aktion Dreikönigssingen. Die Aktion 2026 bringt den Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind.

Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Einbecker Sternsingerinnen fahren zum Bundeskanzler (v.l.): Lena Ilsemann, Rugile Esemann, Lotte Jurkutat und Edda Heise mit den Begleitern Maja Jurkutat (l.) und Daniel Weiß (r.).