Die Alloheim-Seniorenresidenz Einbeck wird schließen. Das bestätigte heute eine Sprecherin der Alloheim-Gruppe (Düsseldorf) auf meine Anfrage. Einen genauen Zeitpunkt nannte das Unternehmen nicht. Die Alloheim-Gruppe mit deutschlandweit 291 Heimstandorten und rund 24.000 Mitarbeitern werde den Standort in Einbeck zum Ablauf des zwanzigjährigen Pachtvertrages aufgeben, erklärte sie. Der Verpächter, die Pronovi Fondsgesellschaft GmbH, habe mit der Suche nach Lösungen für einen Nachfolgebetrieb begonnen, um den Weiterbetrieb des Standorts zu ermöglichen. Bis zum Ende des Pachtvertrags werde die Alloheim-Gruppe ihre vertragliche Verantwortung vollumfänglich erfüllen, hieß es.
Die Senioren-Residenz in Einbeck verfügt über 140 Plätze, von denen aktuell 70 belegt sind. Für die Bewohnerinnen und Bewohner organisiert Alloheim Plätze in nahegelegenen Einrichtungen und unterstützt sie nach eigenen Angaben beim Umzug. Entsprechend werden aktuell keine Bewohner mit längerfristigem Pflegebedarf mehr aufgenommen, der Betrieb werde sukzessive reduziert und beendet, teilte Alloheim mit. Den Mitarbeitenden bietet das Unternehmen die Möglichkeit, ihre Anstellung an anderen Alloheim-Standorten in der Umgebung weiterzuführen.
Die Geschäftsführung der Alloheim-Gruppe erklärte heute schriftlich: „Es war wirklich keine leichte Entscheidung für uns, den Heimbetrieb in Einbeck als Alloheim nicht weiterzuführen. Uns ist wichtig, dass wir bis dahin, unsere Bewohnerinnen und Bewohner wie gewohnt optimal versorgen. Mit dem Verpächter sind wir im Gespräch und unterstützen ihn bei der Suche nach einem Nachfolgebetreiber.“
Zum Ablauf des langjährigen Pachtvertrags war laut Alloheim eine Entscheidung über ein erneutes langfristiges Engagement notwendig geworden. Als Gründe für die Entscheidung nannte die Alloheim-Gruppe die Gesamtplanung des Unternehmens und standortspezifische Themen wie die aktuell hohe Pflegeplatzkapazität, den damit einhergehenden Fixkosten sowie den zunehmend benötigten Investitionen ins Gebäude.
Um die Zukunft des Standorts zu sichern, steht die Alloheim-Gruppe nach eigener Darstellung in Austausch mit dem Verpächter der bereits an einer Lösung arbeitet, um einen Nachfolgebetreiber für den Standort zu finden. Um den möglichen Nachfolgebetreiber einen Start zu erleichtern, ist es aus Sicht von Alloheim notwendig, Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in der Einrichtung durchzuführen.


Ein Pächter hat für Dach und Fach zu sorgen und zu übergeben, wie er die Immobilie übernommen hat. Notwendige Renovierungsmaßnahmen wären nicht erforderlich. Zudem haben die Bewohner dafür die Investitionskosten geleistet. Alloheim hat die notwendigen Mittel damit als Gewinn entnommen. Sauber. Was sagt die zuständige Kommunalverwaltung, der Rat?