Die Einbecker Brauhaus AG hat ihr Geschäftsjahr 2024 mit einem Fehlbetrag in Höhe von 292.000 Euro abgeschlossen. Wie das börsennotierte Unternehmen heute mitteilte, hätten sich die Umsatzerlöse leicht rückläufig entwickelt: 36.739.000 Euro nach 37.512.000 Euro im Vorjahr. Im Februar hatte das Brauhaus bereits eine Gewinnwarnung abgegeben. Im Geschäftsjahr 2024 setzte die Einbecker Brauhaus AG insgesamt 504.000 Hektoliter Bier (inklusive Lohnabfüllung) ab und entwickelte sich damit leicht unterdurchschnittlich zum Vorjahr (-3,7 Prozent). Nur durch den im vergangenen Jahr vorgetragenen Bilanzgewinn ist es möglich, einen Bilanzgewinn des Jahres 2024 in Höhe von nun noch 117.464,78 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Das schlagen jedenfalls Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 5. Juni vor. Von einer Dividende ist keine Rede.
Das Jahresergebnis liegt deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen des Unternehmens. Brauhaus-Vorstand Marc Kerger begründet dies vor allem mit „einer nicht vorauszusehenden Negativentwicklung der Absatzsituation während der Fußball-Europameisterschaft und im weiteren Jahresverlauf, Wettereinflüssen, fehlenden Produkten in den Wachstumskategorien und der Branchenentwicklung“. Gleichzeitig sei das Ergebnis durch einmalige Aufwendungen für personelle, strukturelle und strategische Maßnahmen sowie Aufwendungen aus Stichtagsbewertungen im Vorratsvermögen außergewöhnlich belastet worden, teilte das Brauhaus heute mit.
Mit einem veränderten Fokus auf Markt- und Konsumentennähe, verbesserter Markenpräsenz sowie weiteren Produktinnovationen im Produktportfolio in Verbindung mit fokussierten Investitionen in Marke, Marketing und Vertrieb sieht sich das Einbecker Brauhaus nach eigenen Angaben jetzt in einem nach wie vor fragilen Marktumfeld für die Zukunft gut aufgestellt. Zu Jahresbeginn 2025 sei mit dem ersten alkoholfreien Bockbier „Null Bock“ eine Weltneuheit erfolgreich platziert worden.
Der Vorstand plant für das Geschäftsjahr 2025 mit Umsatzerlösen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 eine Stabilisierung der Absatz- und Erlössituation bei einem niedrigen sechsstelligen positiven Ergebnis, teilte das Brauhaus heute mit.

