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Übungsszenario in Pinkler bei Einbeck: Zwei bewaffnete Gruppen gehen aufeinander los

(c) Foto: Polizei Northeim

Bei einer gemeinsamen Übung haben heute etwa 130 Frauen und Männer von Polizei und Rettungsdienst aus dem Landkreis Northeim den Ernstfall einer lebensbedrohlichen Lage geprobt. Wie die Polizei im Anschluss an die gut vierstündige Großübung mitteilte, sollte das koordinierte Vorgehen von Rettungsdienst und Polizei in Großlagen trainiert werden. Als Szenario wurde um das Gut Pinkler bei Einbeck eine Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Gruppen angenommen, die Waffen einsetzten, wodurch mehrere Personen schwer- und zum Teil auch tödlich verletzt wurden. In einem ersten Fazit zeigte sich die Polizeispitze zufrieden mit dem Ergebnis der Übung, die mit hoher Professionalität und hohem Engagement durchgeführt worden sei. Die Behörden hatten am Vormittag über soziale Netzwerke mitgeteilt, dass sich die massierten Einsatzkräfte nahe Einbeck in einer Übung befänden und keine Gefahr bestehe. Das Areal war weiträumig abgesperrt.   

Eine Reanimation wurde bei der Übung nachgestellt. Foto: Polizei Northeim

Erstes Ziel der Einsatzkräfte war, die Gefahrenlage zu beseitigen, damit die Rettungsdienste  umgehend die Verletzten versorgen konnten. Diese wurden durch rund 40 Personen der Bereitschaftspolizei dargestellt. Die Einsatzkräfte wussten im Vorfeld lediglich, dass eine Übung stattfindet. Die konkrete Lage, die Örtlichkeit und das Ausmaß hingegen blieb unbekannt, um möglichst realistisch die Prozesse in einer solchen Situation zu üben, informierte die Polizei.

Beteiligt waren auf Seiten der Polizei die Einsatz- und Streifendienste der Polizei Northeim, Einbeck, Bad Gandersheim und Uslar, die Verfügungseinheit und die Fahndung der Polizeiinspektion Northeim sowie Aufrufeinheiten zur Betreuung. Darüber hinaus übten die Integrierte Rettungsleitstelle des Landkreises Northeim, Rettungswagenbesatzungen und Notärzte aus fast allen Rettungswachen des Landkreises sowie die örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst mit.

Die Verletzten und betroffenen Personen wurden durch rund 40 Personen der Bereitschaftspolizei dargestellt. In den vergangenen Monaten waren mehrere interne und gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen der Polizei und des Rettungsdiensts vorausgegangen, in denen das Vorgehen in derartigen Fällen besprochen wurde. Dank des engagierten Trainings konnten die Einsatzkräfte gut vorbereitet und die interne Kommunikation sowie die Kommunikation zwischen den Behörden mit Sicherheitsaufgaben erprobt werden, zeigte sich die Polizei erfreut. „Die Übungslage war äußerst anspruchsvoll und stellte hohe Anforderungen an die Einsatz- und Führungskräfte sowohl von Polizei als auch des Rettungsdienstes“, bilanzierte Marc-Dennis Pülm, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Northeim und Gesamtübungsleiter. „Beide Organisationen haben gezeigt, dass sie professionell vorbereitet sind und hervorragend gemeinsam entsprechende Lagen bewältigen können. Im Nachgang erfolgt nun eine detaillierte organisationsübergreifende Nachbereitung.“

Die Polizei Northeim bedankt sich bei allen beteiligten Einsatzkräften für ihre Zusammenarbeit und ihren Einsatz während der Übung, den Darstellenden für die Teilnahme und der Bevölkerung für das Verständnis und die Rücksichtnahme.

Festnahme bei der Übung. Foto: Polizei Northeim
Rettungskräfte der Johanniter bei der Übung. Foto: Polizei Northeim
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