Durch die Digitalisierung ist es ab sofort möglich, dass eine breite Öffentlichkeit auf mehr als 2000 Seiten historischer Adressbücher aus dem Archiv der Stadt Einbeck online zugreifen kann. Zehn Einbecker Adressbücher der Jahre 1881, 1895, 1899, 1902, 1904, 1907, 1911/12, Juli 1912, 1922 und 1930 mit einem Umfang von 2192 Seiten wurden dafür gescannt und erschlossen, so dass eine Volltextsuche möglich ist. Das Stadtarchiv begrüßt, dass für alle Interessierten die Möglichkeit besteht, sich online mit den Inhalten der Adressbücher auseinanderzusetzen. Sie sind ein wertvolles Hilfsmittel für die genealogische und historische Forschung.
Im Mai 2022 fand die erste Kontaktaufnahme zwischen Dr. Christoph Valentin von der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover (GWLB) und Susanne Gerdes vom Stadtarchiv Einbeck statt. Die dortige Stabsstelle Digitalisierung bot eine Kooperation mit interessierten niedersächsischen Kulturerbeeinrichtungen zur Digitalisierung von Adressbüchern an. Die hannoverschen Adressbücher, die seit Jahren online stehen, erfreuen sich großer Beliebtheit bei Heimat- und Familienforschern, Zugriffe erfolgen auch aus europäischen und außereuropäischen Ländern. So wollte die GWLB dies Angebot auch für andere niedersächsische Städte anbieten. Abgedeckt wird dabei aus Datenschutzgründen ein Zeitraum bis maximal 1945.
In Einbeck erschien das erste Adressbuch 1881, dann, mit größeren Pausen, 1895, 1899, 1902, 1904, 1907, 1911/12, Juli 1912, 1922 und 1930. Das nächste Adressbuch nach dem Krieg gab es erst in einer „Notausgabe“ 1949. Einige Adressbücher mussten zunächst neu eingebunden werden, um den Anforderungen der Digitalisierung zu genügen. In der hauseigenen Digitalisierungswerkstatt der GWLB wurden von Mai bis September dieses Jahres zehn Einbecker Adressbücher mit einem Umfang von 2192 Seiten vorsichtig gescannt, diese befinden sich mittlerweile wieder wohlbehalten im Stadtarchiv. So werden die physischen Adressbücher geschont und eine freie Zugänglichkeit möglich gemacht. Die GWLB hat die Einbecker Bände in ihre digitalen Sammlungen eingespielt, diese sind nun auf der Website der Bibliothek unter „Niedersächsische Adressbücher“ einsehbar (hier).
Neben dem alphabetischen Verzeichnis der Einwohner der Stadt Einbeck und der angrenzenden Ortschaften des damaligen Kreises Einbeck kann auch nach Bewohnern der einzelnen Straßenzüge geforscht werden – dies allerdings nur für Einbeck. Die ersten Fernsprechteilnehmer werden präsentiert, Inserate von Firmen und Kaufleuten sorgen für eine Auflockerung der Seiten. Außerdem gibt es ein Branchenverzeichnis. Von großem Interesse sind zudem sämtliche Behörden und öffentliche Einrichtungen des Kreises nebst den Namen der Angestellten.
(Mit Pressemitteilung Stadt Einbeck)

