Die Greener Burg wird zum Tag des offenen Denkmals nach einer mehr als einjährigen Sanierung am Sonntag, 8. September, ab 11 Uhr wiedereröffnet. Zuvor findet bereits ein Gottesdienst auf dem Burggelände statt. Der markante Bergfried der Burg Greene ist das Wahrzeichen des mittleren Leinetals. Die Besucher erhalten von 11 bis 15 Uhr bei Führungen Informationen zur wechselvollen Geschichte der Burg Greene und ihrer Erforschung sowie zur denkmalgerechten Sanierung der Mauern. Der Förderverein Greener Burg, der Heimatverein Greene und die Feuerwehr Greene sorgen für Essen und Trinken. Die Veranstalter bitten, die ausgewiesenen Parkplätze zu nutzen.
Über ein Jahr haben die Bauarbeiten an den Außenmauern gedauert. Während dieser Zeit konnte die Burg nicht wie üblich genutzt werden. Die Sanierungsarbeiten starteten im Januar 2023 und endeten Ende Juni 2024; unterbrochen wurden sie nur von einer dreimonatigen Winterpause. Mittlerweile sind die Burgmauern mit einer Gesamtfläche von rund 2.100 Quadratmetern saniert. Die Gerüste wurden abgebaut und die angrenzenden Grünflächen wiederhergestellt. Die Höhe der Sanierungskosten belaufen sich voraussichtlich auf insgesamt rund 852.000 Euro und werden damit rund 79.000 Euro unter den geplanten Kosten liegen, teilt die Stadt Einbeck mit. Die Maßnahme erhält eine 12,89-prozentige Kulturerbe-Förderung aus dem ZILE-Programm des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (kurz: ELER, maximal 120.000 €) und eine bis zu 85-prozentige Förderung aus der EU-Kofinanzierungsrichtlinie (maximal 500.000 €). Folgende Gewerke waren an den Sanierungsarbeiten beteiligt: Landschaftsbauarbeiten (Baumpflege und Industrieklettern Grossklaus), Gerüstarbeiten (Menke Gerüstbau GmbH), Zimmer- und Holzbauarbeiten sowie Naturwerksteinarbeiten (Denkmalplan – Gesellschaft für Bauwerksanierung mbH), Elektroinstallationsarbeiten (Kühn Elektrotechnik).
Tag des offenen Denkmals in der Region
Die Greener Burg ist nicht das einzige Baudenkmal, das am diesjährigen bundesweiten Tag des offenen Denkmals für Besucher geöffnet ist. Eine Übersicht gibt es hier. Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert und am zweiten Sonntag im September organisiert. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto: „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“. Mehrere Denkmäler sind auch in Einbeck und Umgebung für Interessierte zu besichtigen:
Alte Synagoge, Baustraße 15a
Geöffnet von 11 Uhr – 15 Uhr mit einer Foto-Ausstellung der Sanierung, Führungen nach Bedarf und Angebot von Getränken. Zum Abschluss gibt es um 17 Uhr das Konzert des „Ensemble Sospiratem“.
Stadtmuseum, Auf dem Steinwege 11/13
Das Stadtmuseum Einbeck lädt zum Tag des offenen Denkmals mit kostenlosem Eintritt dazu ein, die zahlreichen Ausstellungen zur Stadtgeschichte im historischen Museumsgebäude zu erkunden.
PS-Speicher, Tiedexer Tor
„Vom Kornspeicher zum PS.SPEICHER“ können Interessierte eine Führung durch die Kornhausausstellung (13 bis 13.45 Uhr) erleben. Anmeldung notwendig unter 05561/923 200.
Münsterkirche St. Alexandri, Stiftplatz
Informationen zur Sanierung durch die Klosterkammer von 11 bis 17 Uhr.
Walkemühle, Walkemühlenweg 40
Von 13 bis 15 Uhr werden Führungen zur Geschichte und den geplanten Projekten angeboten.
Saline Sülbeck, Salinenplatz
Um 11 , 13 und 15 Uhr gibt es Salinen- und Bohrturmführungen.
Burg Salzderhelden
Sonst verschlossene Räumlichkeiten werden für alle Interessierten von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Außerdem wird es um 14:30 Uhr eine Führung geben.
Einbecker Kirchen mit Gästeführerin entdecken
Passend zum Tag des offenen Denkmals bietet Einbeck Tourismus am Sonntag, 8. September, um 14:30 Uhr eine Führung durch Einbecks Kirchen an. Diese eineinhalbstündige Führung ist sonst nur als Gruppe buchbar. Dank diesem öffentlichen Termin hat jeder die Gelegenheit, mehr über die beeindruckenden Geschichten und architektonischen Besonderheiten der Kirchen zu erfahren. Höhepunkte sind der Besuch des ältesten datierten Chorgestühls Deutschlands in der Münsterkirche St. Alexandri (Stiftskirche) sowie Besuch der Marktkirche St. Jacobi. Tickets sind vorab in der Tourist-Information erhältlich. Treffpunkt: Altes Rathaus.

