Mehr als 150 Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs aus weiterführenden Schulen der Region haben beim RoBIT des Rotary-Clubs Einbeck-Northeim die Gelegenheit genutzt, bei verschiedenen meist langjährigen Berufspraktikern von A wie Architektur bis Z wie Zahnärztin nachzufragen, wie der Beruf in der Praxis und im Alltag tatsächlich ist. Das unterscheidet den zum sechsten Mal organisierten Rotary-Berufs-Informations-Tag (RoBIT) von klassischen Berufsinformationsveranstaltungen. Den angehenden Abiturienten wurde in insgesamt 19 Workshops ein Blick „hinter die Kulissen“ ermöglicht. Sie konnten erfahren, wie es wirklich ist, wenn man in dem jeweiligen Beruf über Jahre arbeitet.
Zum Start beantwortete Dorte Simon, kaufmännische Leiterin der Einbecker Brauhaus AG, die Frage „Und dafür wollen die mich auch noch bezahlen?“ Die Personalverantwortliche der Brauerei gab den jungen Menschen mit auf den Weg, dass es in jedem Beruf Routinetage gebe. Der Schwimmen-Olympiasieger zähle beim Training vier Jahre jeden Tag die Beckenkacheln – bis zu dem einen entscheidenden Wettbewerb, der mit der Goldmedaille endet. Wichtig sei, dass einen nicht nur wenige Erfolgserlebnisse für den Beruf motivieren. Wer jeden Montag mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehe, habe vermutlich den falschen Job. Die Fische entdecken das Wasser als letzte, zitierte Simon einen bekannten Spruch, hinter dem die Frage stehe, was man im Leben besonders stark als selbstverständlich hinnehme. Bei der Berufsfindung müsse jeder die persönlichen Talente abrufen: Was könne man besser als andere? Was mache ich, ohne dass mich jemand darum gebeten hat?
„Trauen Sie sich aus der Deckung“, motivierte Rotary-Organisatorin Sylvia Gerl die Schüler – und dankte allen Referenten. Berufspraktiker aus der Region berichteten in 19 Workshops aus ihrem Alltag, haben Wege in ihre Berufe gewiesen und erklärt, worauf es wirklich ankommt. Und die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, alles zu erfragen, was Sie schon immer einmal wissen wollten. Besonders nachgefragt waren in diesem Jahr die Bereiche Psychologie, IT und Marketing, aber auch Lehramt und Polizei. Neben Workshops von Berufstätigen, die aus dem Nähkästchen plauderten, gab es Workshops zum Dualen Studium, zum Bundesfreiwilligendienst und von der Studienberatung der Universität Göttingen.
Rotary-Präsident Dr. Karsten Möller hatte die 150 jungen Frauen und Männer im BBS-Forum begrüßt, sich für die Gastfreundschaft der Berufsbildenden Schulen Einbeck bedankt und ebenfalls auf das Besondere des RoBIT hingewiesen. Das passe gut zu Rotary, bilde doch der Serviceclub mit seinen 75 Mitgliedern in Einbeck und Northeim auch die große berufliche Bandbreite ab, sei nicht nur eine Vereinigung eines oder weniger Berufe.

