Hochwasser: In Erzhausen mehrere Häuser evakuiert

(c) Foto: Frank Bertram

Im Einbecker Ortsteil Erzhausen mussten wegen des Hochwassers der Leine vier Menschen ihre Häuser verlassen und durch das DRK untergebracht werden, da Hauselektrik und Heizung auszuschalten waren. Wie der gemeinsame Krisenstab von Kreisfeuerwehr, Stadt Einbeck und Hilfsorganisationen (DRK, Johanniter, THW und Polizei) am 28. Dezember um 11 Uhr informierte, ist die Kanalisation in Erzhausen derzeit noch teilweise überschwemmt, mit mobilen Toiletten und Duschen werde die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt.

Insgesamt entspannt sich jedoch die Lage. Der Leine-Pegel sei in den vergangenen Stunden an den meisten Messpunkten leicht gesunken, berichtete der Krisenstab am Donnerstag Vormittag. Auch die Gande habe keinen kritischen Pegel mehr. In Kreiensen und Greene entspanne sich die Lage daher langsam. In der Kernstadt seien die Pegel weiter rückläufig. Der Bäckerwall musste allerdings gesperrt werden. Bis auf die Straße Am Dreckmorgen sind Sperrungen in der Kernstadt aufgehoben. In den vom Hochwasser betroffenen westlichen Ortsteilen (Holtensen, Hullersen, Juliusmühle, Andershausen und Kuventhal) hat sich die Hochwasserlage ebenfalls entspannt, die Ilme samt Zuflüssen ist nahezu auf Normalniveau zurückgegangen, informiert der Krisenstab.

Die derzeitige Abfluss-Menge des Leinepolders werde weiterhin gehalten, da sich die Zufluss-Menge in den Polder weiter reduziert hat, berichtet der Krisenstab. Das Volumen des Hochwasserrückhaltebecken in Salzderhelden hat gegenüber gestern leicht abgenommen, es wird am 28. Dezember um 10 Uhr mit 38,8 Millionen Kubikmeter Wasser angegeben, das entspricht einem Füllgrad von 105 Prozent. Der Durchfluss wird aktuell (28. Dezember, 10 Uhr) mit knapp 250 Kubikmetern pro Sekunde angegeben, in der Nacht war er kurzzeitig auf 261 Kubikmeter pro Sekunden erhöht worden (22 Uhr), wurde dann aber rasch wieder abgesenkt.

(Mit Presseinformation Stadt Einbeck)

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Am Stauwehr des Hochwasserrückhaltebeckens Salzderhelden am Nachmittag des 27. Dezember. Foto: Frank Bertram