Das Einbecker Saatzuchtunternehmen KWS hat heute seine Umsatzprognose gesenkt. Hintergrund sind laut einer Ad-hoc-Mitteilung des börsennotierten Unternehmens befürchtete negative Auswirkungen eines dramatisch verschärften Russland-Ukraine-Konflikts auf die Geschäftsentwicklung in diesen beiden Ländern. KWS verfügt in Russland und der Ukraine über eigene Tochtergesellschaften mit Züchtungs-, Produktions-, Vertriebs- und Verwaltungsaktivitäten.
Das für das laufende Geschäftsjahr ursprünglich geplante Umsatzvolumen in beiden Ländern entsprach etwa zehn Prozent des KWS-Gruppenumsatzes. Heute hat der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der KWS SAAT SE & Co. KGaA beschlossen, die Prognose vom 14. Februar 2022 für das laufende Geschäftsjahr 2021/2022 zu reduzieren; damals war die Jahresprognose erhöht worden. KWS geht auf Basis einer aktuellen Lageeinschätzung nunmehr von einem Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent (vorher: 9 bis 11 Prozent) bei einer EBIT-Marge von 8 bis 9 Prozent (vorher: 10 Prozent) aus. Diese Prognosen stehen unter dem Vorbehalt einer weiteren Zuspitzung des Konflikts und beruhen auf aktuellen Wechselkursrelationen, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Die Forschungs- und Entwicklungsquote soll unverändert in einer Spanne von 18 bis 20 Prozent liegen, hieß es.

