Website-Icon Einbeck aktuell

Max Mutzke, Dieter Ilg, Mechthild Großmann, Vivi Vassileva bei den Kulturkrafttagen 2027 in Einbeck

(c) Foto: Frank Bertram

Die "Blaue Stunde" bei den Kulturkrafttagen 2026 in der PS-Halle war ausverkauft. Foto: Frank Bertram

Zum sechsten Mal wird der PS-Speicher in Einbeck bei den Kulturkrafttagen zu einem Resonanzraum für Musik, Literatur und inspirierende Begegnungen zwischen Bühne und Publikum. Mit Singer-Songwriter Max Mutzke, Kontrabassist Dieter Ilg, Schauspielerin Mechthild Großmann, Ausnahme-Perkussionistin Vivi Vassileva und anderen wird vom 18. bis 21. März 2027 die größte Oldtimer-Erlebnisausstellung Europas in Einbeck zum Schauplatz der Kraft der Kultur. Der Vorverkauf hat begonnen.

Ausnahme-Perkussionistin Vivi Vassileva. Foto: Adriana Yankulova

Der Bogen ist weit gespannt: Vom Rhythmus-Feuerwerk der Ausnahme-Perkussionistin Vivi Vassileva über Max Mutzke, den musikalischen Jongleur zwischen Pop und Jazz, bis hin zum letzten großen Auftritt einer Königin, den Mechthild Großmann aus Stefan Zweigs „Maria Stuart“ vorträgt. Dazu all das, was die Kulturkrafttage mittlerweile traditionell auszeichnet: die Nähe zwischen Künstlern und Publikum, die Bühnengespräche, ein nahezu
kammermusikalisch intimer Vorakkord mit Solo-Kontrabass – und zum großen Finale die traditionelle Matinee.

Den Auftakt am Donnerstag macht Dieter Ilg, der sonst mit Till Brönner oder Thomas Quasthoff auf der Bühne steht – hier ganz allein mit seinem Kontrabass. Am Sonnabend gewährt Rhani Krija beim Kulturgespräch zur Marktzeit im Foyer der Sparkasse Einbeck Einblicke in sein künstlerisches Leben. Der Perkussionist aus Marokko, der bereits mit zahlreichen Weltstars wie Sting, Annie Lennox, Herbie Hancock, Plácido Domingo oder Herbert Grönemeyer gearbeitet hat, ist seit der ersten Ausgabe Teil des Matinee-Ensembles um Julia Hansen, Heikko Deutschmann, Jörg Siebenhaar und Thomas Zander. Das Ensemble hat am Sonntag das letzte Wort, mit Briefen, die nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren und im besonderen Ambiente der Kulturkrafttage davon erzählen werden, wie zwei große Literaten zwischen Klassik und Romantik um Liebe, Eigenständigkeit und ihr Miteinander ringen: Sophie Mereau und Clemens Brentano. Dazu erklingt Mozart, wie man ihn noch nicht gehört hat: in Jazzvariationen, die zum größten Teil erst im Moment der Performance entstehen.

Das Eröffnungskonzert am Freitag steht ganz im Zeichen verschiedenster Schlag- und Klangkörper. Vivi Vassileva, Schülerin Martin Grubingers am Salzburger Mozarteum, wurde unter anderem 2023 mit dem Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals ausgezeichnet. Manchmal bringt sie in einem einzigen Stück neun Schlaginstrumente zum Klingen, für eine Kadenz genügen ihr zwei Plastikflaschen. Am Flügel: der schwedische Pianist Per Rundberg, Schüler von Murray Perahia und einstiger Kammermusikpartner von Dietrich Fischer-Dieskau und Martin Grubinger.

Zur Blauen Stunde am Sonnabend ist Mechthild Großmann zu hören, von 1976 bis 2017 Ensemblemitglied des Tanztheaters Pina Bausch und dem TV-Publikum aus dem Münsteraner „Tatort“ bekannt, in dem sie bis 2025 mit markantem Auftreten und prägnantem Timbre die Staatsanwältin gab. Sie liest Zweigs grandiose Schilderung der letzten Stunden Maria Stuarts bis hin zum Weg aufs Schafott. Zwischen den Szenen spielt der Cellist Constantin Heise, Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2026, Werke von Bach und Ysaÿe.

Und am späten Sonnabend Abend gehört die Late Night dann Max Mutzke, seit seinem Nummer-eins-Hit „Can’t Wait Until Tonight“ 2004 über seinen Sieg bei „The Masked Singer“ 2019 bis heute ein Bühnenmagnet, der mit Klaus Doldingers Passport genauso aufgetreten ist wie mit der SWR Big Band oder der NDR Radiophilharmonie in der Elbphilharmonie. Nach Einbeck bringt er das Matti Klein Soul Trio mit, Soul-Jazz vom Feinsten und mit Hammondorgel-Flair – nur ohne Orgel.

Mehr zum Programm hier. Tickets gibt es online hier.

Max Mutzke und seine Band. Foto: Felix Zimmermann
Die mobile Version verlassen