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Zirkus Charles Knie beginnt seine Tournee in Einbeck: Von Balance-Künstlern und biegsamen Artisten

Atemberaubende minutenlange Handstände in der Manege, kraftvolle Strapatenflüge an Tüchern unter der Zirkuskuppel, farbenfrohe handgearbeitete Kostüme mit Pailletten, Tüll, Spitze und Chiffon und mehr als zwei Stunden voller Tanz und Musik – der Zirkus Charles Knie startet in seiner Heimatstadt Einbeck auf dem Festplatz am Kohnser Weg seine diesjährige Tournee. Das Programm ist komplett überarbeitet. „Es ist noch bunter und lebendiger, noch spektakulärer und vor allem noch lustiger“, sagt Zirkusdirektor Sascha Melnjak.

Veronika Faltyny wird gleich aus dem Wasserbassin 15 Meter hoch am Luftring unter die Zirkuskuppel katapultiert. Foto: Frank Bertram

Rund 40 Artisten, Tänzerinnen, Sänger und Comedians aus elf Nationen feiern mit dem Publikum eine internationale Zirkusparty, befinden sich entweder an einem tropischen Strand (mit Piraten) oder tauchen ab in die Tiefen des Meeres – wie Veronika Faltyny, die aus dem Wasserbassin 15 Meter hoch am Luftring unter die Zirkuskuppel katapultiert wird. Dabei spielen 100.000 Liter Wasser, die in der Wassermanege mit ihren 300 Pumpen und 500 Lichteffekten bis zu 15 Metern hoch in die Zirkuskuppel katapultiert werden, eine zentrale Rolle. Die Wirklichkeit wegsprudeln, den Alltag ausblenden – das ist das Ziel der Zirkusmacher mit ihrer Show mit insgesamt 15 Nummern.

Synchrone Choreographie aus dem chinesischen Nationalzirkus mit dem Diabolo: die „Dezhou Acrobatic Troupe“. Foto: Frank Bertram

Zum ersten Mal präsentiert der Zirkus Charles Knie eine große chinesische Artistentruppe – vier Frauen und acht Männer der „Dezhou Acrobatic Troupe“ des chinesischen Nationalzirkus sind unter anderem als Reifenspringer in der Wassermanege zu sehen, aber auch als perfekt abgestimmte Artisten mit dem Diabolo. Die acht Mitglieder der Truppe „Argendance“ stehen dem in nichts nach, wenn sie südamerikanisches Temperament und die Sinnlichkeit des argentinischen Tangos mischen und mit Bolas hantieren, früher ein Wurfgeschoss der Jagd, heute ein artistisches und tänzerisches Requisit.

„Argendance“ hantieren gekonnt mit den Wurfgeschossen Bola. Foto: Frank Bertram

Zwischendurch sorgt immer wieder Clown Micael Cadima aus Portugal für Unterhaltung im Publikum. Rola-Rola nennt sich die Kunst, Rolle auf Rolle, Brett auf Brett zu stapeln und auf diesen schwankenden Konstruktionen festen Halt zu finden: Maverik Niemen aus Italien ist ein Meister seiner Kunst. Wo andere über Arthrose klagen, verbiegt und verdreht Lorenzo Bernardi seinen Körper als Kontorsionist so sehr, dass er sogar in eine Box passt.

Tierische Akzente im Zirkuszelt: Laura Urunova mit ihren Pudeln. Foto: Frank Bertram
Rola-Rola: Maverik Niemen findet auf schwankenden Rollen und Brettern seinen Halt. Foto: Frank Bertram
Das Showballett zeigt im „Piratenbild“ die besonders aufwändig gestalteten Kostüme. Foto: Frank Bertram

Instagram-Reel (c) Frank Bertram

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