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PS-Speicher-Bedeutung für Einbeck: Zu jedem Euro geben die Gäste zwei weitere in der Stadt aus

(c) Foto: Frank Bertram

Diese Torte der Stadt Einbeck bekam KHR (Karl-Heinz Rehkopf) zum zehnten PS-Speicher-Geburtstag. Foto: Frank Bertram

Für jeden Euro, den der PS-Speicher erwirtschaftet, geben die Besucher in der Einbeck zusätzlich rund zwei weitere Euro aus. 98 Prozent der befragten Einbecker halten den PS-Speicher für eine Bereicherung der Stadt. Das sind Ergebnisse zweier Studien, die das 2014 eröffnete Oldtimermuseum anlässlich seines zehnten Geburtstages in Auftrag gegeben hatte. Die Zahlen liegen bereits seit dem Sommer vor, wurden aber erst jetzt öffentlich. „Es ist nicht so, dass wir damit nicht ein bisschen gerechnet hätten“, erklärte Jan Kalbfleisch, Vorstand der Stiftung PS-Speicher. „Aber letztlich sind wir doch ebenso überrascht wie natürlich erfreut über die Ergebnisse. Wir haben einen schönen Beleg für die wirtschaftliche Bedeutung des PS-Speicher für Einbeck bekommen. Aber fast noch schöner ist, dass die Einbecker selbst so eng mit unserem Haus verbunden sind. Das macht uns nicht nur stolz, sondern mindestens ebenso glücklich.“

Die wirtschaftliche Bedeutung des PS-Speicher für Einbeck hat das „Deutsche wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehrsforschung“ (dwif) untersucht. Die Meinung, welche die Einbecker selbst vom PS-Speicher haben, hat eine Gruppe Studierender an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) aus Göttingen betreut von Dr. Tobias Behnen und Prof. Dr. Ulrich Harteisen im Rahmen des Masterstudiengangs „Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung“ unter die Lupe genommen.

Laut dwif-Studie geben die rund 100.000 Gäste, die den PS-Speicher jährlich besuchen, rund 4,8 Millionen Euro außerhalb des Museums in der Stadt Einbeck aus. Den größten Anteil daran haben rund 30.000 Übernachtungsgäste mit Tagesausgaben von 107,40 Euro. Tagesgäste geben durchschnittlich 23,70 Euro aus. Entsprechend profitieren Hotellerie und Gastronomie mit knapp 69 Prozent am meisten. Aber immerhin noch 1,2 Millionen Euro landen im Einzelhandel, weitere 300.000 Euro kommen Dienstleistern zugute.

Bei den Ausgaben, die im PS-Speicher und teilweise durch die Stiftung PS-Speicher selbst ausgelöst worden sind, landet fast die Hälfte wieder bei Anbietern in Einbeck und dem Landkreis. Insgesamt lässt sich nachweisen, dass rund 150 Arbeitsplätze in Einbeck mittel- oder unmittelbar durch den PS-Speicher gesichert sind.

„Hinzu kommen bedeutende weiche Standortfaktoren wie die Steigerung der Lebensqualität für die Einwohner, Imageeffekte und Standortbekanntheit bei der Ansiedlung von Fachkräften sowie durch Vernetzungseffekte unter den Unternehmen“, erklärte dwif-Projektleiterin Diana Pinnow. Nicht zu vergessen seien eine Verbesserung der touristischen Positionierung der Stadt Einbeck sowie Effekte für die außerschulische Bildung durch die Vermittlung von Themen zur Mobilität.

Das bestätigt auch eine Untersuchung, welche die Stadt Einbeck 2024 ebenfalls beim dwif in Auftrag gegeben hat, um mit der „Wirtschaftsfaktoranalyse Tourismus“ die ökonomische Bedeutung der Branche für Einbeck detailliert zu untersuchen. Im Jahr 2023 generierte der Tourismus eine Gesamtbruttowertschöpfung von 45,3 Millionen Euro. Vergleicht man dieses Ergebnis mit dem Bruttoumsatz in Höhe von 41,1 Millionen Euro aus dem Vergleichsjahr 2018, ergibt sich ein Zuwachs von 10,2 Prozent. Der Tourismussektor erweist sich somit als signifikanter Umsatzbringer, der durch Steuereinnahmen zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte beiträgt und zahlreiche Einkommensmöglichkeiten schafft. „Investitionen in tourismusbezogene Infrastruktur und Marketing zahlen sich aus, indem sie die lokale Wirtschaft stärken und die Lebensqualität für Einheimische und Gäste erhöhen“, erklärte Ulrike Lauerwald, Stabsstellenleiterin Public and Business Relations der Stadt Einbeck.

Die Studie der HAWK basiert auf Experteninterviews sowie Befragungen von mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger an verschiedenen Tagen in der Fußgängerzone. 99,5 Prozent der Befragten halten den PS-Speicher „voll oder ganz“ für eine Bereicherung für Einbeck. Stolz darauf, den PS-Speicher in der Stadt zu haben, sind 94,4 Prozent. Auch zur Person von Stifter Karl-Heinz Rehkopf sind die Ergebnisse eindeutig: 97,9 Prozent sind der Meinung, dass Rehkopf der Stadt mit dem Museum ein großes Geschenk gemacht hat. Nur 2,5 Prozent der Befragten fühlen sich durch die Verkehrsbewegungen, die der PS-Speicher auslöst, belästigt. Und lediglich 4,5 Prozent meinen, dass der PS-Speicher zu viel Raum in Einbeck einnimmt. Die Befragung gilt als nicht repräsentativ, die Studierenden räumen in ihrer Studie selbstkritisch ein, dass Menschen positiver geantwortet haben könnten, weil sie dachten, dass die Befragung im Auftrag des PS-Speichers durchgeführt wurde.

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