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PS-Speicher lässt die Muskeln spielen: Sonderausstellung mit US-„Muscle Cars“

Echte „Muscle Cars“ von Ford, Chevrolet oder Chrysler katapultieren die Besucher einer neuen Sonderausstellung im PS-Speicher Einbeck zurück in eine Zeit, in der knallbunte amerikanische Mittelklassewagen mit hubraumstarken Achtzylindern die Straßen unsicher machten. „How fast can you go?“ heißt dann auch die Schau, die Fans mancher Autoverrücktheiten, aber durchaus auch die gesamte Familie ansprechen will, wie Kurator Helge Thomsen sagt: Wer die zwischen 1964 und 1971 gebauten PS-starken Fahrzeuge bislang nur vom Autoquartett kannte, kann elf Vertreter der „Muscle Car“-Ära in Einbeck im Original sehen. Alle sind fahrbereit, alle stammen von Leihgebern, die mit den Autos auch heute noch gerne unterwegs sind, wenn es wieder Frühling wird. Deshalb ist die in dieser Form deutschlandweit einmalige Sonderausstellung auch nur bis 28. Februar 2025 zu sehen.

Ausstellungsmacher Helge Thomsen legt letzte Hand an. Foto: Frank Bertram

Der PS-Speicher möchte mit der Sonderausstellung bewusst einmal eine andere Zielgruppe ansprechen, die bislang im Oldtimermuseum unterrepräsentiert ist. „Es gibt noch etwas neben Borgward, DKW und Mercedes Pagode“, sagt Helge Thomsen. Der Autojournalist ist selbst Fan der „Muscle Cars“ und hat mit der von ihm initiierten Schau klassische Vertreter dieser automobilen Spezies versammelt – unter anderem Kultikonen wie den 1964-er Pontiac GTO bis zum 1971-er Plymouth Hemi Cuda. Leistungsstarke V8-Motoren, schnelle Autos, legendäre Geschichte: Die Zeit der „Muscle Cars“ dauerte imgrunde nur schlanke sieben Jahre – zugleich faszinieren die Modelle bis heute viele Autofreunde. Aus der Filmreihe „The Fast and the Furious“ sowie zahlreichen anderen Hollywood-Produktionen sind „Muscle Cars“ nicht wegzudenken. Der PS-Speicher widmet sich den Besonderheiten dieser automobilen Ära. Der durchschlagende Erfolg der „Muscle Cars“ lag begründet in atemberaubenden Beschleunigungswerten, irren Modellbezeichnungen und nicht zuletzt: einem unschlagbar günstigen Preis. Das „Muscle Car“ ist damals der spritgetränkte Traum aller männlichen Teenager. Die Ausstellung informiert über „Drag Stripes“ und wie die „Muscle Cars“ nach Typen unterteilt sind. Das Oldtimermuseum gibt Antworten auf die Fragen, welche Hersteller tätig waren und warum die Produktion urplötzlich endete: Strengere Emissionsgrenzwerte, in die Höhe schnellende Versicherungsprämien und letztlich die Ölkrise sorgte für erschlaffende Muskeln.

Die Sonderausstellung „How fast can you go?“ („Wie schnell kannst Du fahren?“) ist bis 28. Februar 2025 im Forum des PS-Speichers zu sehen. Eine Einzelkarte kostet 7 Euro; wer ein zusätzliches Ticket für die Erlebnisausstellung oder für eine der Sammlungen bucht, reduziert den Preis für die Sonderausstellung auf 5 Euro.

Im Vordergrund der rote Ford Shelby GT-500, Baujahr 1969, mit 355 PS. Foto: Frank Bertram
Elf Fahrzeuge, dazu passende Motorblöcke und Reifen werden in der kompakten Ausstellung im Forum des PS-Speichers bis zum 28. Februar 2025 gezeigt. Foto: Frank Bertram
Neben den Autos ist auch ein Dreirad Murray Tricycle mit dem Emblem des legendären Plymouth Roadrunner ausgestellt, das gab es damals beim Chrysler-Autohändler zu kaufen. Foto: Frank Bertram
Ein von PS-Speicher-Mitarbeiter Fabian Schubert gebautes Diorama zeigt eine typische Szene mit „Muscle Cars“ Ende der 1960-er in den USA: Jugendliche Fahranfänger liefern sich an Ausfallstraßen illegale Rennen mit den übermotorisierten Autos um Ehre, Ruhm und Respekt in der Highschool. Nicht selten enden die Duelle am Laternenmast oder im Straßengraben. Foto: Frank Bertram
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