Eine Scheune im Einbecker Ortsteil Holtensen ist am Freitag Nachmittag ein Raub der Flammen geworden. Die Löscharbeiten dauerten bis zum frühen Sonntag Nachmittag. Mit Wärmebildkameras, unter anderem auch mit Drohnen aus der Luft, wurde die Brandstelle am Sonntag begutachtet. Am Sonnabend Vormittag warnte die Feuerwehr vor starker Rauchentwicklung und rief die Menschen in Holtensen, Juliusmühle und Markoldendorf dazu auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten und Lüftungsanlage abzuschalten. Menschen und Tiere kamen laut Polizei nicht zu Schaden. Der entstandene Sachschaden wurde vorläufig auf mindestens 500.000 Euro geschätzt. Insgesamt waren am Freitag rund 120 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Ursache des Brandes zu klären.
(Aktualisiert: 03.03.2024, 17.37 Uhr)
Das Feuer wurde am Freitag um 16.50 Uhr der Leitstelle gemeldet. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei am Einsatzort an der Amtsseite in Holtensen eintrafen, stand die Scheune bereits im Vollbrand. Die Flammen hatten bereits auf die gesamte Struktur übergegriffen. Nach ersten Informationen der Polizei wurden in der Scheune landwirtschaftliche Maschinen sowie Stroh gelagert. Um das Feuer in der Scheune einzudämmen, in der sich neben einem Mähdrescher auch noch 1000 Liter Kraftstoff befunden hatten, waren Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Einbeck, Holtensen, Hullersen, Dassensen, Bartshausen, An der Hube, Voldagsen, Wenzen, Rotenkirchen sowie das Technische Hilfswerk (THW) aus Einbeck und Northeim, unter anderem mit einem Tele-Lader und Beleuchtungsmaterial, im Einsatz. Die Johanniter-Unfall-Hilfe aus Einbeck hat den so genannten Eigenschutz für die Rettungskräfte sowie die Verpflegung übernommen. Ebenfalls mit vor Ort war die Kreisfeuerwehr mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister und der Fachgruppe für Öffentlichkeitsarbeit und Bevölkerungswarnung.
Neben der Ortsfeuerwehr und umliegenden Wehren waren am Sonnabend und Sonntag auch die Werksfeuerwehr der Firma Continental aus Northeim, diverse Einheiten des THW aus Clausthal-Zellerfeld, Einbeck und Northeim sowie die Kreisfeuerwehr in Einsatz vor Ort.
Schon frühzeitig war der THW-Ortsverband Northeim mit seinem Teleskoplader angefordert worden, da in der Scheune zahlreiche Rundballen und landwirtschaftliche Geräte standen, die für die Löschmaßnahmen aus der brennenden Scheune transportiert werden mussten. Ebenfalls wurde bereits vor Einbruch der Dunkelheit die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung des THW aus Einbeck alarmiert, um gemeinsam mit der Feuerwehr Wenzen die Einsatzstelle weiträumig auszuleuchten und die Arbeit der Feuerwehr in der Dunkelheit zu gewährleisten.
Die ersten Löscharbeiten dauerten die gesamte Nacht, wobei laut THW ab circa 20 Uhr keine Gefahr der Ausbreitung mehr bestand und bis auf eine Brandwache und die Einsatzkräfte für die Beleuchtung keine weiteren Kräfte vor Ort verblieben.
Die Brandbekämpfung am Sonnabend Vormittag unterstützten der Teleskoplader des THW Northeim und der Radlader des THW Clausthal. Mit diesem Räumgeräten wurden die brennenden Rundballen aus den Trümmern der Scheune transportiert und auf einer angrenzenden Wiese verteilt. Ebenfalls wurden mit dem THW-Radlader Zugänge zu der Scheune frei geschoben, damit diese Arbeiten teilweise erst möglich geworden sind. Diese Lösch- und Unterstützungsarbeiten zogen sich bis in den frühen Sonnabend Abend hin, bis das THW aus dem Einsatz entlassen werden konnte.
(Mit Pressemitteilungen Kreisfeuerwehr , THW Einbeckund Polizei Northeim)





