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Hochwasserlage in Kreiensen noch angespannt

(c) Kreisfeuerwehr Northeim

Das Hochwasserrückhaltebecken in Salzderhelden staut aktuell so viel Wasser ein wie noch nie. Das Volumen wird am 27. Dezember um 10 Uhr mit 40,7 Millionen Kubikmeter Wasser angegeben, das entspricht einem Füllgrad von 110 Prozent. Beim bislang größten Einstau im April 1994 waren 35,5 Millionen Kubikmeter erreicht worden. Der Durchfluss wird aktuell (27. Dezember, 10 Uhr) mit gut 251 Kubikmetern pro Sekunde angegeben, in der Nacht war er bereits auf 234 Kubikmeter pro Sekunden gedrosselt worden, musste dann aber wieder erhöht werden.

Am Stauwehr des Rückhaltebeckens Salzderhelden. (c) Foto: Barbara Hötzel
Blick auf das gefüllte Rückhaltebecken bei Salzderhelden. (c) Foto: Barbara Hötzel

Wie der gemeinsame Krisenstab von Kreisfeuerwehr, Stadt Einbeck und Hilfsorganisationen (DRK, Johanniter, THW und Polizei) mitteilt, war die Situation in der Nacht zu Mittwoch angespannt, nach einer kurzfristigen weiteren Erhöhung der Abfluss-Menge des Polders konnte aber das Pegel-Niveau des Tages in der Leine schnell wiederhergestellt werden. Die derzeitige Abfluss-Menge werde bis auf Weiteres gehalten, da sich die Zufluss-Menge in den Polder in der Nacht glücklicherweise reduziert habe, teilt der Krisenstab mit.

Zwischen Volksen und Garlebsen/Ippensen ist die Straße derzeit nicht passierbar. In Kreiensen und Erzhausen ist die Lage noch angespannt. Da sich der hohe Pegel auch auf das Grundwasser-Niveau auswirkt, werden alle Anwohner gebeten, regelmäßig ihre Keller zu kontrollieren, ob Wasser aus dem Untergrund eintritt. In der Kernstadt sind die Pegel leicht rückläufig. In den westlichen Ortsteilen (Holtensen, Hullersen, Juliusmühle, Andershausen und Kuventhal) hat sich die Hochwasserlage entspannt, zwischenzeitlich kritische Pegel sind wieder gesunken und haben keine größeren Schäden verursacht. Diverse Straßensperrungen werden aufgehoben.

Wegen der weiter angespannten Lage entlang der Flüsse sowie der aufgeweichten Deiche bitten die Behörden eindringlich darum, die Deichanlagen nicht zu betreten. „Halten Sie Abstand zu Flüssen und Bächen und fahren Sie nicht durch überflutete Straßen!

Der Krisenstab bittet wegen der andauernden Gefahren lage außerdem darum, noch keine Sandsäcke abzubauen oder zurückzubringen. Wie, wo und wann die Sandsäcke zurück gegeben werden können, informiert die Stadt Einbeck im neuen Jahr.

Straßensperrungen können unter diesem Link eingesehen werden.

(Mit Presseinformationen Stadt Einbeck, Kreisfeuerwehr Northeim (Foto) und NLWKN)

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